14
Carl Spitzweg
Wanderer in der Gebirgsschlucht bei Gewitter, Ca. 1860.
Öl auf Papier
Schätzung:
€ 9.000
Ergebnis:
€ 11.250

(inkl. Käuferaufgeld)
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Carl Spitzweg
Wanderer in der Gebirgsschlucht bei Gewitter, Ca. 1860.
Öl auf Papier
Schätzung:
€ 9.000
Ergebnis:
€ 11.250

(inkl. Käuferaufgeld)
 

Wanderer in der Gebirgsschlucht bei Gewitter. Ca. 1860er Jahre.
Öl auf Papier, auf Malpappe aufgezogen.
Vgl. Wichmann 1486, 1494, 1495. Rechts unten mit dem Rhombus. 18 x 11,8 cm (7 x 4,6 in). [CB].

Mit einem Gutachten von Prof. Dr. Hermann Uhde-Bernays, Starnberg, 20. Januar 1935 (reg.fol. 409).

PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.

"Die Felsenschlucht, der Engpaß oder die Bergspalte sind ein Bildthema des ausgehenden 18. Jahrhunderts in Europa, jedoch auch des Klassizismus, der deutschen Romantik und des Realismus. […] Carl Spitzweg hatte schon frühzeitig die Felsenschlucht als Bildthema für sich entdeckt und er hat den stimmungsvollen Gesteinsengpaß bis in das hohe Alter gestaltet. Er kannte die Felsenschluchten der bayerischen und österreichischen Alpen genau, die Liechtenstein und Kitzloch-Klamm, aber auch den Klammpaß bei Lend in Tirol. Vor allem hatte ihn die Höllental-Klamm an der Zugspitze beeindruckt. […] Die dräuenden Felsklippen mit den steilen Wänden, die abgedunkelten Lichtsituationen mit dem hellen Himmelsfleck über den Kanten der Felsen haben den Maler zu vielfältigen Variationen des Themas angeregt, denn die schroffen Gesteinspartien, die Verwerfungen und Zerklüftungen sind in seinen Darstellungen vor allen Dingen in den Zeichnungen detailliert wiedergegeben." (Siegfried Wichmann, Carl Spitzweg 1808-1885. Die Wanderwege 1. Das Motiv der Felsenschlucht im Werk von Carl Spitzweg, Sindelfingen, ca. 1976, S. 6).
Spitzwegs Begeisterung für die Natur zieht sich durch sein gesamtes Œuvre. Nach einer Paris-Reise im Jahr 1851 und der Begegnung mit den Malern der Schule von Barbizon geht er immer mehr zur Freilichtmalerei über. So entstehen auf seinen Wanderungen durch die oberbayrische Gegend zahlreiche kleine Landschaften in schmalem Quer- oder Hochformat, die zu einem zentralen Thema in seinem Œuvre werden. In den kleinen Staffagefiguren der Landschaften zeigt sich der für Spitzweg so typische Humor seiner bekannten Genreszenen.





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