Auktion: 22 / Online Sale am 15.06.2024 → Lot 121002914
Rahmenbild
121002914
Ernst Ludwig Kirchner
Sitzender Akt im Atelier, 1909.
Kreidezeichnung
Schätzung:
€ 5.000 Ergebnis:
€ 6.858 (inklusive Aufgeld)
121002914
Ernst Ludwig Kirchner
Sitzender Akt im Atelier, 1909.
Kreidezeichnung
Schätzung:
€ 5.000 Ergebnis:
€ 6.858 (inklusive Aufgeld)
Sitzender Akt im Atelier. 1909/10.
Schwarze Kreidezeichnung.
Verso mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der handschriftlichen Registriernummer "K Dre / Bg 119". Auf bräunlichem, festem Velin. 60 x 49,6 cm (23,6 x 19,5 in), blattgroß.
Die Datierung 1909/1910 ergibt sich zum einen über die motivisch ähnliche Postkarte "Tanzender Kirchner im neuen Atelier" mit männlichem Akt, die Kirchner am 2. November 1909 an Erich Heckel schickt, sowie über die schwarze Kreidezeichnung "Akte im Atelier" auf Karton mit denselben Maßen aus der Sammlung von Dr. E. W. Kornfeld, entstanden nach dem 2.11.1909. [CH].
• Aus der gesuchten Dresdener "Brücke"-Zeit.
• Großformatige, intime Skizze aus dem Atelier des Künstlers.
• Das Dresdener Atelier in der Berliner Straße 80 ist in diesen Jahren nicht nur Lebens- und Arbeitsraum der "Brücke"-Künstler, sondern auch Treffpunkt weiblicher Amateurmodelle.
• Vermutlich zeigt Kirchner hier das über Postkarten überlieferte Modell "Fritzi" (Postkarte an Erich Heckel, 2.11.1909).
• Mit wenigen gekonnt gesetzten Konturen beschreibt Kirchner die weibliche Figur im sie umgebenden Interieur.
Wir danken Herrn Prof. Dr. Dr. Gerd Presler für wissenschaftliche Hinweise.
PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946).
Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, München (1954).
Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg (mit dem Sammlerstempel, Lugt 6032).
AUSSTELLUNG: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001).
Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017).
Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022).
LITERATUR: Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 140, SHG-Nr. 118 (m. Abb.).
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 301, SHG-Nr. 679 (m. Abb.).
Charakteristische Aktzeichnung von beeindruckendem Format. Vorwiegend in den Bildecken knittrig, mit einigen Quetschfalten und Knickspuren. Die linke und rechte Bildkante leicht unregelmäßig, die rechte mit vereinzelten kleinen Einrissen, verso zum Teil hinterlegt. Die Zeichnung leicht berieben.
Schwarze Kreidezeichnung.
Verso mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der handschriftlichen Registriernummer "K Dre / Bg 119". Auf bräunlichem, festem Velin. 60 x 49,6 cm (23,6 x 19,5 in), blattgroß.
Die Datierung 1909/1910 ergibt sich zum einen über die motivisch ähnliche Postkarte "Tanzender Kirchner im neuen Atelier" mit männlichem Akt, die Kirchner am 2. November 1909 an Erich Heckel schickt, sowie über die schwarze Kreidezeichnung "Akte im Atelier" auf Karton mit denselben Maßen aus der Sammlung von Dr. E. W. Kornfeld, entstanden nach dem 2.11.1909. [CH].
• Aus der gesuchten Dresdener "Brücke"-Zeit.
• Großformatige, intime Skizze aus dem Atelier des Künstlers.
• Das Dresdener Atelier in der Berliner Straße 80 ist in diesen Jahren nicht nur Lebens- und Arbeitsraum der "Brücke"-Künstler, sondern auch Treffpunkt weiblicher Amateurmodelle.
• Vermutlich zeigt Kirchner hier das über Postkarten überlieferte Modell "Fritzi" (Postkarte an Erich Heckel, 2.11.1909).
• Mit wenigen gekonnt gesetzten Konturen beschreibt Kirchner die weibliche Figur im sie umgebenden Interieur.
Wir danken Herrn Prof. Dr. Dr. Gerd Presler für wissenschaftliche Hinweise.
PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946).
Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, München (1954).
Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg (mit dem Sammlerstempel, Lugt 6032).
AUSSTELLUNG: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001).
Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017).
Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022).
LITERATUR: Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 140, SHG-Nr. 118 (m. Abb.).
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 301, SHG-Nr. 679 (m. Abb.).
Charakteristische Aktzeichnung von beeindruckendem Format. Vorwiegend in den Bildecken knittrig, mit einigen Quetschfalten und Knickspuren. Die linke und rechte Bildkante leicht unregelmäßig, die rechte mit vereinzelten kleinen Einrissen, verso zum Teil hinterlegt. Die Zeichnung leicht berieben.
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