Auktion: 22 / Online Sale am 15.10.2024 → Lot 122000439
122000439
Ernst Ludwig Kirchner
Laufende Badende, 1909.
Kreidezeichnung
Schätzung:
€ 6.000 Ergebnis:
€ 8.636 (inklusive Aufgeld)
122000439
Ernst Ludwig Kirchner
Laufende Badende, 1909.
Kreidezeichnung
Schätzung:
€ 6.000 Ergebnis:
€ 8.636 (inklusive Aufgeld)
Laufende Badende. 1909.
Schwarze Kreidezeichnung.
Verso mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der zum Teil schwer leserlichen handschriftlichen Registriernummer "K Dre / Bf [..] 3". Auf chamoisfarbenem Velin. 36,4 x 46,1 cm (14,3 x 18,1 in), blattgroß. [CH].
• Bereits zu Lebzeiten des Künstlers erstmals publiziert.
• Die ungezwungene Nacktheit der Badenden an den Moritzburger Teichen ist E. L. Kirchner und seinen Künstlerkollegen der "Brücke" eine wichtige Quelle der Inspiration: Wohl kein anderes Motiv ist so charakteristisch für ihr expressionistisches Schaffen.
• Zur gleichen Zeit schafft Kirchner u. a. die Gemälde "Badende in Moritzburg" (1909/26, Tate London) und "Badende" (1909, Von der Heydt-Museum, Wuppertal).
• Der im selben Jahr entstandene Farbholzschnitt "Mit Schilf werfende Badende" (Stedelijk Museum, Amsterdam, Gercken 375) zeigt eine in Haltung und Position sehr ähnliche Figurenkomposition.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach/Bern, dokumentiert.
PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946).
Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, Stuttgart (1954).
Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg (mit dem Sammlerstempel, Lugt 6032).
AUSSTELLUNG: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001).
Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017).
Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022).
LITERATUR: Will Grohmann, Zeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner, Dresden 1925, Kat.-Nr. 24.
Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 145, SHG-Nr. 131 (m. Abb.).
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 304, SHG-Nr. 689 (m. Abb.).
"Wir lebten in absoluter Harmonie, arbeiteten und badeten. Fehlte als Gegenpol ein männliches Modell, so sprang einer von uns dreien in die Bresche."
Max Pechstein über das gemeinsame Arbeiten der "Brücke"-Künstler an den Moritzburger Seen, in: Erinnerungen, hrsg. von Leopold Reidemeister, Wiesbaden 1960, S. 41-43.
Charakteristische Aktzeichnung von größerem Format und mit gutem Gesamteindruck. An den Blatträndern und in den Blattecken etwas gebräunt. Die obere Blattkante leicht unregelmäßig, dort sowie an der rechten Blattkante oben mit einzelnen winzigen Papierverlusten. Einzelne punktuelle Braunfleckchen. Vereinzelte Knickspuren und Quetschfalten, vorwiegend im Bereich der Blattecken, in der oberen linken eine etwas deutlichere Knickspur. In der oberen und rechten Blattkante vereinzelte winzige geschlossene Einrisschen. Am oberen Blattrand links und rechts mit leichten Papierausdünnungen (bei Gegenlicht sichtbar). Winzige Einstichlöchlein in den Blattecken, wohl vom Schaffensprozess herrührend.
Schwarze Kreidezeichnung.
Verso mit dem Nachlassstempel des Kunstmuseums Basel (Lugt 1570 b) und der zum Teil schwer leserlichen handschriftlichen Registriernummer "K Dre / Bf [..] 3". Auf chamoisfarbenem Velin. 36,4 x 46,1 cm (14,3 x 18,1 in), blattgroß. [CH].
• Bereits zu Lebzeiten des Künstlers erstmals publiziert.
• Die ungezwungene Nacktheit der Badenden an den Moritzburger Teichen ist E. L. Kirchner und seinen Künstlerkollegen der "Brücke" eine wichtige Quelle der Inspiration: Wohl kein anderes Motiv ist so charakteristisch für ihr expressionistisches Schaffen.
• Zur gleichen Zeit schafft Kirchner u. a. die Gemälde "Badende in Moritzburg" (1909/26, Tate London) und "Badende" (1909, Von der Heydt-Museum, Wuppertal).
• Der im selben Jahr entstandene Farbholzschnitt "Mit Schilf werfende Badende" (Stedelijk Museum, Amsterdam, Gercken 375) zeigt eine in Haltung und Position sehr ähnliche Figurenkomposition.
Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach/Bern, dokumentiert.
PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers (Davos 1938, Kunstmuseum Basel 1946).
Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, Stuttgart (1954).
Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg (mit dem Sammlerstempel, Lugt 6032).
AUSSTELLUNG: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001).
Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017).
Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022).
LITERATUR: Will Grohmann, Zeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner, Dresden 1925, Kat.-Nr. 24.
Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 145, SHG-Nr. 131 (m. Abb.).
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 304, SHG-Nr. 689 (m. Abb.).
"Wir lebten in absoluter Harmonie, arbeiteten und badeten. Fehlte als Gegenpol ein männliches Modell, so sprang einer von uns dreien in die Bresche."
Max Pechstein über das gemeinsame Arbeiten der "Brücke"-Künstler an den Moritzburger Seen, in: Erinnerungen, hrsg. von Leopold Reidemeister, Wiesbaden 1960, S. 41-43.
Charakteristische Aktzeichnung von größerem Format und mit gutem Gesamteindruck. An den Blatträndern und in den Blattecken etwas gebräunt. Die obere Blattkante leicht unregelmäßig, dort sowie an der rechten Blattkante oben mit einzelnen winzigen Papierverlusten. Einzelne punktuelle Braunfleckchen. Vereinzelte Knickspuren und Quetschfalten, vorwiegend im Bereich der Blattecken, in der oberen linken eine etwas deutlichere Knickspur. In der oberen und rechten Blattkante vereinzelte winzige geschlossene Einrisschen. Am oberen Blattrand links und rechts mit leichten Papierausdünnungen (bei Gegenlicht sichtbar). Winzige Einstichlöchlein in den Blattecken, wohl vom Schaffensprozess herrührend.
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