Auktion: 22 / Online Sale am 12.06.2022 → Lot 122000014
122000014
Ernst Ludwig Kirchner
Garten Staberhof, Fehmarn - Herrenhaus im Park, 1913.
Lithografie
Schätzung:
€ 8.000 Ergebnis:
€ 8.750 (inklusive Aufgeld)
122000014
Ernst Ludwig Kirchner
Garten Staberhof, Fehmarn - Herrenhaus im Park, 1913.
Lithografie
Schätzung:
€ 8.000 Ergebnis:
€ 8.750 (inklusive Aufgeld)
Garten Staberhof, Fehmarn – Herrenhaus im Park. 1913.
Lithografie.
Gercken 631. Dube L 226. Schiefler L 211. Signiert und bezeichnet "Handdruck". Verso bezeichnet "Herrenhaus im Park. 12 / Litho E L Kirchner / Davos-Frauenkirch" sowie mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der handschriftlichen Registriernummer "L 211 I". Eines von 7 bekannten Exemplaren. Auf satiniertem Velin. 31,5 x 42,2 cm (12,4 x 16,6 in). Papier: 39,1 x 50,3 cm (15,4 x 19,8 in).
[AM].
• Blatt von großer Seltenheit
• Dynamische Landschaftsdarstellung aus der besten Schaffenszeit des Künstlers
• Neben mehreren Arbeiten in grafischen Medien setzt Kirchner dieses Motiv in drei Gemälden (u. a. Hamburger Kunsthalle) um.
PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946).
Sammlung Blohm, Hamburg (seit 2003).
LITERATUR: Galerie Kornfeld, Bern, Auktion 230, 20.6.2003, Los 84.
Nachdem Kirchner 1908 das erste mal nach Fehmarn gereist war, verbringt er in den Jahren 1912 bis 1914 die Sommer auf der idyllischen Ostseeinsel. Dort entstehen Darstellungen in verschiedenen künstlerischen Medien, über die Kirchner in einem Brief an Gustav Schiefler berichtet: "[…] ich habe dort Bilder gemalt von absoluter Reife, soweit ich das selbst beurteilen kann. Ocker, blau, grün sind die Farben von Fehmarn, wundervolle Küstenbildung, manchmal von Südseereichtum [..]“ (Wolfgang Henze [Bearb.], Ernst Ludwig Kirchner, Gustav Schiefler, Briefwechsel 1910-1935/38, Stuttgart/Zürich 1990, S. 61, Nr. 33.).
Zum Motiv seiner Arbeiten erhebt Kirchner während dieser Zeit auch das Gut Staberhof im Südosten der Insel. In drei Gemälden und mehreren Zeichnungen hält er es aus verschiedenen Blickwinkeln fest. Dieser motivischen Reihe ist auch die angebotene Lithografie zuzuordnen, die Kirchner wohl nach der Rückkehr in sein Berliner Atelier auf eindrückliche Weise in dem druckgrafischen Medium umsetzt.
Wie in zahlreichen weiteren seiner grafischen Arbeiten gelingt es Kirchner hier, trotz der kräftigen Kontursetzung eine Darstellung voller Dynamik zu entwickeln. Besonders aufgrund seines einzigartigen Umgangs mit diesen künstlerischen Stilmitteln schaffte er auch mit diesem Blatt eine Arbeit mit der für Kirchner charakteristischen, expressiven Ausdruckskraft.
In guter Erhaltung. Mit sehr vereinzelten, bräunlichen (Wasser-)Fleckchen, überwiegend im Randbereich. Dort mit wenigen, winzigen Löchlein. Die rechte untere Blattecke minimal bestoßen. Am oberen linken Blattrand mit Spuren einer Heftung mit einer Büroklammer.
Lithografie.
Gercken 631. Dube L 226. Schiefler L 211. Signiert und bezeichnet "Handdruck". Verso bezeichnet "Herrenhaus im Park. 12 / Litho E L Kirchner / Davos-Frauenkirch" sowie mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der handschriftlichen Registriernummer "L 211 I". Eines von 7 bekannten Exemplaren. Auf satiniertem Velin. 31,5 x 42,2 cm (12,4 x 16,6 in). Papier: 39,1 x 50,3 cm (15,4 x 19,8 in).
[AM].
• Blatt von großer Seltenheit
• Dynamische Landschaftsdarstellung aus der besten Schaffenszeit des Künstlers
• Neben mehreren Arbeiten in grafischen Medien setzt Kirchner dieses Motiv in drei Gemälden (u. a. Hamburger Kunsthalle) um.
PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946).
Sammlung Blohm, Hamburg (seit 2003).
LITERATUR: Galerie Kornfeld, Bern, Auktion 230, 20.6.2003, Los 84.
Nachdem Kirchner 1908 das erste mal nach Fehmarn gereist war, verbringt er in den Jahren 1912 bis 1914 die Sommer auf der idyllischen Ostseeinsel. Dort entstehen Darstellungen in verschiedenen künstlerischen Medien, über die Kirchner in einem Brief an Gustav Schiefler berichtet: "[…] ich habe dort Bilder gemalt von absoluter Reife, soweit ich das selbst beurteilen kann. Ocker, blau, grün sind die Farben von Fehmarn, wundervolle Küstenbildung, manchmal von Südseereichtum [..]“ (Wolfgang Henze [Bearb.], Ernst Ludwig Kirchner, Gustav Schiefler, Briefwechsel 1910-1935/38, Stuttgart/Zürich 1990, S. 61, Nr. 33.).
Zum Motiv seiner Arbeiten erhebt Kirchner während dieser Zeit auch das Gut Staberhof im Südosten der Insel. In drei Gemälden und mehreren Zeichnungen hält er es aus verschiedenen Blickwinkeln fest. Dieser motivischen Reihe ist auch die angebotene Lithografie zuzuordnen, die Kirchner wohl nach der Rückkehr in sein Berliner Atelier auf eindrückliche Weise in dem druckgrafischen Medium umsetzt.
Wie in zahlreichen weiteren seiner grafischen Arbeiten gelingt es Kirchner hier, trotz der kräftigen Kontursetzung eine Darstellung voller Dynamik zu entwickeln. Besonders aufgrund seines einzigartigen Umgangs mit diesen künstlerischen Stilmitteln schaffte er auch mit diesem Blatt eine Arbeit mit der für Kirchner charakteristischen, expressiven Ausdruckskraft.
In guter Erhaltung. Mit sehr vereinzelten, bräunlichen (Wasser-)Fleckchen, überwiegend im Randbereich. Dort mit wenigen, winzigen Löchlein. Die rechte untere Blattecke minimal bestoßen. Am oberen linken Blattrand mit Spuren einer Heftung mit einer Büroklammer.
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