
726
Christian Rohlfs
Collegio-Kirche in Ascona, 1927.
Kreide
Schätzung:
€ 7.000 Ergebnis:
€ 8.750 (inkl. Käuferaufgeld)
726
Christian Rohlfs
Collegio-Kirche in Ascona, 1927.
Kreide
Schätzung:
€ 7.000 Ergebnis:
€ 8.750 (inkl. Käuferaufgeld)
Blaue Kreide und Rötel
Nicht bei Vogt. Rechts unten monogrammiert und datiert. Auf Japanbütten. 39 x 46 cm (15,3 x 18,1 in), blattgroß
Mit einer schriftlichen Echtheitsbestätigung des Christian Rohlfs Archivs am Osthaus Museum Hagen vom 1. August 2011. Die Arbeit wird unter der Nummer CRA 23/11 in das Christian Rohlfs Archiv aufgenommen.
AUSSTELLUNG: Christian Rohlfs 1849-1938. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphiken, Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf, 7.5. - 31.7.1993, Kat.Nr. 67, S. 82-83 (mit Farbabb).
Christian Rohlfs (1849-1938), Galerie Margret Heuser, Düsseldorf, 3.11. - 15.12.2010, Kat.Nr. 44 (mit Farbabb.).
Als Christian Rohls 1927 erstmals auf Anraten seines Arztes ins Tessin reist, ist der Maler bereits 78 Jahre alt. Obwohl ihm der Ortswechsel schwer fällt, weichen seine anfänglichen Vorbehalte jedoch bald zugunsten einer zunehmenden Begeisterung für die stimmungsvolle Landschaft um Ascona. Rohlfs bringt seine Eindrücke der italienischen Landschaft und Architektur teils unmittelbar in der Natur zur Papier, teils jedoch hält er seinen Augeneindruck auch erst im Atelier fest. Anhand des künstlerischen Ergebnisses sind beide Arbeitsweisen kaum voneinander zu unterscheiden, denn in beiden Fällen verdichten sich - wie auch im vorliegenden Blatt, welches während Rohlfs' erstem Ascona-Aufenthalt entstanden ist - Sinneneindruck, Erinnerung und Phantasie zu einer "neuen Metamorphose des Gegenständlichen" (zit. nach Paul Vogt, Christian Rohlfs 1849-1938. Aquarelle - Wassertemperablätter - Zeichnungen, Recklinghausen 1988, S. 73). Durch die neue Umgebung und das südliche Licht findet Rohlfs zu einer gesteigerten Intensität der Farbe. Der Kontrast aus Rot und Blau wird für ihn fortan zum bevorzugten und charakteristischen Ausdrucksmittel, welcher auch für die in zeichnerischer Meisterschaft und expressivem Duktus niedergeworfene Silhouette der Collegio-Kirche von Ascona grundlegend ist. Der Bildgegenstand scheint sich in dieser reifen Schöpfung vor dem in zeichnerischer Souveränität großflächig stehengelassenen Zeichengrund in ein dynamisches Spiel von Farbe und Form aufzulösen. [JS].
Nicht bei Vogt. Rechts unten monogrammiert und datiert. Auf Japanbütten. 39 x 46 cm (15,3 x 18,1 in), blattgroß
Mit einer schriftlichen Echtheitsbestätigung des Christian Rohlfs Archivs am Osthaus Museum Hagen vom 1. August 2011. Die Arbeit wird unter der Nummer CRA 23/11 in das Christian Rohlfs Archiv aufgenommen.
AUSSTELLUNG: Christian Rohlfs 1849-1938. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphiken, Galerie Remmert und Barth, Düsseldorf, 7.5. - 31.7.1993, Kat.Nr. 67, S. 82-83 (mit Farbabb).
Christian Rohlfs (1849-1938), Galerie Margret Heuser, Düsseldorf, 3.11. - 15.12.2010, Kat.Nr. 44 (mit Farbabb.).
Als Christian Rohls 1927 erstmals auf Anraten seines Arztes ins Tessin reist, ist der Maler bereits 78 Jahre alt. Obwohl ihm der Ortswechsel schwer fällt, weichen seine anfänglichen Vorbehalte jedoch bald zugunsten einer zunehmenden Begeisterung für die stimmungsvolle Landschaft um Ascona. Rohlfs bringt seine Eindrücke der italienischen Landschaft und Architektur teils unmittelbar in der Natur zur Papier, teils jedoch hält er seinen Augeneindruck auch erst im Atelier fest. Anhand des künstlerischen Ergebnisses sind beide Arbeitsweisen kaum voneinander zu unterscheiden, denn in beiden Fällen verdichten sich - wie auch im vorliegenden Blatt, welches während Rohlfs' erstem Ascona-Aufenthalt entstanden ist - Sinneneindruck, Erinnerung und Phantasie zu einer "neuen Metamorphose des Gegenständlichen" (zit. nach Paul Vogt, Christian Rohlfs 1849-1938. Aquarelle - Wassertemperablätter - Zeichnungen, Recklinghausen 1988, S. 73). Durch die neue Umgebung und das südliche Licht findet Rohlfs zu einer gesteigerten Intensität der Farbe. Der Kontrast aus Rot und Blau wird für ihn fortan zum bevorzugten und charakteristischen Ausdrucksmittel, welcher auch für die in zeichnerischer Meisterschaft und expressivem Duktus niedergeworfene Silhouette der Collegio-Kirche von Ascona grundlegend ist. Der Bildgegenstand scheint sich in dieser reifen Schöpfung vor dem in zeichnerischer Souveränität großflächig stehengelassenen Zeichengrund in ein dynamisches Spiel von Farbe und Form aufzulösen. [JS].
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