Auktion: 491 / Wertvolle Bücher am 25.11.2019 in Hamburg Lot 57

 
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Ernst Ludwig Kirchner
Brief, 15. Okt. 1920
Schätzpreis: € 2.000
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Objektbeschreibung
Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938)
Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Frauenkirch bei Davos, 15. Okt. 1920. 2 1/2 S. 28 : 22 cm.

- Originalbrief des Künstlers an die Kunstsammlungen Chemnitz
- Kirchner schlägt einen Bildertausch vor: "Für die Öffentlichkeit ist das beste gerade gut genug"


An Friedrich Schreiber-Weigand (1879-1953), den Leiter der Städtischen Kunstsammlungen Chemnitz.
".. So anerkennenswert Ihr Eifer, die dortige Sammlung zu vervollständigen an sich ist, so verkehrt ist es anderseits durchaus, um die bekannten Namen zu besitzen, schwache und unreife Werke dieser Künstler aufzuhängen. Eine solche Gelegenheitsskizze ist z. B. das von Dr. Heide der Sammlung geschenkte Bild von mir 'die Pferdeweide'. Es ist für eine öffentliche Sammlung vollkommen ungeeignet, trotzdem es persönliche Auffassung und meine Handschrift durchaus enthält und ich es in dieser Hinsicht voll und ganz vertrete. Für die Öffentlichkeit ist das beste gerade gut genug. Aus dieser Überzeugung könnte ich Ihren Wünschen nur insofern entgegenkommen als ich gegen Rückgabe der 'Pferdeweide' ein anderes vollgültiges Bild senden würde. - In der von Ihnen angeregten Angelegenheit des 'Mädchenkopfes', der der Lungenheilstätte gehört, kann ich natürlich nichts tun. Ich habe ihr damals diesen geschenkt und freue mich, dass er dort hängt - im Leben - und im Leben wirken kann (..) Wegen der im Besitze meiner Eltern befindlichen Bilder, bemühen Sie sich bitte nicht, diese Bilder bleiben auf meinem Wunsch wo sie sind".

Autograph letter by the famous expressionist painter to Friedrich Schreiber-Weigand, director of the Kunstsammlungen Chemnitz. Kirchner wants to exchange an occasional sketch for a mature and proper work, since in his opinion "for the public the best is just good enough" (translation). 2 1/2 pages. 28 : 22 cm.

 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Ernst Ludwig Kirchner "Brief, 15. Okt. 1920"
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