217
Ernst Ludwig Kirchner
Tanzkapelle, Um 1909.
Kohlezeichnung
Schätzung:
€ 18.000 Ergebnis:
€ 35.000 (inkl. Käuferaufgeld)
217
Ernst Ludwig Kirchner
Tanzkapelle, Um 1909.
Kohlezeichnung
Schätzung:
€ 18.000 Ergebnis:
€ 35.000 (inkl. Käuferaufgeld)
Tanzkapelle. Um 1909.
Kohlezeichnung und farbige Kreide.
Rechts oben signiert und "04-05" datiert. Am Unterrand mit einer Widmung von 1929, diese signiert und datiert. Auf leicht chamoisfarbenem Velin. 34 x 45 cm (13,3 x 17,7 in), Blattgröße.
Spontane, rhythmisch bewegte Zeichnung aus den besten Schaffensjahren des Künstlers.
Die Arbeit ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach/Bern, verzeichnet.
PROVENIENZ: Sammlung Dr. Bauer, Davos.
Sammlung Rüdiger Graf von der Goltz, Düsseldorf.
Dr. Dr. Kurt Wessing, Düsseldorf.
Privatsammlung.
AUSSTELLUNG: Ernst Ludwig Kirchner aus Privatbesitz. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Grafik, Kunsthalle Bielefeld, Richard Kaselowsky-Haus, 14.9.-26.10.1969, Kat.-Nr. 31 mit Abb. S. 19.
LITERATUR: Ausst.-Kat. Ernst Ludwig Kirchner. Gemälde und Graphik der Sammlung Dr. F. Bauer - Davos, Nürnberg 1952, Nr. 40.
Kohlezeichnung und farbige Kreide.
Rechts oben signiert und "04-05" datiert. Am Unterrand mit einer Widmung von 1929, diese signiert und datiert. Auf leicht chamoisfarbenem Velin. 34 x 45 cm (13,3 x 17,7 in), Blattgröße.
Spontane, rhythmisch bewegte Zeichnung aus den besten Schaffensjahren des Künstlers.
Die Arbeit ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach/Bern, verzeichnet.
PROVENIENZ: Sammlung Dr. Bauer, Davos.
Sammlung Rüdiger Graf von der Goltz, Düsseldorf.
Dr. Dr. Kurt Wessing, Düsseldorf.
Privatsammlung.
AUSSTELLUNG: Ernst Ludwig Kirchner aus Privatbesitz. Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Grafik, Kunsthalle Bielefeld, Richard Kaselowsky-Haus, 14.9.-26.10.1969, Kat.-Nr. 31 mit Abb. S. 19.
LITERATUR: Ausst.-Kat. Ernst Ludwig Kirchner. Gemälde und Graphik der Sammlung Dr. F. Bauer - Davos, Nürnberg 1952, Nr. 40.
Viele von Ernst Ludwig Kirchners Zeichnungen haben eine Präsenz des Augenblicklichen, ohne dabei an Wirkung einzubüßen. Die orientalische Tanzkapelle, die Kirchner hier zeichnet, ist ganz in ihrem rhythmischen Schwung der Interpretation festgehalten. Der sichere Strich umreißt die Gestalten der Kapelle, und die Gesamtkompositon suggeriert eine Atmosphäre, wie sie Kirchner intuitiv erfasst hat. Da ist kein Strich zu viel und keiner zu wenig. Den Tanzenden in ihrer lockeren Gestik links steht die Gruppe der Musiker gegenüber, deren Geschlossenheit einen reizvollen Gegensatz zu den Tanzenden bildet. Ernst Ludwig Kirchner, der seinen Zeichnungen eine besondere Bedeutung in seinem Gesamtschaffen zuwies, hat solch gelungene Blätter oft später signiert und sie mit einer früheren Datierung versehen als es ihre stilistische Zuordnung im Gesamtwerk zulässt. Das mindert nicht ihre Bedeutung. Sie stehen für eine einmalige Zeichenkunst, die fern aller Datierungswünsche in ihrer Zeit singulär zu werten ist.
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