Auktion: 513 / Kunst nach 1945 / Zeitgenössische Kunst II am 11.12.2020 in München Lot 120003047

 
120003047
Horst Antes
i-KOPF (5/68), 1968.
Mischtechnik. Acryl und Kohle auf Papier
Schätzpreis: € 20.000 - 30.000
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Objektbeschreibung
i-KOPF (5/68). 1968.
Mischtechnik. Acryl und Kohle auf Papier.
Rechts unten signiert. Verso mit einer Werknummer sowie mit mehreren Druckanweisungen bezeichnet. Auf chamoisfarbenem Bütten. 43,8 x 42,7 cm (17,2 x 16,8 in), Blattgröße.
Die vorliegende Arbeit wird im selben Jahr als Lithografie in sechs Farben von Emil Matthieu, Zürich, gedruckt und im Verlag Schrift und Bild, Hildesheim, herausgegeben (Lutze 566). [CH].
• Beispielhaftes, äußerst typisches Werk mit dem für Antes’ künstlerisches Schaffen so zentralen Motiv des Kopfes.
• Vorlage zu einem der Hauptwerke im druckgrafischen Œuvre des Künstlers (Titelbild des Werkverzeichnisses, hrsg. von Bernd Lutze).
• Seit fast 30 Jahren in süddeutschem Privatbesitz.
• Im Entstehungsjahr nimmt Horst Antes an der wichtigen documenta 4 teil.
• Die "Köpfe" und "Kopffüßler" aus den 1960er Jahren gelten als die gesuchtesten Werke des Künstlers
.

Mit einer Fotoexpertise von Dorothea Antes vom 21. Oktober 2020.

PROVENIENZ: Galerie Schmücking, Braunschweig.
Privatsammlung Baden-Württemberg.
Privatsammlung Süddeutschland (1993 vom Vorgenannten erworben).

LITERATUR: Ketterer Kunst, München, 185. Auktion, Moderne Kunst I, 7.6.1993, Los-Nr. 2 (mit Farbabb.).

Essay
In den frühen 1960er Jahren entwickelt Horst Antes erstmals die Figur des "Kopffüßlers" sowie seine durch weitere formale Reduktionen entwickelten "Köpfe", die er in ganz persönlicher, typisierter Bildsprache, in flächiger Profilansicht und mit starken Farbkontrasten entwirft. Mit den überdimensionierten "Köpfen" und "Kopffüßlern" setzt sich Antes nicht nur mit der menschlichen Gestalt als solcher, sondern auch mit den großen geistigen Fähigkeiten des Menschen auseinander. Die Motive gelten als zentrale Werke innerhalb seines gesamten künstlerischen Schaffens. Gerade die Figurenbilder der 1960er und 1970er Jahre, die - wie auch die vorliegende Arbeit - den Anfang dieser entscheidenden künstlerischen Selbstfindung dokumentieren, befinden sich heute in zahlreichen bedeutenden öffentlichen Sammlungen, u. a. in der Neuen Nationalgalerie, Berlin, im Städel Museum, Frankfurt am Main, und in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München. [CH]
 


Weitere Abbildungen
 
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Horst Antes "i-KOPF (5/68)"
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Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 25 % Aufgeld zuzügl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20 % Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

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Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer an.