Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000041
126000041
Richard Artschwager
Pastoral V, 2000.
Kohle, Acryl auf geprägter Kunstharzplatte
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000041
Richard Artschwager
Pastoral V, 2000.
Kohle, Acryl auf geprägter Kunstharzplatte
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Richard Artschwager
1923 - 2013
Pastoral V. 2000.
Kohle, Acryl auf geprägter Kunstharzplatte.
Verso auf der Rahmenrückseite signiert, datiert und betitelt. Mit dem Künstlerrahmen: 130 x 171 x 6 cm (51,1 x 67,3 x 2,3 in).
Im originalen Metallrahmen. [CH].
• Aus der Werkreihe der "Pastorals" (1991-1999), in der Artschwager mit taktilen Bildoberflächen, Monochromie und Unschärfe die tradierte Landschaftsmalerei seinen eigenen künstlerischen Regeln unterwirft.
• Faszinierend uneindeutig: Artschwagers vielseitiges künstlerisches Schaffen ist bestimmt durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien und spielt raffiniert mit der Wahrnehmung der Betrachtenden.
• Über Jahrzehnte am Puls der zeitgenössischen Kunst: 1968, 1972, 1982, 1987 und 1992 ist Artschwager auf der documenta 4, 5, 7, 8 und IX in Kassel vertreten sowie 1976 und 1980 auf der Biennale von Venedig.
• Nach seinem Tod wird der Künstler in den vergangenen Jahren mit viel besprochenen Einzelausstellungen geehrt, u. a. im Museo Guggenheim Bilbao (2020) und im Haus der Kunst in München (2013).
• Seine Arbeiten dieser Schaffensphase sind heute Teil internationaler musealer Sammlungen, darunter das Museum Ludwig, Köln, das Art Institute of Chicago sowie das Museum of Modern Art und das Whitney Museum of American Art, New York.
PROVENIENZ: Gagosian Gallery, New York.
Galerie Philomene Magers, München, und Galerie Monika Sprüth, Köln.
Privatsammlung Norddeutschland (vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Richard Artschwager, Galerie Xavier Hufkens, Brüssel, 11.6.-10.8.2000 (verso mit dem Galerieetikett).
LITERATUR: Silke S. Sommer, Richard Artschwager. Werkverzeichnis der Gemälde und Objekte (Diss.), Berlin 2004, WVZ-Nr. SV 2000.888 (m. Abb., hier mit abweichenden Maßangaben).
"Sculpture is for the touch, painting is for the eye. I wanted to make a sculpture for the eye and a painting for the touch."
Richard Artschwager, zit. nach: Ken Johnson, Richard Artschwager, Painter and Sculptor, Dies at 89, in: New York Times, 10.2.2013, https://www.nytimes.com/2013/02/11/arts/design/richard-artschwager-painter-and-sculptor
-dies-at-89.html
1923 - 2013
Pastoral V. 2000.
Kohle, Acryl auf geprägter Kunstharzplatte.
Verso auf der Rahmenrückseite signiert, datiert und betitelt. Mit dem Künstlerrahmen: 130 x 171 x 6 cm (51,1 x 67,3 x 2,3 in).
Im originalen Metallrahmen. [CH].
• Aus der Werkreihe der "Pastorals" (1991-1999), in der Artschwager mit taktilen Bildoberflächen, Monochromie und Unschärfe die tradierte Landschaftsmalerei seinen eigenen künstlerischen Regeln unterwirft.
• Faszinierend uneindeutig: Artschwagers vielseitiges künstlerisches Schaffen ist bestimmt durch die Verwendung unterschiedlichster Materialien und spielt raffiniert mit der Wahrnehmung der Betrachtenden.
• Über Jahrzehnte am Puls der zeitgenössischen Kunst: 1968, 1972, 1982, 1987 und 1992 ist Artschwager auf der documenta 4, 5, 7, 8 und IX in Kassel vertreten sowie 1976 und 1980 auf der Biennale von Venedig.
• Nach seinem Tod wird der Künstler in den vergangenen Jahren mit viel besprochenen Einzelausstellungen geehrt, u. a. im Museo Guggenheim Bilbao (2020) und im Haus der Kunst in München (2013).
• Seine Arbeiten dieser Schaffensphase sind heute Teil internationaler musealer Sammlungen, darunter das Museum Ludwig, Köln, das Art Institute of Chicago sowie das Museum of Modern Art und das Whitney Museum of American Art, New York.
PROVENIENZ: Gagosian Gallery, New York.
Galerie Philomene Magers, München, und Galerie Monika Sprüth, Köln.
Privatsammlung Norddeutschland (vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Richard Artschwager, Galerie Xavier Hufkens, Brüssel, 11.6.-10.8.2000 (verso mit dem Galerieetikett).
LITERATUR: Silke S. Sommer, Richard Artschwager. Werkverzeichnis der Gemälde und Objekte (Diss.), Berlin 2004, WVZ-Nr. SV 2000.888 (m. Abb., hier mit abweichenden Maßangaben).
"Sculpture is for the touch, painting is for the eye. I wanted to make a sculpture for the eye and a painting for the touch."
Richard Artschwager, zit. nach: Ken Johnson, Richard Artschwager, Painter and Sculptor, Dies at 89, in: New York Times, 10.2.2013, https://www.nytimes.com/2013/02/11/arts/design/richard-artschwager-painter-and-sculptor
-dies-at-89.html
Über sich selbst sagt Richard Artschwager, seine bedeutendste Charaktereigenschaft sei die Neugier. Das erklärt ein Stück weit seine recht ungewöhnliche Künstlerbiografie, sein gänzlich eigenständiges und ungewöhnliches künstlerisches Denken und insbesondere die Vielseitigkeit innerhalb seines ein halbes Jahrhundert umspannenden Œuvres. Obwohl er schon in jungen Jahren großes Interesse für die bildende Kunst hegt, studiert Artschwager zunächst Mathematik und Naturwissenschaften. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gründet er gemeinsam mit seinem Bruder eine Möbelwerkstatt. Erst in den 1960er Jahren beginnt er auf Basis seiner handwerklichen Fähigkeiten seine künstlerische Karriere und schafft eine Reihe eigener Skulpturen. Ein Jahr später wagt er sich schließlich auch an die Malerei heran, inspiriert von einer Schwarz-Weiß-Fotografie.
Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten: bald vertritt ihn die legendäre Leo Castelli Gallery, seine Arbeiten werden gemeinsam mit den Werken von Jasper Johns, Roy Lichtenstein und Andy Warhol gezeigt sowie ab 1965 auch in zahlreichen Einzelausstellungen. In den darauffolgenden Jahrzehnten trifft sein Schaffen stets den Nerv der Zeit: 1968, 1972, 1982, 1987 und 1992 ist Artschwager auf der documenta 4, 5, 7, 8 und IX in Kassel vertreten sowie 1976 und 1980 auf der Biennale von Venedig. 1988/89 ehrt ihn das Whitney Museum of American Art in Washington, D.C. mit einer ersten umfassenden Retrospektive. Sein faszinierendes, geistreiches und widersprüchliches Œuvre umfasst Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografie und Möbeldesign (u. a. für Vitra), mit denen er die bisherigen ästhetischen und räumlichen Erfahrungen der Betrachter in Frage stellt.
Auch in seiner Malerei spielt Artschwager gerne mit ungewöhnlichen Materialien. Bereits ab den 1960er Jahren malt er meist auf Celotex, Hartfaserplatten, die vermehrt im Baugewerbe verwendet werden. Die raue Oberfläche verleiht den zweidimensionalen Werken eine reliefhafte, taktile Qualität. Seine meist monochromen Gemälde setzt der Künstler in sehr auffällige Rahmen aus bemaltem Holz oder spiegelndem Metall: sie sind Teil des Kunstwerks, bilden – wie in der hier angebotenen Arbeit – mit der hochglanzpolierten Oberfläche einen reizvollen Gegensatz zu der groben, rauen Haptik der monochromen Malerei und betonen die Dreidimensionalität des Gesamtkunstwerks. Genau darin, in der sorgfältig konstruierten Unbestimmtheit zwischen Malerei und Skulptur, liegt das Ziel des Künstlers. Er schafft Gemälde, die sich in ihrer physischen Präsenz Objekten und Skulpturen annähern und damit eine Ambivalenz, einen fließenden Übergang zwischen den Grenzen beider Gattungen bilden.
Auch motivisch spielt Artschwager gerne mit einer gewissen Ambiguität. In seiner Werkreihe der "Pastorals" meint man auch aufgrund der Titel eine Landschaft zu betrachten. Den vermeintlichen Landschaften ist jedoch jegliche Farbigkeit entzogen und es wirkt, als habe Artschwager ein weißes Tuch über uns visuell verborgene und nur haptisch zu erahnende Gegenstände geworfen.
"Nothing is ever just one thing with Artschwager", bemerkt David Frankel, ehemaliger Leitende/r Redakteur am Museum of Modern Art in New York (zit. nach: Curtain Call. The Art of Richard Artschwager, in: Artforum, November 2000, Vol. 39, No. 3). Deshalb wird Artschwagers Schaffen mal zur Pop Art gezählt, mal zur Minimal Art, dann wiederum zur Konzeptkunst, obwohl es dem Künstler gerade darum geht, die Grenzen innerhalb der Kunst und ihrer Kategorien zu verwischen. [CH]
Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten: bald vertritt ihn die legendäre Leo Castelli Gallery, seine Arbeiten werden gemeinsam mit den Werken von Jasper Johns, Roy Lichtenstein und Andy Warhol gezeigt sowie ab 1965 auch in zahlreichen Einzelausstellungen. In den darauffolgenden Jahrzehnten trifft sein Schaffen stets den Nerv der Zeit: 1968, 1972, 1982, 1987 und 1992 ist Artschwager auf der documenta 4, 5, 7, 8 und IX in Kassel vertreten sowie 1976 und 1980 auf der Biennale von Venedig. 1988/89 ehrt ihn das Whitney Museum of American Art in Washington, D.C. mit einer ersten umfassenden Retrospektive. Sein faszinierendes, geistreiches und widersprüchliches Œuvre umfasst Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografie und Möbeldesign (u. a. für Vitra), mit denen er die bisherigen ästhetischen und räumlichen Erfahrungen der Betrachter in Frage stellt.
Auch in seiner Malerei spielt Artschwager gerne mit ungewöhnlichen Materialien. Bereits ab den 1960er Jahren malt er meist auf Celotex, Hartfaserplatten, die vermehrt im Baugewerbe verwendet werden. Die raue Oberfläche verleiht den zweidimensionalen Werken eine reliefhafte, taktile Qualität. Seine meist monochromen Gemälde setzt der Künstler in sehr auffällige Rahmen aus bemaltem Holz oder spiegelndem Metall: sie sind Teil des Kunstwerks, bilden – wie in der hier angebotenen Arbeit – mit der hochglanzpolierten Oberfläche einen reizvollen Gegensatz zu der groben, rauen Haptik der monochromen Malerei und betonen die Dreidimensionalität des Gesamtkunstwerks. Genau darin, in der sorgfältig konstruierten Unbestimmtheit zwischen Malerei und Skulptur, liegt das Ziel des Künstlers. Er schafft Gemälde, die sich in ihrer physischen Präsenz Objekten und Skulpturen annähern und damit eine Ambivalenz, einen fließenden Übergang zwischen den Grenzen beider Gattungen bilden.
Auch motivisch spielt Artschwager gerne mit einer gewissen Ambiguität. In seiner Werkreihe der "Pastorals" meint man auch aufgrund der Titel eine Landschaft zu betrachten. Den vermeintlichen Landschaften ist jedoch jegliche Farbigkeit entzogen und es wirkt, als habe Artschwager ein weißes Tuch über uns visuell verborgene und nur haptisch zu erahnende Gegenstände geworfen.
"Nothing is ever just one thing with Artschwager", bemerkt David Frankel, ehemaliger Leitende/r Redakteur am Museum of Modern Art in New York (zit. nach: Curtain Call. The Art of Richard Artschwager, in: Artforum, November 2000, Vol. 39, No. 3). Deshalb wird Artschwagers Schaffen mal zur Pop Art gezählt, mal zur Minimal Art, dann wiederum zur Konzeptkunst, obwohl es dem Künstler gerade darum geht, die Grenzen innerhalb der Kunst und ihrer Kategorien zu verwischen. [CH]
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