Auktion: 518 / Kunst des 19. Jahrhunderts am 17.06.2021 in München Lot 17


17
Heinrich von Zügel
Schafherde im Obstgarten, Um 1925.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 7.000
Ergebnis:
€ 26.250

(inkl. Käuferaufgeld)
Schafherde im Obstgarten. Um 1925.
Öl auf Leinwand.
Diem 1057. Rechts unten signiert und datiert. 70 x 87 cm (27,5 x 34,2 in).

PROVENIENZ: Privatsammlung Hessen (seit über 60 Jahren im Familienbesitz).

Im Frühjahr 1922 legt Heinrich von Zügel sein Amt als Professor an der Münchner Akademie nieder, das er seit 1895 innehat. Nach Anton Braith als wichtigster Künstler in der Gattung der Tiermalerei gefeiert, erhält Zügel vom bayerischen König das Ritterkreuz des Verdienstordens der bayerischen Krone. Bis zu seiner Emeritierung unterrichtet Zügel zahlreiche Schüler, auch internationaler Herkunft, in dem zur sommerlichen Malerkolonie gewordenen Wörth am Rhein. Seine eigenen Gemälde entstehen nach wie vor auf dem Wolkenhof, den er sich als Atelierhof mit Tierbestand eingerichtet hatte. Von der dortigen Schafherde entstehen zahlreiche impressionistische Motive, die sich vor allem durch die dynamische, pastose Malweise auszeichnen, in der Zügel die durch Laub und Äste auf die weiße Wolle der Schafe fallenden Lichtpunkte wiedergibt. Die Gegenständlichkeit löst sich so fast vollständig auf und lässt das Werk zum malerischen Ereignis von Licht und Farbe werden. Besonders in den Werken der Spätzeit erreicht Zügel eine malerische Freiheit und Sicherheit, die die jahrelange Beschäftigung mit Licht, Natur und vor allem mit dem charakteristischen seiner Motive, den Schafherden, verrät. Die durch das Licht bewegte Lebendigkeit der friedvoll im Obstgarten weidenden Schafe macht seinen Status als einer der bedeutendsten deutschen Impressionisten deutlich. [KT]



17
Heinrich von Zügel
Schafherde im Obstgarten, Um 1925.
Öl auf Leinwand
Schätzung:
€ 7.000
Ergebnis:
€ 26.250

(inkl. Käuferaufgeld)