Auktion: 532 / 19th Century Art am 10.12.2022 in München Lot 365

 

365
Heinrich Bürkel
Gebirgsdorf mit Brunnen. Im Hintergrund das Wettersteingebirge, Um 1850-60.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 23.000
+
Gebirgsdorf mit Brunnen. Im Hintergrund das Wettersteingebirge. Um 1850-60.
Öl auf Leinwand.
Bühler/Krückl 225. Links unten signiert. Verso auf dem Keilrahmen mit Galeriestempel sowie nummerierrt "C 612". 53,5 x 79 cm (21 x 31,1 in).

• Das "Gebirgsdorf mit Brunnen" ist Bürkels erfolgreichstes und charakteristischstes Motiv
• Bürkel verhilft der Landschaftsmalerei zu einer neuen, regionaleren und realistischeres Ausprägung
• Seine Landschaften sind maltechnisch und kompositorisch von höchster Qualität
• Gemälde Bürkels sind u.a. in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen/Neue Pinakothek, München sowie der Alten Nationalgalerie, Berlin vertreten
.

Mit einer schriftlichen Expertise von Albrecht Krückl, München, vom 17.5.2014, der das Werk im Original begutachtet hat.

PROVENIENZ: Schott-Eichler (bis 1926: Hugo Helbing, 10.7.1926).
Dr. Weidenhammer (vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Deutschland.

LITERATUR: Hugo Helbing, München, Ölgemälde, Aquarelle und Handzeichnungen moderner Meister aus süd- und mitteldeutschem Besitz, Auktion 10.7.1926, Kat.-Nr. 29 (m. Abb. Taf. 2).

Als Heinrich Bürkel 1822 nach München kommt, hatte sich die Auffassung der Landschaftsmalerei bereits von der überhöhten und allmächtigen Naturgewalt im Sinne von Joseph Anton Koch abgewendet und hin zu einer lieblicheren, biedermeierlichen Ausprägung entwickelt. Oftmals verwenden die Künstler nun vor regionalen Landstrichen entstandene Zeichnungen und Aquarelle als Grundlage ihrer Gemälde. Wie viele seiner Zeitgenossen findet auch Bürkel seine Motive vor allem bei zahlreichen Aufenthalten im oberbayerischen Voralpenland und den Alpen. Eines seiner erfolgreichsten Motive, das Gebirgsdorf mit Brunnen, angesiedelt im Wettersteingebirge malt Bürkel in mehreren Variationen. Diese zeigen durchweg ein friedliches Idyll mit imposanter Bergkulisse, in dessen Zentrum sich mit koloristischer und figürlicher Präsenz das alltägliche Landleben abspielt. So werden gewissermaßen Momentaufnahmen in die Kunst eingeführt, auch weniger wichtige Beobachtungen spielen hinein, die Darstellungen erwecken den Eindruck des zufällig Gesehenen. Sittenbildliche Genrestaffage gewinnt Bedeutung im Bilde, ein scheinbar realistisches Landleben wird inszeniert. Die wirkliche Realität, die weitgehende Armut und Abhängigkeit der Landbevölkerung, wie sie sozialkritischere Maler des Realismus in Angriff nehmen, ist dabei nicht von Interesse. Gewünscht ist vielmehr ein idealisiertes sonntägliches Destillat in dem Streben, – wie ein Bericht über das Münchner Kunstleben im Schorn'schen Kunstblatt 1825 proklamiert -, "'der gemeinen Wirklichkeit der Dinge und des Lebens eine poetische Seite abzugewinnnen, bemüht, uns in ihr zu befriedigen und unser Gefühl mit ihr auszusöhnen.'" (Bühler/Krückl, Heinrich Bürkel, München 1989, S. 69). [KT]



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Heinrich Bürkel
Gebirgsdorf mit Brunnen. Im Hintergrund das Wettersteingebirge, Um 1850-60.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 23.000
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Aufgeld und Steuern zu Heinrich Bürkel "Gebirgsdorf mit Brunnen. Im Hintergrund das Wettersteingebirge"
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