Auktion: 604 / Rare Books am 18.05.2026 in Hamburg → Lot 426000169
426000169
Johann Wolfgang von Goethe
Brief von Schreiberhand an Boie 1797. Dabei: Brief von Unbekannt an Boie 1778
Schätzpreis: € 4.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
426000169
Johann Wolfgang von Goethe
Brief von Schreiberhand an Boie 1797. Dabei: Brief von Unbekannt an Boie 1778
Schätzpreis: € 4.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Johann Wolfgang von Goethe
Brief von Schreiberhand (J. L. Geist) mit Unterschrift "Goethe". Jena, 6. Juni 1797. 1 S. 19 : 18,5 cm.
Letzter Brief Goethes an Heinrich Christian Boie. "Gern erinnere ich mich der Zeit unserer ersten Verhältnisse .."
Der letzte Brief an Boie, und laut Überlieferung der einzige nach über 22 Jahren Briefpause.
"[Ew. Wohlgeb. für den gütig abgetretnen Cellini] zu danken war schon lange meine Schuldigkeit und mein Vorsatz, da ich aber wünschte, die dadurch in Ihrer Bibliothek entstandene Lücke, wenigstens wieder mit einigen Bänden auszufüllen; so mußte ich auf die Ankunft der Sammlung warten welche hierbey folgt. Wir Autoren sind meistens an gutem Willen reicher als an vollständigen Exemplaren unserer Schrifften, nehmen Sie in dieser Rücksicht diese verspätete Gabe freundlich an. - Gern erinnere ich mich der Zeit unserer ersten Verhältnisse, wie manches hat sich seitdem an Menschen und Dingen verändert. Sollten wir uns einmal wieder finden, so würde, nach einer so langen Pause, die Vergleichung des Vergangenen mit dem Gegenwärtigen uns zur interessanten Unterhaltung dienen. Ich freue mich zu hören daß Sie sich wohlbefinden und empfehle mich Ihrem ferneren gütigen Andenken .."
Goethe hatte sich von Boie im Jahr zuvor die englische Übersetzung der Autobiographie von Benvenuto Cellini ausgeliehen, die ihm neben der italienischen Originalausgabe als Grundlage für seine eigene Übertragung diente. Als Dank schickte er Boie seine achtbändigen Schriften . - Zu Goethes Erinnerung an die Zeit ihrer "ersten Verhältnisse" siehe seinen ebenfalls bei uns angebotenen Brief an Boie von 1774 (in unserer Abendauktion).
- ZUSTAND: Oberer Rand abgerissen, dadurch Verlust der ersten Zeile. Tls. mit kl. Randläsuren. - PROVENIENZ: Aus dem Nachlaß der Familie Chalybaeus, Kiel.
Dabei: Brief von unbekannter Hand an H. C. Boie. Wetzlar [Juni 1778?]. - 3 S. 23 : 18,5 cm. - Lebhafte Schilderung einer Szene aus dem Familienleben Charlotte Kästners in Wetzlar. - Von späterer Hand mit Bleistift datiert "Juni 1778".
Goethe’s last letter to Heinrich Christian Boie. "I fondly recall the days of our early acquaintance …" (translation). Letter by his secretary J. L. Geist, with autograph signature "Goethe". 1 p. 19 : 18,5 cm. - Upper margin torn off (loss of the first line), partly small marginal defects. - From the estate of the Chalybaeus family, Kiel.
Brief von Schreiberhand (J. L. Geist) mit Unterschrift "Goethe". Jena, 6. Juni 1797. 1 S. 19 : 18,5 cm.
Letzter Brief Goethes an Heinrich Christian Boie. "Gern erinnere ich mich der Zeit unserer ersten Verhältnisse .."
Der letzte Brief an Boie, und laut Überlieferung der einzige nach über 22 Jahren Briefpause.
"[Ew. Wohlgeb. für den gütig abgetretnen Cellini] zu danken war schon lange meine Schuldigkeit und mein Vorsatz, da ich aber wünschte, die dadurch in Ihrer Bibliothek entstandene Lücke, wenigstens wieder mit einigen Bänden auszufüllen; so mußte ich auf die Ankunft der Sammlung warten welche hierbey folgt. Wir Autoren sind meistens an gutem Willen reicher als an vollständigen Exemplaren unserer Schrifften, nehmen Sie in dieser Rücksicht diese verspätete Gabe freundlich an. - Gern erinnere ich mich der Zeit unserer ersten Verhältnisse, wie manches hat sich seitdem an Menschen und Dingen verändert. Sollten wir uns einmal wieder finden, so würde, nach einer so langen Pause, die Vergleichung des Vergangenen mit dem Gegenwärtigen uns zur interessanten Unterhaltung dienen. Ich freue mich zu hören daß Sie sich wohlbefinden und empfehle mich Ihrem ferneren gütigen Andenken .."
Goethe hatte sich von Boie im Jahr zuvor die englische Übersetzung der Autobiographie von Benvenuto Cellini ausgeliehen, die ihm neben der italienischen Originalausgabe als Grundlage für seine eigene Übertragung diente. Als Dank schickte er Boie seine achtbändigen Schriften . - Zu Goethes Erinnerung an die Zeit ihrer "ersten Verhältnisse" siehe seinen ebenfalls bei uns angebotenen Brief an Boie von 1774 (in unserer Abendauktion).
- ZUSTAND: Oberer Rand abgerissen, dadurch Verlust der ersten Zeile. Tls. mit kl. Randläsuren. - PROVENIENZ: Aus dem Nachlaß der Familie Chalybaeus, Kiel.
Dabei: Brief von unbekannter Hand an H. C. Boie. Wetzlar [Juni 1778?]. - 3 S. 23 : 18,5 cm. - Lebhafte Schilderung einer Szene aus dem Familienleben Charlotte Kästners in Wetzlar. - Von späterer Hand mit Bleistift datiert "Juni 1778".
Goethe’s last letter to Heinrich Christian Boie. "I fondly recall the days of our early acquaintance …" (translation). Letter by his secretary J. L. Geist, with autograph signature "Goethe". 1 p. 19 : 18,5 cm. - Upper margin torn off (loss of the first line), partly small marginal defects. - From the estate of the Chalybaeus family, Kiel.
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