207
Ernst Ludwig Kirchner
Badende, 1905.
Farbige Kreide
Schätzung:
€ 15.000
Ergebnis:
€ 17.500

(inkl. Käuferaufgeld)
207
Ernst Ludwig Kirchner
Badende, 1905.
Farbige Kreide
Schätzung:
€ 15.000
Ergebnis:
€ 17.500

(inkl. Käuferaufgeld)
 

Badende. 1905.
Farbige Kreide über Bleistift.
Rechts unten signiert und datiert. Verso signiert, datiert, betitelt und bezeichnet "Dresdner Zeit". Dieses Werk ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv Wichtrach/Bern unter dem Titel "Badende an den Moritzburger Seen, (Badende)" dokumentiert. Auf bräunlichem glattem Velin. 15,2 x 20,8 cm (5,9 x 8,1 in), blattgroß.
Es handelt sich um eine Studie zu dem Gemälde "Badende in Moritzburg" (Gordon 93). [EH].

PROVENIENZ: Privatsammlung Düsseldorf
Galerie Ludorff, Düsseldorf 1987, Katalog 47 Abb.S.89
Hauswedell & Nolte, Auktion 277, 1989, Lot 620, Tafel 100.

AUSSTELLUNG: Ernst Ludwig Kirchner aus Privatbesitz, Kunsthalle der Stadt Bielefeld 1969, Kat.Nr. 28 m.Abb.

Den Zeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner ist lange nicht die Beachtung geschenkt worden, die seinen Gemälden bereits sicher war. Und doch sind sie ein so elementarer Bestandteil im Gesamtschaffen des Künstlers, dass sie, kaum vergleichbar mit dem zeichnerischen Schaffen seiner Malerkollegen sowohl was den Umfang als auch die Aussage betrifft, als ein eigenständiger Werkkomplex betrachtet werden sollten. Kirchner geht es weniger um die Schilderung einer Situation als um die Gesamtwirkung der Zeichnung, die, selten genug um diese Zeit, weniger als Vorarbeit zu einem späteren Werk gesehen werden soll, sondern trotz ihrer scheinbar flüchtigen Ausarbeitung als originärer Bestandteil einer eigenständigen Kunstgattung, deren intensive Ausübung Kirchners oberstes Anliegen war. In Selbstzeugnissen hat er sich mehrfach zu seiner Art zu zeichnen geäußert und immer ist darin zu erkennen, wie wichtig ihm die Zeichnung war. Das vorliegende Blatt zeigt alle Vorzüge seiner Suche nach einer Authentizität des spontan Erfassten. Die Badenden sind in verschiedenen Posen ins Bild gruppiert. Gleichzeitig ist die Arbeit ein hervorragendes Beispiel für den souveränen Umgang mit der Farbe, die hier als besonders belebendes Element in die Komposition eingeführt wird.





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