abbildung folgt


126000322
Emil Schumacher
Zargala, 1976.
Acryl und Asphalt auf Leinwand
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000322
Emil Schumacher
Zargala, 1976.
Acryl und Asphalt auf Leinwand
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
 

Emil Schumacher
1912 - 1999

Zargala. 1976.
Acryl und Asphalt auf Leinwand.
Links unten signiert. 103 x 156 cm (40,5 x 61,4 in). [AW].

• Ein Werk von großer mystischer Strahlkraft und apokalyptisch-haptischer Präsenz.
• Mit dem Material Asphalt überwindet der Protagonist des deutschen Informel die Regeln der Malerei.
• 1959, 1964 und 1977 Teilnahmen an der documenta II, III und 6 in Kassel.
• Arbeiten Emil Schumachers befinden sich u. a. in den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle, der Staatsgalerie Stuttgart, des Metropolitan Museum of Art, New York, sowie in den Vatikanischen Museen, Rom.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com)
.

PROVENIENZ: Galerie Nothelfer, Berlin.
Olbricht Collection, Essen/Berlin (vom Vorgenannten erworben).

AUSSTELLUNG: Emil Schumacher zum 100. Geburtstag, Galerie Nothelfer, Berlin, 15.9.-27.10.2012.

"Es kommt immer auf die Welt an, die ich in mir trage. Ich gehe das Bild an, wie ich gegen eine Mauer angehe, um eine Lücke zu finden, durch welche ich hindurch kann, um hinter das Unbekannte der Grenze zu kommen."
Emil Schumacher, zit. nach: Emil Schumacher. Farben sind Feste für die Augen. Zum 100. Geburtstag, Ausst. Kat. Ernst Barlach Haus, Hamburg 2012/13, S. 91

Emil Schumacher prägt die deutsche Nachrkiegsmoderne wie kaum ein anderer – ein Künstler, der die Leinwand als Schlachtfeld der Emotionen begreift. Sein künstlerisches Schaffen durchläuft eine faszinierende Entwicklung, in der sich Materialität, Farbe und Gestus zu einer unmittelbaren Sprache des Existenziellen verdichten, wofür unsere Arbeit "Zargala" ein besonders schönes Beispiel ist.
In den fünfziger Jahren gelingt Schumacher im Zeichen des Informel der internationale Durchbruch. Bereits 1958 wird ihm der Guggenheim-Award in New York verliehen, was nur den Auftakt seiner beispiellosen künstlerischen Karriere darstellt. In dieser Zeit verabschiedet er sich vom Gegenstand als Bildmotiv und entscheidet sich für die Ausdruckskraft der Malerei selbst. Die Farbe wird zunehmend zu einem eigenen Bildfaktor. Dieser biografisch-künstlerische Vorgang vollzieht sich vor dem Hintergrund eines Zeitstils, der von der französischen École de Paris, dem Tachismus und vom amerikanischen Action-Painting geprägt ist. Ist die Abstraktion einerseits Zeitzeichen, so wird sie für Schumacher andererseits zum Merkmal seiner persönlichen Handschrift, seines Stils. Kennzeichen seiner individuellen Malerei ist die vom Gegenständlichen befreite Formensprache, die sich einerseits betont intuitiv gibt, sich jedoch ebenso bewusst des kontrollierten Zufalls bedient. Die 1960er Jahren bringen eine Verdichtung seines Stils mit sich: erdige Töne, rissige Oberflächen und organische Formen verwandeln die Leinwand in eine geologische Landschaft. Schumacher bearbeitet, zerstört und rekonstruiert spannungsvolle Arbeiten zwischen Schöpfung und Verfall. Dieser Ansatz radikalisiert sich in den 1970er Jahren. Seine Palette verdunkelt sich hin zu Schwarz, Tiefblau und Rostrot während die Bildoberflächen sich hin zu zerfetzten Relikten entwickeln. Unsere Arbeit "Zargala" von 1976 ist ein besonderes Beispiel für diese beinah apokalyptische Bildsprache. Zerklüftete Strukturen in Schwarz und Weiß brennen sich wie Wunden in ein dunkelrot-vulkanisches Bildfeld ein. Trotz dieser düsteren und mysteriösen Ausstrahlung zeugt diese Arbeit doch von einer für Schumacher typischen Vitalität und Kraft. Der Protagonist des Informal fordert uns mit „Zargala“ ein weiteres mal heraus. [AW]





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