Auktion: 508 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 12.12.2020 in München Lot 322

 
322
Carl Hummel
Gebirgsbach, Wohl 1860.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 2.000
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Objektbeschreibung
Gebirgsbach. Wohl 1860er Jahre.
Öl auf Leinwand.
34 x 52 cm (13,3 x 20,4 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

Essay
Seit 1833 an der Zeichenschule in Weimar in der Klasse Friedrich Prellers, verbindet Carl Hummel mit diesem schnell eine enge Freundschaft, die zwischen 1839 und 1841 durch gemeinsame Studienreisen nach Holland, Norwegen, Tirol und Rügen noch gefestigt wird. Von 1842 bis 1844 lebt Hummel in Italien mit längeren Aufenthalten in Rom, auf Capri und Sizilien. Italien als Vaterland der Klassik scheint dem Sohn des Hofkapellmeisters und Komponisten Johann Nepumuk Hummel als Inspirationsort in die Wiege gelegt. Auch später als klassisches Bildungsland des 19. Jahrhunderts ist Italien immer wieder Ziel seiner Studienreisen. Auch die Schweiz wird von ihm bereist. 1859 wird Carl Hummel schließlich, wie sein einstiger Lehrer Preller, zum Professor an der Weimarer Zeichenschule ernannt. Danach konzentriert sich seine Reisetätigkeit primär auf den Raum des deutschen Mittelgebirges, wobei sein Interesse für die romantisch-überwältigende Ursprünglichkeit der Gebirgswelt ihn immer wieder in die Alpenregionen führt. Hier entstehen qualitätsvolle Ölstudien von rauschenden Gebirgsbächen und zerklüfteten oder moosbewachsenen Felsmassiven, in denen Hummel seine Meisterschaft beim Einfangen direkter Natureindrücke vor dem Motiv unter Beweis stellt. Die Studien dürfen ohne weiteres als eigenständige Werke gelten. Sie werden zwar durchaus später in Atelierbilder - möglicherweise in diesem Fall für das 1863 entstandene Gemälde "Im Oetztal" - aufgenommen, sind aber aufgrund ihrer Frische und Ausschnitthaftigkeit von besonderem Reiz. [KT]
 


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