Auktion: 605 / Day Sale am 13.06.2026 in München → Lot 119000529

119000529
Serge Poliakoff
Rouge et vert, 1964.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 80.000 - 120.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
119000529
Serge Poliakoff
Rouge et vert, 1964.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 80.000 - 120.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Serge Poliakoff
1900 - 1969
Rouge et vert. 1964.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. 81 x 65 cm (31,8 x 25,5 in).
• Autonomer erster Teil des einstigen gleichnamigen Triptychons.
• Mit äußerst malerischem Farbauftrag und reduzierter, jedoch kräftiger Farbpalette schafft Poliakoff eine atmosphärisch dichte, spannungsreiche Komposition.
• Noch zu Lebzeiten des Künstlers erstmals ausgestellt.
• Im Entstehungsjahr nimmt Poliakoff an der documenta III in Kassel teil, 1962 ist er mit einem eigenen Saal auf der 32. Biennale von Venedig vertreten.
• Vergleichbare Gemälde der 1960er Jahre sind heute Teil bedeutender musealer Sammlungen, darunter die Nationalgalerie, Berlin, das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, und das Centre Pompidou, Paris.
Die Arbeit ist unter der Nummer 964089 im Poliakoff-Archiv verzeichnet. Wir danken Herrn Alexis und Herrn Thaddée Poliakoff, Paris, für die wissenschaftliche Beratung.
PROVENIENZ: Galerie im Erker, St. Gallen (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Privatsammlung Süddeutschland.
Privatsammlung Süddeutschland (1996 durch Erbschaft vom Vorgenannten).
AUSSTELLUNG: Jeweils als Triptychon:
Serge Poliakoff, Kunstmuseum, St. Gallen, 11.6.-31.7.1966, Kat.-Nr. 98.
Serge Poliakoff, Musée National d’Art Moderne, Paris, 22.9.-16.11.1970, Kat.-Nr. 63.
Serge Poliakoff. Peinture, tempera, gouache, Le Musée de Tel-Aviv, Tel-Aviv, 27.12.1971-1.2.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff. Olie, tempera, gouache, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, 3.3.-9.4.1972; Kunstnernes Hus, Oslo, 13.5.-28.5.1972; Trondhjems Kunstforening, Trondheim, 2.6.-20.6.1972; Lillehammer Bys Malerisamlung, Lillehammer, 23.6.-14.7.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff. Nykytaiteen Klassikoita / Museum für moderne Kunst, Tampere, 15.8.-17.9.1972; Kunsthalle Helsinki / Helsingin Taidehallissa, 27.10.-12.11.1972, Kat.-Nr. 23.
Poliakoff, Galleria Editalia, Rom 26.10.-30.11.1973, Kat.-Nr. 14.
Serge Poliakoff, Christian Fayt Art Gallery, Knokke-Heist, 23.6.-4.8.1984, Kat.-Nr. 14 (m. Abb., hier als einzelnes Werk, mit Abb.).
LITERATUR: Alexis Poliakoff, Serge Poliakoff. Catalogue raisonné, Bd. IV, 1963-1965, Paris 2012, WVZ-Nr. 64-66 (m. Abb.).
- -
Giuseppe Marchiori, Serge Poliakoff, Paris 1976, S. 111 (mit S/W-Abb. des Triptychons).
Christie’s, London, Contemporary Art, 6.12.1985, Los 90.
"Poliakoff is like a Phoenix who rises from the ashes whenever one thinks he has exhausted his work. He reasserts himself in a series of pictures that demonstrate his undeniable mastery. More dramatic, more extended, his recent work demonstrates great wealth of invention. Using very simple elements, Poliakoff fills the surface of his paintings and endows it with feeling. However, he achieves this with nothing more than modulation of the greys and reds that cover his work."
Otto Hahn, in: L'Express, 16.11.1964, zit. nach: Alexis Poliakoff, Serge Poliakoff. Catalogue raisonné, Bd. IV, Paris 2012, S. 35f.
1900 - 1969
Rouge et vert. 1964.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. 81 x 65 cm (31,8 x 25,5 in).
• Autonomer erster Teil des einstigen gleichnamigen Triptychons.
• Mit äußerst malerischem Farbauftrag und reduzierter, jedoch kräftiger Farbpalette schafft Poliakoff eine atmosphärisch dichte, spannungsreiche Komposition.
• Noch zu Lebzeiten des Künstlers erstmals ausgestellt.
• Im Entstehungsjahr nimmt Poliakoff an der documenta III in Kassel teil, 1962 ist er mit einem eigenen Saal auf der 32. Biennale von Venedig vertreten.
• Vergleichbare Gemälde der 1960er Jahre sind heute Teil bedeutender musealer Sammlungen, darunter die Nationalgalerie, Berlin, das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, und das Centre Pompidou, Paris.
Die Arbeit ist unter der Nummer 964089 im Poliakoff-Archiv verzeichnet. Wir danken Herrn Alexis und Herrn Thaddée Poliakoff, Paris, für die wissenschaftliche Beratung.
PROVENIENZ: Galerie im Erker, St. Gallen (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Privatsammlung Süddeutschland.
Privatsammlung Süddeutschland (1996 durch Erbschaft vom Vorgenannten).
AUSSTELLUNG: Jeweils als Triptychon:
Serge Poliakoff, Kunstmuseum, St. Gallen, 11.6.-31.7.1966, Kat.-Nr. 98.
Serge Poliakoff, Musée National d’Art Moderne, Paris, 22.9.-16.11.1970, Kat.-Nr. 63.
Serge Poliakoff. Peinture, tempera, gouache, Le Musée de Tel-Aviv, Tel-Aviv, 27.12.1971-1.2.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff. Olie, tempera, gouache, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, 3.3.-9.4.1972; Kunstnernes Hus, Oslo, 13.5.-28.5.1972; Trondhjems Kunstforening, Trondheim, 2.6.-20.6.1972; Lillehammer Bys Malerisamlung, Lillehammer, 23.6.-14.7.1972, Kat.-Nr. 23.
Serge Poliakoff. Nykytaiteen Klassikoita / Museum für moderne Kunst, Tampere, 15.8.-17.9.1972; Kunsthalle Helsinki / Helsingin Taidehallissa, 27.10.-12.11.1972, Kat.-Nr. 23.
Poliakoff, Galleria Editalia, Rom 26.10.-30.11.1973, Kat.-Nr. 14.
Serge Poliakoff, Christian Fayt Art Gallery, Knokke-Heist, 23.6.-4.8.1984, Kat.-Nr. 14 (m. Abb., hier als einzelnes Werk, mit Abb.).
LITERATUR: Alexis Poliakoff, Serge Poliakoff. Catalogue raisonné, Bd. IV, 1963-1965, Paris 2012, WVZ-Nr. 64-66 (m. Abb.).
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Giuseppe Marchiori, Serge Poliakoff, Paris 1976, S. 111 (mit S/W-Abb. des Triptychons).
Christie’s, London, Contemporary Art, 6.12.1985, Los 90.
"Poliakoff is like a Phoenix who rises from the ashes whenever one thinks he has exhausted his work. He reasserts himself in a series of pictures that demonstrate his undeniable mastery. More dramatic, more extended, his recent work demonstrates great wealth of invention. Using very simple elements, Poliakoff fills the surface of his paintings and endows it with feeling. However, he achieves this with nothing more than modulation of the greys and reds that cover his work."
Otto Hahn, in: L'Express, 16.11.1964, zit. nach: Alexis Poliakoff, Serge Poliakoff. Catalogue raisonné, Bd. IV, Paris 2012, S. 35f.
Bereits in den 1950er Jahren, als die europäische Nachkriegskunst nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten, neuen Formen und Inhalten sucht, erlangt Serge Poliakoff mit seinen unkonventionellen Farb- und Form-Kompositionen große Anerkennung.
Frei von äußeren, gesellschaftlichen oder geografischen Einflüssen erschafft Poliakoff seinen ganz eigenen, für jeden Betrachter verständlichen malerischen Kosmos. Mit großer Raffinesse und schier unerschöpflicher kreativer Schaffenskraft sowie u. a. inspiriert von den Arbeiten Wassily Kandinskys und Kasimir Malewitschs, findet der Künstler in diesen Jahren zu einer ganz individuellen abstrakten Malerei, die er zunächst als Gerüst aus kantigen, unregelmäßigen Formen entwirft und anschließend mit zahlreichen Schichten von letztendlich spannungsvoll kontrastierenden Farben füllt. "Form wie Farbe kommen aus einer beträchtlichen Tiefe, und die vibrierende Oberfläche ist ihr Echo. Alles vibriert in Poliakoffs Bildern, die sorgfältig in mehreren Schichten aufgetragene Farbe, ihre Substanz und ihr Tonwert, die Qualität des Tons und seine Verhältnismäßigkeit zu anderen Tönen, die Verteilung der Gewichte, die sich heben und senken [...]" (Will Grohmann, in: Ausst.-Heft Serge Poliakoff, Galerie Im Erker, St. Gallen 1962, S. 10)
In direktem Gegensatz zu der vermeintlichen Simplizität dieser Arbeiten führen Poliakoffs spezielle Malweise und die in vielen Arbeitsschritten übereinander gelegten Farbschichten zu einer äußerst charakteristischen, pastosen und lebendigen Oberfläche. Die Gemälde sind deshalb niemals monoton, sondern still, ausgewogen, harmonisch, trotzdem vielseitig, wirkungsvoll und ausdrucksstark. Das Spätwerk Poliakoffs gilt heute als Hochzeit seiner Kunst und auch die hier angebotene Arbeit entsteht 1964 in ebendieser bedeutenden Schaffensperiode. 1956 erscheint eine erste Monografie zu den Arbeiten des Künstlers, 1957 sind seine Arbeiten in einer großen Ausstellung im Solomon R. Guggenheim Museum in New York vertreten und 1960 wird sein Schaffen mit einer bedeutenden Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern gewürdigt. 1962 füllen 17 seiner Gemälde einen eigenen Raum im französischen Pavillon auf der XXXI. Biennale in Venedig und im Entstehungsjahr dieses Gemäldes ist Poliakoff u. a. auf der documenta III in Kassel vertreten. [CH]
Frei von äußeren, gesellschaftlichen oder geografischen Einflüssen erschafft Poliakoff seinen ganz eigenen, für jeden Betrachter verständlichen malerischen Kosmos. Mit großer Raffinesse und schier unerschöpflicher kreativer Schaffenskraft sowie u. a. inspiriert von den Arbeiten Wassily Kandinskys und Kasimir Malewitschs, findet der Künstler in diesen Jahren zu einer ganz individuellen abstrakten Malerei, die er zunächst als Gerüst aus kantigen, unregelmäßigen Formen entwirft und anschließend mit zahlreichen Schichten von letztendlich spannungsvoll kontrastierenden Farben füllt. "Form wie Farbe kommen aus einer beträchtlichen Tiefe, und die vibrierende Oberfläche ist ihr Echo. Alles vibriert in Poliakoffs Bildern, die sorgfältig in mehreren Schichten aufgetragene Farbe, ihre Substanz und ihr Tonwert, die Qualität des Tons und seine Verhältnismäßigkeit zu anderen Tönen, die Verteilung der Gewichte, die sich heben und senken [...]" (Will Grohmann, in: Ausst.-Heft Serge Poliakoff, Galerie Im Erker, St. Gallen 1962, S. 10)
In direktem Gegensatz zu der vermeintlichen Simplizität dieser Arbeiten führen Poliakoffs spezielle Malweise und die in vielen Arbeitsschritten übereinander gelegten Farbschichten zu einer äußerst charakteristischen, pastosen und lebendigen Oberfläche. Die Gemälde sind deshalb niemals monoton, sondern still, ausgewogen, harmonisch, trotzdem vielseitig, wirkungsvoll und ausdrucksstark. Das Spätwerk Poliakoffs gilt heute als Hochzeit seiner Kunst und auch die hier angebotene Arbeit entsteht 1964 in ebendieser bedeutenden Schaffensperiode. 1956 erscheint eine erste Monografie zu den Arbeiten des Künstlers, 1957 sind seine Arbeiten in einer großen Ausstellung im Solomon R. Guggenheim Museum in New York vertreten und 1960 wird sein Schaffen mit einer bedeutenden Einzelausstellung in der Kunsthalle Bern gewürdigt. 1962 füllen 17 seiner Gemälde einen eigenen Raum im französischen Pavillon auf der XXXI. Biennale in Venedig und im Entstehungsjahr dieses Gemäldes ist Poliakoff u. a. auf der documenta III in Kassel vertreten. [CH]
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