178
Karin Kneffel
Ohne Titel, 2014.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
178
Karin Kneffel
Ohne Titel, 2014.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
Karin Kneffel
1957
Ohne Titel. 2014.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet "2014/6". 120,3 x 90,3 cm (47,3 x 35,5 in). Aus der Werkreihe "Pavilion Series". [KA].
• Meisterhafte Synthese von Illusion, Schönheit und virtuoser Präzision.
• Der 1929 zur Weltausstellung in Barcelona entworfene Deutsche Pavillon von Ludwig Mies van der Rohe zusammen mit Georg Kolbes emblematischer Skulptur "Morgen" erfährt in Kneffels unverwechselbar poetischer Bildsprache eine faszinierende Neuinterpretation.
• Durch raffinierte Wassertropfen und Lichtreflexe eröffnet Kneffel eine mehrdimensionale Wahrnehmung der Kunstgeschichte.
• Werke der Künstlerin befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Pinakothek der Moderne, München, das Museum Frieder Burda, Baden-Baden, und die Olbricht Collection, Berlin.
Mit einer von der Künstlerin signierten Expertise (in Kopie) von der Galeria Senda, Barcelona, vom 19. Dezember 2014.
Die Arbeit ist auf der offiziellen Website der Künstlerin aufgeführt. Wir danken Prof. Karin Kneffel für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Galeria Senda, Barcelona.
Privatsammlung Schweiz (2014 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Karin Kneffel. Pavilion series, Galeria Senda, Barcelona, 2014 (o. Kat.).
Karin Kneffel. Im Augenblick, Max Ernst Museum Brühl des LVR, 1.5.-28.8.2022, S. 33 u. 35 (m. Abb., S. 96 u. 99).
LITERATUR: Karin Kneffel. Endlich, Ausst.-Kat. Gagosian Gallery, New York / Schönewald Fine Arts, Düsseldorf / Mies van der Rohe Pavilion, Barcelona, Band I, S. 165, Band II, S. 100-101 (m. Abb.).
Karin Kneffel. Still, Ausst.-Kat. Kunsthalle Bremen / Stiftung Frieder Burda, 2019, S. 204 (m. ganzs. Abb.).
"Im Jahr 2014 malte Karin Kneffel drei Bilder eines kleinen Außenbereichs des Barcelona-Pavillons, den Mies van der Rohe als Beitrag des Deutschen Reichs zur Weltausstellung 1929 entworfen hatte [..]."
Wolfgang Ullrich, zit. nach: Ontologisches Neuland, in: Ausst.-Kat. Karin Kneffel. Im Augenblick, 2022, S. 33.
Aufrufzeit: 13.06.2026 - ca. 14.44 h +/- 20 Min.
1957
Ohne Titel. 2014.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet "2014/6". 120,3 x 90,3 cm (47,3 x 35,5 in). Aus der Werkreihe "Pavilion Series". [KA].
• Meisterhafte Synthese von Illusion, Schönheit und virtuoser Präzision.
• Der 1929 zur Weltausstellung in Barcelona entworfene Deutsche Pavillon von Ludwig Mies van der Rohe zusammen mit Georg Kolbes emblematischer Skulptur "Morgen" erfährt in Kneffels unverwechselbar poetischer Bildsprache eine faszinierende Neuinterpretation.
• Durch raffinierte Wassertropfen und Lichtreflexe eröffnet Kneffel eine mehrdimensionale Wahrnehmung der Kunstgeschichte.
• Werke der Künstlerin befinden sich in bedeutenden Sammlungen, darunter die Pinakothek der Moderne, München, das Museum Frieder Burda, Baden-Baden, und die Olbricht Collection, Berlin.
Mit einer von der Künstlerin signierten Expertise (in Kopie) von der Galeria Senda, Barcelona, vom 19. Dezember 2014.
Die Arbeit ist auf der offiziellen Website der Künstlerin aufgeführt. Wir danken Prof. Karin Kneffel für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Galeria Senda, Barcelona.
Privatsammlung Schweiz (2014 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Karin Kneffel. Pavilion series, Galeria Senda, Barcelona, 2014 (o. Kat.).
Karin Kneffel. Im Augenblick, Max Ernst Museum Brühl des LVR, 1.5.-28.8.2022, S. 33 u. 35 (m. Abb., S. 96 u. 99).
LITERATUR: Karin Kneffel. Endlich, Ausst.-Kat. Gagosian Gallery, New York / Schönewald Fine Arts, Düsseldorf / Mies van der Rohe Pavilion, Barcelona, Band I, S. 165, Band II, S. 100-101 (m. Abb.).
Karin Kneffel. Still, Ausst.-Kat. Kunsthalle Bremen / Stiftung Frieder Burda, 2019, S. 204 (m. ganzs. Abb.).
"Im Jahr 2014 malte Karin Kneffel drei Bilder eines kleinen Außenbereichs des Barcelona-Pavillons, den Mies van der Rohe als Beitrag des Deutschen Reichs zur Weltausstellung 1929 entworfen hatte [..]."
Wolfgang Ullrich, zit. nach: Ontologisches Neuland, in: Ausst.-Kat. Karin Kneffel. Im Augenblick, 2022, S. 33.
Aufrufzeit: 13.06.2026 - ca. 14.44 h +/- 20 Min.
Karin Kneffels beeindruckende, virtuos ausgeführte Arbeit "Ohne Titel" aus dem Jahr 2014 ist Teil einer kleinen Werkgruppe von nur drei Gemälden, die sich mit einem der bekanntesten Bauwerke der Moderne auseinandersetzt: dem von Ludwig Mies van der Rohe entworfenen Barcelona-Pavillon. Im Zentrum der Darstellung steht die Skulptur "Morgen" von Georg Kolbe, deren organische Form einen bewussten Kontrast zur strengen, rechtwinkligen Architektur bildet.
Doch Kneffel interessiert sich weniger für eine dokumentarische Wiedergabe des Ortes als vielmehr für dessen malerische Transformation. Die Szene erscheint wie durch eine Glasscheibe betrachtet, deren Beschlag, Tropfen und Spuren eine zusätzliche Bildebene einführen. Diese fungiert nicht nur als visuelles Hindernis, sondern auch als Mittel der Inszenierung: Das Motiv wird teilweise verdeckt, verzerrt und zugleich in seiner Präsenz gesteigert.
Charakteristisch ist dabei das feine Zusammenspiel von hyperrealer Präzision und gezielter Unschärfe. Spiegelungen im Wasserbecken und im Glas überlagern sich mit der Darstellung der Skulptur und erzeugen einen vielschichtigen, instabilen Bildraum. Der Blick des Betrachters wird geführt und zugleich irritiert; das scheinbar Vertraute entzieht sich einer eindeutigen Lesbarkeit.
Wie in vielen ihrer Arbeiten verbindet Kneffel auch hier unterschiedliche Realitätsebenen miteinander. Fotografische Vorlage, architektonischer Raum und malerische Konstruktion verschmelzen zu einer komplexen Bildwirklichkeit, in der Wahrnehmung selbst zum Thema wird. Zugleich greift sie subtil in das ikonografische Gefüge ein und verschiebt Details, wodurch sich die vermeintliche Verlässlichkeit des Dargestellten weiter auflöst. Licht und Oberfläche spielen dabei eine zentrale Rolle und verstärken die sinnliche Präsenz des Bildes.
Als Meisterschülerin von Gerhard Richter gehört Karin Kneffel zu den bedeutenden Positionen der zeitgenössischen Malerei. Ihre Werke zeichnen sich durch eine virtuose Technik aus, die illusionistische Genauigkeit mit subtiler Verfremdung verbindet. In dem hier angebotenen Werk verdichtet sich diese künstlerische Strategie zu einer eindringlichen Bildlösung, die den ikonischen Ort nicht abbildet, sondern in eine vielschichtige, fragile Wahrnehmungssituation überführt: Sehen bleibt stets auch ein Akt des Zweifelns. Dadurch wird das Verhältnis von Realität, Bild und Betrachter grundlegend neu verhandelt. [KA]
Doch Kneffel interessiert sich weniger für eine dokumentarische Wiedergabe des Ortes als vielmehr für dessen malerische Transformation. Die Szene erscheint wie durch eine Glasscheibe betrachtet, deren Beschlag, Tropfen und Spuren eine zusätzliche Bildebene einführen. Diese fungiert nicht nur als visuelles Hindernis, sondern auch als Mittel der Inszenierung: Das Motiv wird teilweise verdeckt, verzerrt und zugleich in seiner Präsenz gesteigert.
Charakteristisch ist dabei das feine Zusammenspiel von hyperrealer Präzision und gezielter Unschärfe. Spiegelungen im Wasserbecken und im Glas überlagern sich mit der Darstellung der Skulptur und erzeugen einen vielschichtigen, instabilen Bildraum. Der Blick des Betrachters wird geführt und zugleich irritiert; das scheinbar Vertraute entzieht sich einer eindeutigen Lesbarkeit.
Wie in vielen ihrer Arbeiten verbindet Kneffel auch hier unterschiedliche Realitätsebenen miteinander. Fotografische Vorlage, architektonischer Raum und malerische Konstruktion verschmelzen zu einer komplexen Bildwirklichkeit, in der Wahrnehmung selbst zum Thema wird. Zugleich greift sie subtil in das ikonografische Gefüge ein und verschiebt Details, wodurch sich die vermeintliche Verlässlichkeit des Dargestellten weiter auflöst. Licht und Oberfläche spielen dabei eine zentrale Rolle und verstärken die sinnliche Präsenz des Bildes.
Als Meisterschülerin von Gerhard Richter gehört Karin Kneffel zu den bedeutenden Positionen der zeitgenössischen Malerei. Ihre Werke zeichnen sich durch eine virtuose Technik aus, die illusionistische Genauigkeit mit subtiler Verfremdung verbindet. In dem hier angebotenen Werk verdichtet sich diese künstlerische Strategie zu einer eindringlichen Bildlösung, die den ikonischen Ort nicht abbildet, sondern in eine vielschichtige, fragile Wahrnehmungssituation überführt: Sehen bleibt stets auch ein Akt des Zweifelns. Dadurch wird das Verhältnis von Realität, Bild und Betrachter grundlegend neu verhandelt. [KA]
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Karin Kneffel "Ohne Titel"
Dieses Objekt wird regelbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.
Berechnung der Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 2.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 29 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.
Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
Berechnung der Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 2.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 29 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.
Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
Hauptsitz
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Tel.: +49 (0)89 55 244-0
Fax: +49 (0)89 55 244-177
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Louisa von Saucken / Undine Schleifer
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Cordula Lichtenberg
Gertrudenstraße 24-28
50667 Köln
Tel.: +49 (0)221 510 908-15
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