Auktion: 489 / Evening Sale am 07.06.2019 in München Lot 150


150
Alex Katz
Sophie, 2003.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 200.000
Ergebnis:
€ 350.000

(inkl. Käuferaufgeld)
Sophie. 2003.
Öl auf Leinwand.
Auf der umgeschlagenen Leinwand zweifach signiert und datiert (teils schwer leserlich). 184 x 122 cm (72,4 x 48 in).

Großformatige Arbeit in der typischen Bildsprache Katz'.
Das Museum Brandhorst zeigt im Frühjahr 2019 eine große Retrospektve über Alex Katz.
Alex Katz gehört zu den Top 100 Artists
.

PROVENIENZ: Galerie Jablonka, Köln.
Privatsammlung Norddeutschland.

„Wenn ich Menschen male und zeichne, dann will ich den Betrachtern nicht etwas über die Person auf dem Bild erzählen oder sie analysieren - so wie viele andere Künstler. Ich zeige einfach, was ich sehe.“
Alex Katz

Entgegen den vorherrschenden abstrakten Tendenzen entscheidet sich Alex Katz 1940 sich in seinem Werk ganz der Figuration zu widmen. Alle seine Werke zeugen vom ästetischen Blick des Künstlers. Die cleane Bildsprache hat einen gewissen Glamour der den heutigen Zeitgeschmack widerspiegelt und sich doch eine Hommage an vergangene Stilepochen vorbehält. Es ist eine Bildsprache der Reduktion, des bewusst Weglassens. Katz selbst äußert sich so: "Man zeigt dieses und jenes, lässt aber etwas aus, und dann füllt der Verstand diese Lücke. Wenn das Bild alles enthält, erzeugt man keine Wirkung. (zit. nach Toni Stooss. Alex Katz, 2013, Interview mit Sharon Corwin 22. Juli 2011, S. 200). Katz' flächige, aus monochromen Farbflächen synthetisierte Malweise schafft eine Verfremdung der dreidimensionalen Wirklichkeit, welche den Blick des Betrachters über den Bildinhalt hinaus auf das Wesen der Kunst lenkt. Durch Reduzierung und Fokussierung lotet er die Übergänge zwischen Figuration und Abstraktion immer wieder neu aus. Dies gilt auch für seine Porträtdarstellungen, die fest in sein Repertoire gehören, angefangen mit Ada seiner Frau porträtiert er immer wieder in seiner unverwechselbaren Bildsprache Menschen aus seiner Umgebung. Seine großformatigen Porträts sind als Close-ups plakativ in Szene gesetzt. Die Physigonomie ist auf das Wesentliche reduziert, trotzdem sind die individuellen Merkmale des Porträtierten messerscharf erfasst. Katz erreicht in seiner Bildsprache eine kühle Eleganz, die uns faziniert und uns reizt mehr über den Dargestellten zu erfahren. [SM].



150
Alex Katz
Sophie, 2003.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 200.000
Ergebnis:
€ 350.000

(inkl. Käuferaufgeld)