Auktion: 535 / Evening Sale mit Sammlung Hermann Gerlinger am 09.12.2022 in München Lot 59

 

59
Ernst Ludwig Kirchner
Im Park, 1906.
Öl auf Karton, auf Hartfaserplatte aufgezogen
Schätzpreis: € 250.000 - 350.000
+
Im Park. 1906.
Öl auf Karton, auf Hartfaserplatte aufgezogen.
Links unten signiert. 49,5 x 70 cm (19,4 x 27,5 in).

• Bedeutendes, besonders frühes Zeugnis für Kirchners expressionistische Farbpalette.
• Bereits im Entstehungsjahr erstmals öffentlich ausgestellt.
• Im Entstehungsjahr 1906 wird Emil Nolde Mitglied der "Brücke" und beeinflusst und inspiriert die jungen Künstler nachhaltig.
• Der Architekt E. L. Kirchner beschäftigt sich hier mit den nach französischem Vorbild gestalteten Parkanlagen des Großen Gartens in Dresden
.

Mit einer schriftlichen Bestätigung von Prof. Dr. Donald E. Gordon, Pittsburgh, vom 18. Dezember 1976 (in Kopie).
Das vorliegende Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach/Bern, dokumentiert.

PROVENIENZ: Wohl Kunsthandlung Fritz Gurlitt, Berlin (1921).
Wohl Sammlung Dr. Hans Bolliger, Zürich (bis 1955: Stuttgarter Kunstkabinett).
Wohl Privatsammlung "Alig" (1955 vom Vorgenannten erworben).
Galerie Aenne Abels, Köln (verso auf der Hartfaserplatte mit dem typografisch bezeichneten Galerieetikett, um 1952/57).
Privatsammlung Rheinland-Pfalz.
Sammlung Prof. Hermann Gerlinger, Würzburg (mit dem Sammlerstempel Lugt 6032, 1977 vom Vorgenannten erworben, Galerie Wolfgang Ketterer, München).

AUSSTELLUNG: Ausstellung der "Brücke", Kunstsalon Dörbandt, Braunschweig, Juli 1906.
Vermutl.: Künstlervereinigung Dresden, Sommer-Ausstellung, Dresden 1919, S. 26, Kat.-Nr. 163.
Vermutl.: Moderne deutsche Malerei, Kunsthalle Basel, 1921, Kat.-Nr. 20.
Galerie Aenne Abels, Köln (m. d. Titel "Parklandschaft" u. d. Datierung "1904").
Ernst Ludwig Kirchner 1880-1938, Nationalgalerie Berlin, 29.11.1979-20.1.1980; Haus der Kunst, München, 9.2.-13.4.1980; Museum Ludwig, Köln, 26.4.-8.6.1980; Kunsthaus Zürich, 20.6.-10.8.1980, Kat.-Nr. 3 (m. Abb., S. 109, verso auf der Hartfaserplatte mit dem typografisch bezeichneten Ausstellungsetikett).
Die "Brücke" und die Moderne 1904-1914, Bucerius Kunst Forum, Hamburg, 17.10.2004-23.1.2005, Kat.-Nr. 117 (m. Abb.).
Im Rhythmus der Natur: Landschaftsmalerei der "Brücke". Meisterwerke der Sammlung Hermann Gerlinger, Städtische Galerie, Ravensburg, 28.10.2006-28.1.2007, S. 14f. u. S. 60 (m. Abb.).
Expressiv! Die Künstler der Brücke. Die Sammlung Hermann Gerlinger, Albertina Wien, 1.6.-26.8.2007, Kat.-Nr. 118 (m. Abb., S: 189).
Fritz Bleyl. Gründungsmitglied der "Brücke", Brücke-Museum Berlin, 10.10.2009-25.4.2010, S. 39 (m. Abb., Nr. 19, S. 38).
Brückenschlag: Gerlinger – Buchheim!, Buchheim Museum, Bernried, 28.10.2017-25.2.2018, S. 66f. (m. Abb.).

LITERATUR: Vermutl.: Stuttgarter Kunstkabinett, 21. Auktion, 1955, S. 104, Los 1282 (m. d. Titel "Parklandschaft mit zwei Personen").
Nachlass Donald E. Gordon, University of Pittsburgh, Gordon Papers, Section 2, Box 6, Folder-Nr. 31 (Kirchner Correspondence and Photos, 1973-1983).
Leopold Reidemeister, Karl Schmidt-Rottluff und die Brücke in Braunschweig, in: Karl Schmidt-Rottluff. Das graphische Werk. Zum 90. Geburtstag des Künstlers, Brücke-Museum Berlin, 1974, S. 10.
Galerie Wolfgang Ketterer, München, 21. Auktion, 20. Jh., 23.-25.5.1977, Los 1032 (m. Abb., m. d. Titel "Blumenbeete mit zwei Personen").
Georg Rheinhardt, Die frühe Brücke. Beiträge zur Geschichte und zum Werk der Dresdner Künstlergruppe Brücke der Jahre 1905 bis 1908, Berlin 1978, S. 57 und Anm. 221a.
Bernd Hünlich, Dresdener Motive in Werken der Künstlergemeinschaft "Brücke". Ein Beitrag zur topographisch-kritischen Bestandsaufnahme, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dresden 1981, S. 85, Kat.-Nr. 11.
Tsukasa Kodera u. Yvette Rosenberg (Hrsg.), The Mythology of Vincent Van Gogh, Tokio 1993, Kat.-Nr. 31, S. 64 (m. Abb., S. 65).
Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 134, SHG-Nr. 106 (m. Abb., S. 135).
Konstanze Rudert, Dresdner Motive in den Werken der Künstlergemeinschaft "Brücke" (Neubearb.), in: Die Brücke in Dresden 1905-1911, 2001, S. 355ff. (m. Abb., S. 382).
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 291f., SHG-Nr. 658 (m. Abb.).
Katja Schneider (Hrsg.); Moderne und Gegenwart. Das Kunstmuseum in Halle, Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, München 2008, S. 130 (m. Abb.).
Thomas Bauer-Friedrich (Hrsg.), Die schöne Zeit. Zur kulturellen Produktivität von Frankreichs Belle Époque, Bielefeld 2018, S. 276 (m. Abb., Nr. 11).

"Ich traf auf einen wohlgebauten, aufrechten Jüngling größten Selbstbewusstseins, stärkster Leidenschaftlichkeit, der ein herrlich unbekümmertes Wesen und ein mitreißendes, freimütiges Lachen an sich hatte und geradezu von einer Wut, zu zeichnen, zu malen, sich mit künstlerischen Dingen und Gedanken zu beschäftigen und auseinanderzusetzen, besessen war."
Fritz Bleyl über Ernst Ludwig Kirchner, in: Hanz Wenzel, Bildnisse der Brücke-Künstler voneinander, Stuttgart 1961, S. 23.

"Stolz fühlten wir uns als Träger einer Mission, dem Holländer van Gogh, dem Norweger Edvard Munch in der Kunst verwandt."
Max Pechstein über die frühe "Brücke"-Kunst, in: Max Pechstein. Erinnerungen, Stuttgart 1991 (Neuaufl.), S. 23.

Aufrufzeit: 09.12.2022 - ca. 18.56 h +/- 20 Min.

Die Gründungszeit der Künstlergruppe "Brücke"
Bevor sich Fritz Bleyl, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff und E. L. Kirchner ganz und gar der Malerei widmen, noch bevor sie 1905 gemeinsam die Künstlergruppe "Brücke" gründen und als zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus zählend in die Kunstgeschichte eingehen, treffen sie als junge Architekturstudenten an der Königlich-Sächsischen Technischen Hochschule in Dresden aufeinander. Bleyl schreibt rückblickend über Kirchner: "Ich traf auf einen wohlgebauten, aufrechten Jüngling größten Selbstbewusstseins, stärkster Leidenschaftlichkeit, der ein herrlich unbekümmertes Wesen und ein mitreißendes, freimütiges Lachen an sich hatte und geradezu von einer Wut, zu zeichnen, zu malen, sich mit künstlerischen Dingen und Gedanken zu beschäftigen und auseinanderzusetzen, besessen war. Seine 'Bude' war die eines ausgesprochenen Bohemiens, voll von überall bunt herumliegenden Bildern, Zeichnungen, Büchern, Mal- und Zeichengerät, weit mehr eines Malers romantische Behausung als das Heim eines ordnenden Archiktekturstudenten.“ (Fritz Bleyl, Erinnerungen, in: Hanz Wenzel, Bildnisse der Brücke-Künstler voneinander, Stuttgart 1961, S. 23).
Schon damals geht es E. L. Kirchner und seinen Kommilitonen also mehr um die bildende Kunst, die Malerei als um die Architektur. Besonders sagen Kirchner die reformatorischen Bestrebungen seines Dozenten Fritz Schumacher (1869-1947) zu. 1903 verbringt er dann ein Semester in den von Hermann Obrist (1862-1927) gegründeten "Lehr- und Versuchs-Ateliers für angewandte und freie Kunst" in München. Obrist ist für seine von der Arts-and-Crafts-Bewegung inspirierten kunstgewerblichen Entwürfe, Zeichnungen und Skulpturen bekannt. Bei ihm lernt Kirchner das progressive, lebensnahe künstlerische Denken mit dem Fokus auf Intuition, Spontaneität und der eigenen schöpferischen Kraft. Es gilt, die sinnliche Wahrnehmung als subjektiven Erfahrungsprozess in die Kunst zu integrieren, sie zum Leitsystem für das eigene Schaffen zu erheben. Dies ist ein Gedanke, der später zu den Grundpfeilern der expressionistischen Kunst der "Brücke" werden wird. Schon in diesen Jahren ist Kirchner also von Künstlern und künstlerischen Strömungen umgeben, deren Ziel es ist, sich ganz bewusst vom Formalismus und von der konservativen Lehre der Akademie zu distanzieren, und die ihm zudem eine Verknüpfung von Kunst und Alltag – eine ästhetische Gestaltung des Alltags näherbringen. Dieser Ansatz sollte ihn Zeit seines Lebens begleiten.

Emil Nolde, "Van Goghiana" und französische Vorbilder

Im Juni 1905 gründet E. L. Kirchner mit seinen Kommilitonen, die sich nun viel mehr als Maler und bildende Künstler verstehen, im Atelier Erich Heckels die Künstlergruppe "Brücke". Interessiert beobachtet er in dieser Zeit u. a. die künstlerischen Neuerungen aus Frankreich, der "Nabis" und der Post-Impressionisten, setzt sich mit der Malerei Edvard Munchs, Gustav Klimts und insbesondere des wenige Jahre zuvor verstorbenen Vincent van Gogh auseinander. Im November 1905 zeigt die Dresdener Galerie Arnold über 50 Arbeiten des gebürtigen Niederländers in einer viel beachteten, vom Berliner Galeristen Paul Cassirer organisierten Retrospektive. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die farbgewaltigen Arbeiten van Goghs den meisten Menschen in Deutschland und auch Kirchner vermutlich als reine Schwarz-Weiß-Reproduktionen bekannt, in der Dresdener Ausstellung wird nun die gesamte Wucht und Ausdrucksstärke seiner Arbeiten deutlich – eine Offenbarung und ein Schlüsselerlebnis, auch für die jungen "Brücke"-Künstler. Fritz Schumacher, Kirchners Professor an der Akademie erläutert rückblickend, dass seine Studenten damals "außer Rand und Band“ geraten seien. Sie begannen "zu meinem Schrecken höchst unordentlich zu zeichnen. Ich schob es auf den Einfluss einer van Gogh-Ausstellung, die damals in Dresden Aufsehen machte. Aber in Wahrheit brach hier die Zukunft durch, und ein Berufswechsel vollzog sich unsichtbar" (Fritz Schumacher, Stufen des Lebens. Erinnerungen eines Baumeisters, Stuttgart 1935, S. 283).

Die Werke des Autodidakten van Gogh begeistern durch die wilde Ursprünglichkeit ihrer Malweise, durch die Freiheit der Form und ihr kräftiges Kolorit. Und so geht es mit diesem neuen Vorbild nun auch im Atelier der "Brücke" deutlich ungestümer und ungeordneter zu: Zeichnungen werden dynamischer und unmittelbarer aus dem Moment heraus geboren und für die Gemälde arbeiten die jungen Maler nun zum Teil mit Farben, die sie direkt aus der Tube, ohne vorheriges Mischen auf die Leinwand auftragen. E. L. Kirchner findet nun völlig neue künstlerische Ausdruckswege und erkennt in der Kunst van Goghs Elemente, die ihn auf seinem eigenen Weg zur radikalen Erneuerung der Kunst zum Erfolg führen sollen. Malstil, Farbigkeit und Struktur verändern sich grundlegend. Emil Nolde, der im März 1906 der Künstlergruppe "Brücke" – wenngleich nur für wenige Monate – beitritt, als die allgemeine van-Gogh-Begeisterung besonders groß ist, macht den deutlich jüngeren Künstler-Kollegen damals den spöttischen Vorschlag, sich nicht "Brücke", sondern "Van-Goghiana" zu nennen (vgl. Ausst.-Kat. Max Pechstein. Werke aus dem Brücke-Museum, Berlin 2001, S. 37). Auch die hier vorliegende Arbeit von 1906 zeigt nun eine Vielzahl an kontrastreichen, leuchtenden Farben in selbstbewusst und pastos nebeneinandergesetzten Punkten und kurzen, temperamentvollen Pinselstrichen, was unweigerlich an die malerische Struktur und den Duktus der Gemälde van Goghs erinnert. Gleichzeitig offenbaren sich auch die Einflüsse des 13 Jahre älteren Emil Nolde: Das Sujet, das mutige Kolorit und der pastose Farbauftrag verweisen deutlich auf die Arbeiten des Natur- und Gartenfreundes Nolde, mit denen sich Kirchner in diesem Jahr anlässlich Noldes Mitgliedschaft bei der "Brücke" sicherlich sehr intensiv auseinandersetzt.

Kirchners Beschäftigung mit zeitgenössischen künstlerischen Strömungen und sein Streben nach Neuerung und Reform lässt ihn jedoch auch andere Inspirationsquellen und Vorbilder entdecken. Insbesondere seine Parklandschaften, wie bspw. "Parksee, Dresden" (Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) und auch das hier angebotene Gemälde "Im Park", in dem Kirchner zwei Spaziergänger neben einem farbenprächtigen, in ornamentalen Mustern angelegten Blumenbeet mit prächtiger Agave in dem Ende des 17. Jahrhunderts nach französischem Vorbild angelegten Großen Garten in Dresden darstellt, zeugen von seiner Auseinandersetzung mit der Farbentheorie der französischen Impressionisten und Postimpressionisten. So integriert Kirchner hier bspw. die Farbzerlegungen Paul Signacs und bezieht sich mit dem ungewöhnlichen Bildausschnitt und der leicht schrägen Perspektive womöglich auf die oftmals über die Bildränder hinaus fortsetzbaren Szenen in Félix Vallottons Gemälden, wie "Le Ballon" (1899, Musée d’Orsay, Paris).


"Unmittelbar und unverfälscht"
Obwohl Kirchners große Verehrung der progressiven europäischen Künstler der Zeit seiner eigenen künstlerischen Position zunächst im Wege zu stehen scheint, fördert die hier dargelegte intensive Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Einflüssen und Vorbildern auch erst die Herausbildung von Kirchners eigener expressionistischer Bildsprache. Mit dieser gelingt es ihm schließlich, seine künstlerischen Ziele, die unmittelbare und unverfälschte Wiedergabe der eigenen Wahrnehmung, des subjektiv erfahrenen Erlebnisses, fulminant und eindringlich zum Ausdruck zu bringen. Die frühe Schaffensperiode der "Brücke" verleiht Kirchner das Selbstbewusstsein, den eigenen Pinselstrich und den eigenen expressionistischen Stil noch weiter ins Extreme fortzuführen als seine europäischen Künstler-Kollegen und gemeinsam mit den Künstlern seines Kreises schließlich den reiferen, bis heute unverwechselbaren "Brücke"-Stil zu entwickeln. Mit diesem erfährt die deutsche Kunst endlich die so ersehnte radikale Neuerung – so wie es der Künstler 1906, im Entstehungsjahr unserer Arbeit, selbstbewusst, leidenschaftlich und voller Schaffensdrang niedergeschrieben hatte: "Mit dem Glauben an Entwicklung, an eine neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden rufen wir alle Jugend zusammen, und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebensfreiheit verschaffen gegenüber den wohlangesessenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.“ (E. L. Kirchner, 1906, zit. nach: Ausst.-Kat. E. L. Kirchner. Retrospektive, Städel Museum, Frankfurt am Main 2010, S. 56).

Die hier angebotene Arbeit ist somit noch nicht das Werk eines reifen, gesetzten Künstlers oder des von seiner eigenen Psyche gequälten Maler-Genies. Kirchner ist noch nicht der erfolgreiche Expressionist, der die deutsche Kunstgeschichte prägen und die deutsche Kunst radikal verändern sollte, nicht der von der naturnahen Idylle inspirierte und der Großstadt entflohene Maler. Unmittelbar anschaulich wird mit diesem Werk hingegen der jugendliche Schaffensdrang und die progressive künstlerische Einstellung des leidenschaftlichen, jungen E. L. Kirchner inmitten der so stimulierenden, revolutionären Schaffensphase nur wenige Monate nach Gründung der Künstlergruppe "Brücke“. [CH]



 

Aufgeld und Steuern zu Ernst Ludwig Kirchner "Im Park"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.