Auktion: 539 / Klassische Moderne am 10.06.2023 in München Lot 121003084

 
abbildung folgt


121003084
George Grosz
10 Jahre verheiratet. Vor wichtigen Entschlüssen, 1923.
Tuschzeichnung
Schätzpreis: € 10.000 - 15.000
+
10 Jahre verheiratet. Vor wichtigen Entschlüssen. 1923.
Tuschzeichnung.
Rechts unten signiert und datiert sowie links unten bezeichnet "No. 37 Ehepaar". Auf festem Velin (mit Blindstempel). 63 x 50 cm (24,8 x 19,6 in), blattgroß.
Verso mit dem Nachlassstempel und der handschriftlichen Nummerierung "3-67-6" sowie mit diversen handschriftlichen Beschriftungen, unter anderem "10 Jahre verheiratet" und "No 42 Billiet".
Die Zeichnung wurde 1930 in dem von Bruno Cassirer herausgegeben Buch "George Grosz, Über alles die Liebe" abgedruckt. [AR].
• Private Szene einer Ehe, von George Grosz in typisch nüchternem Blick und in klaren Linien eingefangen.
• Abgedruckt in George Grosz’ Publikation "Über alles die Liebe" von 1930, hier unter dem Titel "Vor wichtigen Entschlüssen".
• Entstanden in den Berliner Jahren während der Weimarer Republik, in denen die Zeichnung eine zentrale Rolle im Schaffen des Künstlers einnimmt
.

Mit einer Fotoexpertise von Ralph Jentsch, Berlin, vom 4. Oktober 2022. Die vorliegende Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Arbeiten auf Papier aufgenommen.

PROVENIENZ: Atelier des Künstlers, Berlin, 1923.
Nachlass des Künstlers, 1959.
Privatsammlung.

AUSSTELLUNG: George Grosz. Zeichnungen und Aquarelle, Staatliche Kunsthalle, Baden-Baden, 26.10.-24.11.1957, Kat.-Nr. 22. Mit weiteren Stationen im Jahr 1958: Kunstverein Pforzheim, Kunstverein München, Kunstverein Frankfurt, Galerie Meta Nierendorf, Berlin, Kunstkabinett Dr. Hanna Grisebach, Heidelberg, in Marseille-Nice sowie im Kunstmuseum Düsseldorf.
Ohne Hemmung. Gesicht und Kehrseite der Jahre 1914-1924. Schonungslos enthüllt von George Grosz. Zeichnungen und farbige Blätter, Galerie Meta Nierendorf, Berlin, 8.10.1962-17.1.1963, Kat.-Nr. 106 (m. Abb.).

LITERATUR: Bruno Cassirer (Hrsg.), George Grosz. Über alles die Liebe. 60 neue Zeichnungen, Berlin 1930 (hier unter dem Titel "Vor wichtigen Entschlüssen", m. Abb. S. 30).
Beth Irwin Lewis, George Grosz. Art and Politics in the Weimar Republic, Madison, Milwaukee, London 1971, Nr. 71 (hier unter dem Titel "Before an important decision", m. Abb. S. 177).
Uwe M. Schneede (Hrsg.), George Grosz. Die Welt ist ein Lunapark, Zürich 1977 (hier unter dem Titel "Vor wichtigen Entschlüssen", m. Abb. S. 218).

"Der Titel sagt, hier sei von Beziehungen der Menschen untereinander die Rede. Gut, nur erwarte man von meinen Zeichnungen keine Illustration landläufiger Liebesidyllik. Realist, der ich bin, dienen Rohrfeder und Tuschpinsel mir in erster Linie dazu aufzuzeichnen, was ich sehe und beobachte, und das ist meistens unromantisch, nüchtern und wenig traumhaft."
Zit. aus: George Grosz, Über alles die Liebe, Berlin 1930.




 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu George Grosz "10 Jahre verheiratet. Vor wichtigen Entschlüssen"
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Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
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Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.