252
Sigmund Freud
Eigh. Brief m. U. an seinen Sohn Ernst, 1938.
Schätzpreis: € 3.000
252
Sigmund Freud
Eigh. Brief m. U. an seinen Sohn Ernst, 1938.
Schätzpreis: € 3.000
Sigmund Freud
Begründer der Psychoanalyse, 1856-1939. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Papa". Auf Briefpapier mit Druckkopf "Prof. Dr. Freud - Wien, IX., Berggasse 19". Wien, 12. Mai 1938. 2 Bll. 4 S. 23 : 15 cm.
Ausführlicher und inhaltsreicher Brief an den Sohn Ernst, kurz vor der Emigration von Freuds Familie nach London.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich am 12. März 1938 schrieb Freud kurz vor seiner Abreise ins Londoner Exil an seinen Sohn Ernst: ".. Ich schreibe Dir ohne äußeren Anlaß, weil ich hier ohnmächtig und unthätig sitze, während Anna alle Wege macht mit allen Ämtern verkehrt, alle Geschäfte erledigt. Man kann die Reise schon sehen. Wir warten nur noch auf die 'Unbedenklichkeitserklärung' der Steuer, die innerhalb einer Woche kommen soll. Martin wird mit den Seinigen wahrscheinlich vor uns weggehen, Frau u. Tochter in Paris lassen, mit dem Buben nach London kommen. Er hofft, und wir alle mit ihm, daß dies praktisch das Ende seiner unglückliche Ehe sein wird. Sie ist nicht nur bösartig meschugge sondern auch im ärztlichen Sinn verrückt. Aber was fängt er dann in England an? Er kann ohne Frau(en) nicht leben und die Art Freiheit, die er sich hier gestattet hat, findet er dort nicht wieder .." Der Sohn Jean-Martin heiratete 1919 Esti Drucker. Ihr wurde im Jahr 1938 aus rassistischen Gründen der Lehrauftrag an der Wiener Universität entzogen. Das Ehepaar hatte sich schon vorher auseinandergelebt. Martin emigrierte mit dem Sohn Walter nach London während Esti mit der Tochter Sophie zunächst nach Paris zog, wo ihre Schwestern lebten.
Weiter schreibt Freud von der geplanten Reise über Paris, dem Transport seiner Hündin Lün, seinen Geldproblemen und der Sorge sich in der neuen Heimat nicht einleben zu können "..Ich vergleich mich manchmal mit dem alten Jakob, den seine Kinder auch im hohen Alter nach Aegypten mitgenommen haben wie uns Hr. Mann im nächstern Roman schildern wird. Hoffentlich folgt nicht darauf wie dereinst ein Auszug aus Aegypten. Es ist Zeit, daß Ahasver irgendwo zur Ruhe kommt".
- PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.
Dabei: Eigh. Briefumschlag an Prof. Ludwig Hopf in Aachen.
Detailed and informative letter to his son Ernst, written shortly before Freud's family emigrated from Vienna to London. Autograph letter signed "Papa". On letterhead printed with "Prof. Dr. Freud - Vienna, IX., Berggasse 19". Vienna, May 12, 1938. 2 leaves, 4 pages. 23 : 15 cm. Significant French private collection.
Begründer der Psychoanalyse, 1856-1939. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "Papa". Auf Briefpapier mit Druckkopf "Prof. Dr. Freud - Wien, IX., Berggasse 19". Wien, 12. Mai 1938. 2 Bll. 4 S. 23 : 15 cm.
Ausführlicher und inhaltsreicher Brief an den Sohn Ernst, kurz vor der Emigration von Freuds Familie nach London.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in Österreich am 12. März 1938 schrieb Freud kurz vor seiner Abreise ins Londoner Exil an seinen Sohn Ernst: ".. Ich schreibe Dir ohne äußeren Anlaß, weil ich hier ohnmächtig und unthätig sitze, während Anna alle Wege macht mit allen Ämtern verkehrt, alle Geschäfte erledigt. Man kann die Reise schon sehen. Wir warten nur noch auf die 'Unbedenklichkeitserklärung' der Steuer, die innerhalb einer Woche kommen soll. Martin wird mit den Seinigen wahrscheinlich vor uns weggehen, Frau u. Tochter in Paris lassen, mit dem Buben nach London kommen. Er hofft, und wir alle mit ihm, daß dies praktisch das Ende seiner unglückliche Ehe sein wird. Sie ist nicht nur bösartig meschugge sondern auch im ärztlichen Sinn verrückt. Aber was fängt er dann in England an? Er kann ohne Frau(en) nicht leben und die Art Freiheit, die er sich hier gestattet hat, findet er dort nicht wieder .." Der Sohn Jean-Martin heiratete 1919 Esti Drucker. Ihr wurde im Jahr 1938 aus rassistischen Gründen der Lehrauftrag an der Wiener Universität entzogen. Das Ehepaar hatte sich schon vorher auseinandergelebt. Martin emigrierte mit dem Sohn Walter nach London während Esti mit der Tochter Sophie zunächst nach Paris zog, wo ihre Schwestern lebten.
Weiter schreibt Freud von der geplanten Reise über Paris, dem Transport seiner Hündin Lün, seinen Geldproblemen und der Sorge sich in der neuen Heimat nicht einleben zu können "..Ich vergleich mich manchmal mit dem alten Jakob, den seine Kinder auch im hohen Alter nach Aegypten mitgenommen haben wie uns Hr. Mann im nächstern Roman schildern wird. Hoffentlich folgt nicht darauf wie dereinst ein Auszug aus Aegypten. Es ist Zeit, daß Ahasver irgendwo zur Ruhe kommt".
- PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.
Dabei: Eigh. Briefumschlag an Prof. Ludwig Hopf in Aachen.
Detailed and informative letter to his son Ernst, written shortly before Freud's family emigrated from Vienna to London. Autograph letter signed "Papa". On letterhead printed with "Prof. Dr. Freud - Vienna, IX., Berggasse 19". Vienna, May 12, 1938. 2 leaves, 4 pages. 23 : 15 cm. Significant French private collection.
Aufgeld und Steuern zu Sigmund Freud "Eigh. Brief m. U. an seinen Sohn Ernst"
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Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 34 %, Teilbeträge über € 200.000 29 % Aufgeld.
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Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 27%, Teilbeträge über € 200.000 22 % Aufgeld.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
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