Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 125001290
125001290
Karin Kneffel
Ohne Titel, 2016.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
125001290
Karin Kneffel
Ohne Titel, 2016.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Karin Kneffel
1957
Ohne Titel. 2016.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet "2016/15". 180,5 x 160,5 cm (71 x 63,1 in).
• Meisterhafte Trompe-l’œil-Illusion im Großformat.
• Haus der Erinnerung: Kneffel reflektiert Zeit und Raum im Haus Lange, einst Sammungsort moderner Meisterwerke von u. a. Ernst Ludwig Kirchner and Max Beckmann.
• Aus der renommierten Gagosian Gallery, New York, und 2019/20 Teil der großen Ausstellung "Karin Kneffel. Still".
• Die drei dargestellte Werke ("Potsdamer Platz", 1914, und "Stehende", 1912, von Kirchner und "Familienbild George", 1935, von Beckmann) befinden sich heute in der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, Berlin.
• Durch zeitgenössische Bildsprache, kunsthistorische Referenzen und malerische Verfremdungen schafft Kneffel einen vielschichtigen, erzählerischen Malstil.
Die Arbeit ist auf der offiziellen Website der Künstlerin aufgeführt. Wir danken Frau Prof. Karin Kneffel für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Gagosian, New York.
Privatsammlung Südkorea (2016 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Karin Kneffel. New Works, Gagosian, Beverly Hills, 28.4.-11.6.2016 (auf dem Keilrahmen mit dem Galerieetikett).
Karin Kneffel. Still, Kunsthalle Bremen, 22.6.-29.9.2019; Museum Frieder Burda, Baden-Baden, 12.10.-8.3.2020, S. 111 (m. ganzs. Farbabb.).
"I paint temporalities that are sometimes factual and sometimes imagined, or sometimes about the slip in our own imaginings of what was or was not there, or how it appeared."
Karin Kneffel im Gespräch mit Louise Neri anlässlich der Ausstellung "Karin Kneffel" in der Gagosian Gallery, New York, April-Juni 2016
1957
Ohne Titel. 2016.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet "2016/15". 180,5 x 160,5 cm (71 x 63,1 in).
• Meisterhafte Trompe-l’œil-Illusion im Großformat.
• Haus der Erinnerung: Kneffel reflektiert Zeit und Raum im Haus Lange, einst Sammungsort moderner Meisterwerke von u. a. Ernst Ludwig Kirchner and Max Beckmann.
• Aus der renommierten Gagosian Gallery, New York, und 2019/20 Teil der großen Ausstellung "Karin Kneffel. Still".
• Die drei dargestellte Werke ("Potsdamer Platz", 1914, und "Stehende", 1912, von Kirchner und "Familienbild George", 1935, von Beckmann) befinden sich heute in der Sammlung der Neuen Nationalgalerie, Berlin.
• Durch zeitgenössische Bildsprache, kunsthistorische Referenzen und malerische Verfremdungen schafft Kneffel einen vielschichtigen, erzählerischen Malstil.
Die Arbeit ist auf der offiziellen Website der Künstlerin aufgeführt. Wir danken Frau Prof. Karin Kneffel für die freundliche Auskunft.
PROVENIENZ: Gagosian, New York.
Privatsammlung Südkorea (2016 vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Karin Kneffel. New Works, Gagosian, Beverly Hills, 28.4.-11.6.2016 (auf dem Keilrahmen mit dem Galerieetikett).
Karin Kneffel. Still, Kunsthalle Bremen, 22.6.-29.9.2019; Museum Frieder Burda, Baden-Baden, 12.10.-8.3.2020, S. 111 (m. ganzs. Farbabb.).
"I paint temporalities that are sometimes factual and sometimes imagined, or sometimes about the slip in our own imaginings of what was or was not there, or how it appeared."
Karin Kneffel im Gespräch mit Louise Neri anlässlich der Ausstellung "Karin Kneffel" in der Gagosian Gallery, New York, April-Juni 2016
Wo begegnen sich Erinnerung, objektive Wirklichkeit und künstlerische Imagination? Diese Fragestellung bildet den Ausgangspunkt für die investigative Werkreihe von Karin Kneffel zu Haus Lange, jenem von Ludwig Mies van der Rohe (1886–1969) entworfenen Wohnhaus, das einst die bedeutende Sammlung des Textilfabrikanten Hermann Lange (1874–1942) beherbergt. Zu ihr zählen Hauptwerke von Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Pablo Picasso, August Macke und anderen, die den asketischen Räumen der Moderne einst ihre lebendige Spannung verliehen.
Ausgehend von wenigen Schwarz-Weiß-Fotografien der 1930er Jahre erweckt Kneffel diese Interieurs zu neuer Präsenz und reaktiviert einen Ort, den die Geschichte verstummen lässt. Die historischen Aufnahmen eröffnen Einblicke in die architektonische Disposition des Hauses und in jene ikonischen Werke der in den 1920er Jahren zusammengetragenen Sammlung, die heute über bedeutende Museen und Privatsammlungen weltweit verstreut sind.
In einem nahezu archäologischen Verfahren identifiziert und wählt die Künstlerin die einzelnen Arbeiten aus, um ihrer einstigen Verortung nachzuspüren. Sie reist zu jenen Museen, in denen sich die Gemälde und Skulpturen heute befinden, um sie im Original zu studieren. Zu ihnen zählen drei Werke aus dem heutigen Bestand der Neue Nationalgalerie in Berlin: Kirchners Ölgemälde "Potsdamer Platz" (1914), seine Erlenholzskulptur "Stehende, die Hände vor dem Schoß" (1912) sowie Max Beckmanns "Familienbild George" (1935). In dem hier angebotenen großformatigen Gemälde führt Kneffel diese drei Hauptwerke in einem minutiös rekonstruierten Interieur erneut zusammen und überführt dokumentarisches Material in eine vielschichtige malerische Reflexion.
Ein Schleier zwischen den Zeiten
Auf dieser imaginären Zeitreise erscheinen die Werke nicht mehr in ihrem historischen Kontext des Haus Lange, sondern in zeitgenössischen, leuchtend farbigen Ausstellungsräumen gesehen durch einen Schleier der Wahrnehmung, die Illusion einer beschlagenen Glasscheibe, die sich wie eine Membran über die Komposition legt. Mit virtuoser Trompe-l’œil-Technik lässt Kneffel Reflexionen schimmern, Licht brechen und Konturen zerfließen. Die transluzide Barriere wird zur Metapher der Erinnerung selbst, zugleich verhüllend und enthüllend.
In "Ohne Titel" gelingt der Künstlerin eine bildnerische Übersetzung zwischen den real existierenden Kunstwerken, die sie persönlich aufsucht, und dem historischen Gedächtnis jenes privaten Interieurs, das sie einst umgab. Durch subtile Verschiebungen von Perspektive und Hängung sowie feine Modulationen der räumlichen Bezüge entsteht ein Werk, das weder als reine Rekonstruktion noch als freie Erfindung zu begreifen ist, sondern als spannungsreiche Synthese beider Ebenen. [KA]
Ausgehend von wenigen Schwarz-Weiß-Fotografien der 1930er Jahre erweckt Kneffel diese Interieurs zu neuer Präsenz und reaktiviert einen Ort, den die Geschichte verstummen lässt. Die historischen Aufnahmen eröffnen Einblicke in die architektonische Disposition des Hauses und in jene ikonischen Werke der in den 1920er Jahren zusammengetragenen Sammlung, die heute über bedeutende Museen und Privatsammlungen weltweit verstreut sind.
In einem nahezu archäologischen Verfahren identifiziert und wählt die Künstlerin die einzelnen Arbeiten aus, um ihrer einstigen Verortung nachzuspüren. Sie reist zu jenen Museen, in denen sich die Gemälde und Skulpturen heute befinden, um sie im Original zu studieren. Zu ihnen zählen drei Werke aus dem heutigen Bestand der Neue Nationalgalerie in Berlin: Kirchners Ölgemälde "Potsdamer Platz" (1914), seine Erlenholzskulptur "Stehende, die Hände vor dem Schoß" (1912) sowie Max Beckmanns "Familienbild George" (1935). In dem hier angebotenen großformatigen Gemälde führt Kneffel diese drei Hauptwerke in einem minutiös rekonstruierten Interieur erneut zusammen und überführt dokumentarisches Material in eine vielschichtige malerische Reflexion.
Ein Schleier zwischen den Zeiten
Auf dieser imaginären Zeitreise erscheinen die Werke nicht mehr in ihrem historischen Kontext des Haus Lange, sondern in zeitgenössischen, leuchtend farbigen Ausstellungsräumen gesehen durch einen Schleier der Wahrnehmung, die Illusion einer beschlagenen Glasscheibe, die sich wie eine Membran über die Komposition legt. Mit virtuoser Trompe-l’œil-Technik lässt Kneffel Reflexionen schimmern, Licht brechen und Konturen zerfließen. Die transluzide Barriere wird zur Metapher der Erinnerung selbst, zugleich verhüllend und enthüllend.
In "Ohne Titel" gelingt der Künstlerin eine bildnerische Übersetzung zwischen den real existierenden Kunstwerken, die sie persönlich aufsucht, und dem historischen Gedächtnis jenes privaten Interieurs, das sie einst umgab. Durch subtile Verschiebungen von Perspektive und Hängung sowie feine Modulationen der räumlichen Bezüge entsteht ein Werk, das weder als reine Rekonstruktion noch als freie Erfindung zu begreifen ist, sondern als spannungsreiche Synthese beider Ebenen. [KA]
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