Auktion: 519 / Kunst nach 1945 / Zeitg. Kunst II am 19.06.2021 in München Lot 447

 

447
Bernard Schultze
Rhythmus weiss, gelb, schwarz, 1952.
Öl auf Hartfaserplatte
Schätzung:
€ 14.000
Ergebnis:
€ 40.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)
Rhythmus weiss, gelb, schwarz. 1952.
Öl auf Hartfaserplatte.
Diederich/Herrmann 52/17. Rechts unten signiert und monogrammiert. Verso signiert, betitelt und bezeichnet. 80,5 x 109 cm (31,6 x 42,9 in).
Die Arbeit ist in der handschriftlichen Werkliste des Künstlers unter der Nummer "19/52" gelistet. [JS].
• Seltene gestisch-dynamische Komposition aus Schultzes informellem Frühwerk.
• Aus dem Jahr der legendären ersten "Quadriga"-Ausstellung in der Frankfurter Zimmergalerie, die dem deutschen Informel den Weg ebnete.
• Komposition von wunderbar gestischer Expressivität, die aufgrund des weißen "Drippings" deutliche Parallelen zum Action-Painting Jackson Pollocks zeigt
• In der goßen Überblicksschau "Le grand geste! Informel und abstrakter Expressionismus" (2010) im Museum Kunstpalast, Düsseldorf, u.a. neben Arbeiten der Amerikaner Pollock, Kline und Francis ausgestellt
.

Wir danken Dr. Barbara Herrmann, Köln, für die wissenschaftliche Beratung.

PROVENIENZ: Privatsammlung München.
Sammlung Deutsche Bank (vor 1992 vom Vorgenannten erworben).

AUSSTELLUNG: Le grand geste! Informel und Abstrakter Expressionismus 1946-1964, Museum Kunstpalast, Düsseldorf/Köln 2010, Kat.-Nr. 126, S. 142, 347, mit Abb.

LITERATUR: Kalenderblatt im Kunstkalender 1992 (Juli) "Materie - Zeichen - Geste. Malerei in Deutschland 1950-1975", Deutsche Bank (Hrsg.), Düsseldorf 1991, mit Farbabb.
Ariane Grigoteit, 100 x Kunst, Ein Jahrhundert Sammlung Deutsche Bank, Frankfurt a. M. 2001, S. 110, mit Farbabb. S. 111.
"Während sich in Europa die Bezeichnung Informel eingebürgert hat, sprechen die Amerikaner vom Abstrakten Expressionismus oder vom Action Painting. Das Informel ist kein kunstgeschichtlich abgrenzbarer Stil, eher ist von informellen Strukturen zu reden, weil bestimmte Kriterien für das Informel charakteristisch sind: das sind "Gestus, Dynamik, Schnelligkeit, Aktion, Fläche, Struktur, Raum, Spontaneität, Subjektivität, Zufall, Automatismus und Materialität."
Willi Kemp: Das deutsche Informel, in: Le grand geste! Informel und Abstrakter Expressionismus 1946-1964, Köln 2010, S. 45.




447
Bernard Schultze
Rhythmus weiss, gelb, schwarz, 1952.
Öl auf Hartfaserplatte
Schätzung:
€ 14.000
Ergebnis:
€ 40.000

(inkl. 25% Käuferaufgeld)