Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 112000348
112000348
Alexej von Jawlensky
Bretonische Häuser mit Heuhaufen, Ca. 1905.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
112000348
Alexej von Jawlensky
Bretonische Häuser mit Heuhaufen, Ca. 1905.
Öl auf Malpappe
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Alexej von Jawlensky
1864 - 1941
Bretonische Häuser mit Heuhaufen. Ca. 1905.
Öl auf Malpappe.
Rechts unten signiert. 49,7 x 53 cm (19,5 x 20,8 in).
[AR].
• Eine der seltenen, frühen französischen Landschaften, die durch ihren lockeren pointillistischen Duktus begeistert.
• Befreite Farbigkeit: in der Bretagne gelingt es Jawlensky nach eigenen Worten erstmals zu malen, was er fühlte.
• Ausgestellt in der ersten großen spanischen Retrospektive des Künstlers in der Fundación Juan March, Madrid (1992).
• Weitere in Carantec entstandene Arbeiten befinden sich heute in der Pinakothek der Moderne, München ("Küste bei Carantec" und "Landschaft aus Carantec mit Frau") sowie in der Albertina Wien ("Kornfeld bei Carantec").
Wir danken Roman Zieglgänsberger, Museum Wiesbaden, für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Privatsammlung München (verso m. Etikett).
Privatsammlung Süddeutschland.
Seitdem in Familienbesitz.
AUSSTELLUNG: Alexej von Jawlensky, Fundación Juan March, Madrid, 27.3.-14.6.1992, Museo Picasso, Barcelona, 25.6.-27.9.1992, Kat.-Nr. 14 (m. Farbabb. S. 41, verso auf dem Rahmen m. Etikett).
Alexej von Jawlensky : Magische Bilder, Kunsthalle Krems, 27.4.-21.9.2003, o. Kat.-Nr. (m. Farbabb. S. 52).
Alexej von Jawlensky, Galerie Thomas, München, 6.11.2015-13.2.2016, o. Kat.-Nr., S. 15 u. S. 103 (jew. m. Farbabb.).
LITERATUR: Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky, Angelica Jawlensky, Alexej von Jawlensky. Catalogue Raisonné of the Oil Paintings, Bd. 1: 1890-1914, München 1991, WVZ-Nr. 105 (m. SW- Abb.).
- -
Neumeister, München, Neumeisters Moderne, Auktion 7, 26.5.1990, Los 244 (m. Farbabb. Tafel 21).
"Zum erstenmal habe ich damals verstanden zu malen, nicht das, was ich sehe, aber das was ich fühle (..) Und ich verstand, die Natur entsprechend meiner glühenden Seele in Farben zu übersetzen."
Alexej von Jawlensky, zit. nach: Alexej von Jawlensky, Reisen, Freunde, Wandlungen, Ausst.-Kat. Dortmund 1998, S. 42.
1864 - 1941
Bretonische Häuser mit Heuhaufen. Ca. 1905.
Öl auf Malpappe.
Rechts unten signiert. 49,7 x 53 cm (19,5 x 20,8 in).
[AR].
• Eine der seltenen, frühen französischen Landschaften, die durch ihren lockeren pointillistischen Duktus begeistert.
• Befreite Farbigkeit: in der Bretagne gelingt es Jawlensky nach eigenen Worten erstmals zu malen, was er fühlte.
• Ausgestellt in der ersten großen spanischen Retrospektive des Künstlers in der Fundación Juan March, Madrid (1992).
• Weitere in Carantec entstandene Arbeiten befinden sich heute in der Pinakothek der Moderne, München ("Küste bei Carantec" und "Landschaft aus Carantec mit Frau") sowie in der Albertina Wien ("Kornfeld bei Carantec").
Wir danken Roman Zieglgänsberger, Museum Wiesbaden, für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Privatsammlung München (verso m. Etikett).
Privatsammlung Süddeutschland.
Seitdem in Familienbesitz.
AUSSTELLUNG: Alexej von Jawlensky, Fundación Juan March, Madrid, 27.3.-14.6.1992, Museo Picasso, Barcelona, 25.6.-27.9.1992, Kat.-Nr. 14 (m. Farbabb. S. 41, verso auf dem Rahmen m. Etikett).
Alexej von Jawlensky : Magische Bilder, Kunsthalle Krems, 27.4.-21.9.2003, o. Kat.-Nr. (m. Farbabb. S. 52).
Alexej von Jawlensky, Galerie Thomas, München, 6.11.2015-13.2.2016, o. Kat.-Nr., S. 15 u. S. 103 (jew. m. Farbabb.).
LITERATUR: Maria Jawlensky, Lucia Pieroni-Jawlensky, Angelica Jawlensky, Alexej von Jawlensky. Catalogue Raisonné of the Oil Paintings, Bd. 1: 1890-1914, München 1991, WVZ-Nr. 105 (m. SW- Abb.).
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Neumeister, München, Neumeisters Moderne, Auktion 7, 26.5.1990, Los 244 (m. Farbabb. Tafel 21).
"Zum erstenmal habe ich damals verstanden zu malen, nicht das, was ich sehe, aber das was ich fühle (..) Und ich verstand, die Natur entsprechend meiner glühenden Seele in Farben zu übersetzen."
Alexej von Jawlensky, zit. nach: Alexej von Jawlensky, Reisen, Freunde, Wandlungen, Ausst.-Kat. Dortmund 1998, S. 42.
Alexej von Jawlensky, der ab 1896 gemeinsam mit Marianne von Werefkin in München lebt, beginnt bereits um die Jahrhundertwende mit der Suche nach einer eigenen künstlerischen Ausdrucksform. Er reist durch Europa, besucht Ausstellungen und setzt sich mit den neuesten Strömungen der französischen Malerei auseinander. Besonders die Werke von Vincent van Gogh und Paul Gauguin sowie später auch der "Fauves" prägen seine Entwicklung und führen zu einer spürbaren Veränderung seiner Palette und Bildauffassung.
Schon 1903 ist er erstmals in Frankreich, doch erst einige Jahre später 1905/06 führt ihn eine Reise nach Carantec in der Bretagne, wobei sich bislang nur für das Jahr 1906 durch Jawlenskys Briefe ein Aufenthalt in dem bretonischen Dorf nordwestlich von Brest sicher belegen lässt. Die dortige Landschaft wird für Jawlensky zu einem Ort künstlerischer Erkenntnis. Wie er später selbst beschreibt, beginnt er hier nicht mehr das zu malen, was er sieht, sondern das, was er empfindet.
Auch das vorliegende Gemälde entsteht in dieser Umgebung und ist Zeugnis seines beginnenden, künstlerischen Wandels. Eingebettet zwischen Feldern und Himmel führt er die für die Bretagne typischen, mit farbigen Fensterläden geschmückten Steinbauten mit einem, an Claude Monet erinnernden Heuhaufen zu einem pulsierenden Ganzen zusammen, löst Formen in vibrierende Flächen auf, die sich dynamisch über die Bildfläche hinweg entfalten. Er experimentiert mit einem kurz gesetzten, bewegten Pinselduktus und einer gesteigerten Farbintensität, die zunehmend zum Träger seiner Emotion wird.
Dabei richtet sich sein Interesse weniger auf einzelne Motive als auf das Zusammenspiel von Licht und Farbe, das sich in der bewegten Landschaft mit Architektur, Feldern, Pflanzen und Himmel manifestiert. Es ist ein intensives Zeugnis von Jawlenskys künstlerischem Aufbruch und seiner Suche nach einer zutiefst persönlichen Bildsprache. [AR]
Schon 1903 ist er erstmals in Frankreich, doch erst einige Jahre später 1905/06 führt ihn eine Reise nach Carantec in der Bretagne, wobei sich bislang nur für das Jahr 1906 durch Jawlenskys Briefe ein Aufenthalt in dem bretonischen Dorf nordwestlich von Brest sicher belegen lässt. Die dortige Landschaft wird für Jawlensky zu einem Ort künstlerischer Erkenntnis. Wie er später selbst beschreibt, beginnt er hier nicht mehr das zu malen, was er sieht, sondern das, was er empfindet.
Auch das vorliegende Gemälde entsteht in dieser Umgebung und ist Zeugnis seines beginnenden, künstlerischen Wandels. Eingebettet zwischen Feldern und Himmel führt er die für die Bretagne typischen, mit farbigen Fensterläden geschmückten Steinbauten mit einem, an Claude Monet erinnernden Heuhaufen zu einem pulsierenden Ganzen zusammen, löst Formen in vibrierende Flächen auf, die sich dynamisch über die Bildfläche hinweg entfalten. Er experimentiert mit einem kurz gesetzten, bewegten Pinselduktus und einer gesteigerten Farbintensität, die zunehmend zum Träger seiner Emotion wird.
Dabei richtet sich sein Interesse weniger auf einzelne Motive als auf das Zusammenspiel von Licht und Farbe, das sich in der bewegten Landschaft mit Architektur, Feldern, Pflanzen und Himmel manifestiert. Es ist ein intensives Zeugnis von Jawlenskys künstlerischem Aufbruch und seiner Suche nach einer zutiefst persönlichen Bildsprache. [AR]
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