Auktion: 532 / 19th Century Art am 10.12.2022 in München Lot 368

 

368
Heinrich Bürkel
Rauferei vor dem Wirtshaus, Um 1853/56.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 23.000
+
Rauferei vor dem Wirtshaus. Um 1853/56.
Öl auf Leinwand.
Bühler/Krückl 165. Links unten signiert. 38,5 x 47 cm (15,1 x 18,5 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Deutschland.
Privatsammlung Deutschland (2013 erworben).

LITERATUR: Hugo Helbing, München, Auktion 6.6.1934, Kat.-Nr. 7 (m. Abb.).
Vgl. Luigi von Bürkel, Heinrich Bürkel. 1802-1869. Ein Malerleben der Biedermeierzeit, München 1940, Nr. 555.
Dorotheum, Wien, Auktion, 16.4.2013, Los 98 (m. Abb.).

"Vortrefflich wahres Leben und kräftiger Humor. Das ganze Bild bewegt sich in Farbe und Zeichnung un schließt sich zum innigsten Schmelze aneinander. Auch füllt die Handlung das ganze Werk und ist in allen Teilen gespiegelt, was so selten ist."

Adalbert Stifter, Freund und großer Bewunderer Bürkels, zu einer Variante der "Rauferei" im Jahre 1857, zit. nach Luigi von Bürkel, Heinrich Bürkel. 1802-1869. Ein Malerleben der Biedermeierzeit, München 1940, S. 116.

Heinrich Bürkel gilt als einer der bekanntesten Münchner Landschafts- und Genremaler biedermeierlicher Prägung. Seine Schilderungen von Bauern, Jägern, Räubern und Bettlern, die er zumeist in beeindruckenden Alpenlandschaften ansiedelt, werden nach der Italienreise 1830-32 technisch immer versierter. Es gelingt ihm in feinster Lasurmalerei, die klaren Lichterscheinungen des Gebirges einzufangen und eine Synthese zwischen räumlicher und koloristischer Wirkung herzustellen. Eines seiner beliebtesten Motive ist das der Rauferei vor dem Rasthaus, in dem ihm eine harmonische Verbindung zwischen der imposanten Landschaft und der deutlich präsenten Figur, oftmals in genau beobachtender Detailfreude, gelingt. Das überaus beliebte Motiv findet sich im Œuvre des Künstlers über die Jahre hinweg immer wieder und ist zugleich Teil einer größeren Werkgruppe. Bürkel wiederholt viele Male das Grundmotiv des „Wirtshauses im Gebirge“, jedoch kombiniert er es immer wieder mit neuen und individuellen Darstellungen von Jagd- und Festgesellschaften, Preisschießen, Hufschmieden, Rastszenen, Pferdefütterung und dem hier zu sehenden, sehr beliebten humoristisch-anekdotischen Motiv der Rauferei. In der Tradition der Reisebilder und der Bambocciaden erobert er sich so einen bedeutenden Platz und eine große Käuferschaft. Vorbilder solcher zwischen Landschaft und Genre angesiedelten Szenen sind die Werke niederländischer Meister, an denen sich der Autodidakt Bürkel malerisch bildet und deren feinmalerische Präzision, gepaart mit realistischer Wirklichkeitstreue er übernimmt. 1834 wird König Ludwig I. auf ihn aufmerksam und kauft ein kleines Gemälde im Münchner Kunstverein. Der gesellschaftliche Durchbruch des Autodidakten und Nichtakademikers Bürkel ist damit eingeleitet. In den folgenden Jahren findet er zahlreiche Abnehmer unter den europäischen Fürsten sowie Käufer in Nordamerika. [KT]



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Heinrich Bürkel
Rauferei vor dem Wirtshaus, Um 1853/56.
Öl auf Leinwand
Nachverkaufspreis: € 23.000
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Aufgeld und Steuern zu Heinrich Bürkel "Rauferei vor dem Wirtshaus"
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Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
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Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

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