Auktion: 517 / Moderne Kunst II am 18.06.2021 in München Lot 150

 
150
Karl Tratt
Frankfurter Hauptbahnhof, Um 1927.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 18.000
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Objektbeschreibung
Frankfurter Hauptbahnhof. Um 1927.
Öl auf Leinwand.
Fittkau 4.3. Auf dem Keilrahmen mit alten Etiketten, dort teils handschriftlich, teils typografisch betitelt und bezeichnet. 59 x 85 cm (23,2 x 33,4 in). [JS].

• Stark abstrahierte Formensprache von leuchtend-expressiver Farbigkeit.
• Eines der ausgesprochen seltenen Gemälde des vielversprechenden Malers auf dem internationalen Auktionsmarkt.
• Aus der Zeit, in der Karl Tratt Meisterschüler Max Beckmanns an der Frankfurter Städelschule war.
• Tratts mutige Komposition hat wohl inspirierend auf Max Beckmann gewirkt, der 1943 seinen berühmten "Frankfurter Hauptbahnhof" (Städel Museum, Frankfurt a. M.) malt.
• Tratts kleines malerisches Œuvre der 1920er/30er Jahre gilt als aufstrebende Neuentdeckung des Kunstmarktes: 2018 wechselte das Gemälde "Die Hauptwache" (um 1930, Fittkau 3.9) für einen Zuschlag von 60.000 Euro den Besitzer.
• 1937 stribt Karl Tratt mit nur 37 Jahren an Tuberkulose und hinterlässt ein kleines, aber qualitativ hochkarätiges Gesamtwerk
.

PROVENIENZ: Galerie F.A.C. Prestel, Frankfurt a. M. (verso mit dem Etikett).
Privatsammlung Hessen.

AUSSTELLUNG: Max Beckmanns Frankfurter Schüler 1925-1933, Kommunale Galerie im Refektorium des Karmeliterklosters zu Frankfurt am Main, Münzgasse 4, 22.11.1980-2.1.1981, mit S/W-Abb., o. S.
Kommen und Gehen – von Courbet bis Kirkeby, Museum Giersch, Frankfurt a. M., 25.9.2016-22.1.2017, Kat.-Nr. 108, mit Abb. S. 197 und ganzseitig S. 14.

LITERATUR: Kunstschulreform 1900-1933, Berlin 1977, mit Abb. S. 186.
Aus der Meisterklasse Max Beckmanns - Karl Tratt, Friedrich Wilhelm Meyer und ihre Kommilitonen, 1822-Kunstkalender, Frankfurter Sparkasse, Kalender 2001, Abb. im Monat Dezember.
Hans-Jürgen Fittkau, Aus der Meisterklasse Max Beckmanns. Der Frankfurter Maler Karl Tratt (1900–1937), Weimar 2011, mit Abb. S. 153 und S/W-Abb. S. 79.
"Tratts 'Frankfurter Hauptbahnhof' [..], in seinen feinen Braun- und Gelbtönen, könnte durchaus Beckmann zu seinem viele Jahre später in Holland entstandenen 'Frankfurter Hauptbahnhof' inspiriert haben. Sogar einige formale Details stimmen überein. Das Heckteil des Autos – das Verkehrsmittel der Zukunft – bei Tratt wird bei Beckmann zu gekrümmten Straßenbahnschienen. Der dunkle Lichtmast, der Tratts Bild links begrenzt, wandelt sich bei Beckmann zu einer schmalen, dunklen Häuserecke."
Hans-Jürgen Fittkau, Aus der Meisterklasse Max Beckmanns. Der Frankfurter Maler Karl Tratt (1900–1937), Weimar 2011, S. 77–78.

 


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