Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000337

126000337
Karin Kneffel
Ohne Titel, 2013.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000337
Karin Kneffel
Ohne Titel, 2013.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Karin Kneffel
1957
Ohne Titel. 2013.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet mit "30". 180 x 270 cm (70,8 x 106,2 in). [AW].
• Technisch makellos, doch voller Irritation: Karin Kneffel inszeniert die Tulpe als rätselhafte und fotorealistische Illusion.
• Meisterhaftes Spiel mit Licht, Materialität und unheimlicher Intimität des Sichtbaren.
• Aktuell sind Arbeiten Karin Kneffels von Februar bis August 2026 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen
• Ihre Blumenstillleben werden auf dem internationalen Auktionsmarkt äußerst selten angeboten (Quelle: artprice.com).
PROVENIENZ: Dirimart Gallery, Istanbul.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (2013 vom Vorgenannten erworben).
1957
Ohne Titel. 2013.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und bezeichnet mit "30". 180 x 270 cm (70,8 x 106,2 in). [AW].
• Technisch makellos, doch voller Irritation: Karin Kneffel inszeniert die Tulpe als rätselhafte und fotorealistische Illusion.
• Meisterhaftes Spiel mit Licht, Materialität und unheimlicher Intimität des Sichtbaren.
• Aktuell sind Arbeiten Karin Kneffels von Februar bis August 2026 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen
• Ihre Blumenstillleben werden auf dem internationalen Auktionsmarkt äußerst selten angeboten (Quelle: artprice.com).
PROVENIENZ: Dirimart Gallery, Istanbul.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen (2013 vom Vorgenannten erworben).
Karin Kneffels künstlerische Entwicklung zeigt eine konsequente Radikalisierung des Hyperrealismus. Während sie in den 1980er Jahren noch expressive, düstere Motive wählt, wendet sie sich ab den 1990er Jahren der akribischen Wiedergabe von Objekten zu. Ihre Stillleben sind keine naturalistischen Studien, sondern hochgradig konstruierte Bilder, die zwischen Faszination und Irritation oszillieren. Die Tulpen wirken so lebendig, dass man ihren Duft zu riechen glaubt – doch ihre klinische Präzision verrät die Künstlichkeit der Darstellung. Kneffel nutzt die Malerei als Medium der Täuschung, um die Mechanismen der Wahrnehmung selbst zu hinterfragen.
Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, das Ephemere einzufangen: Die Tulpen sind keine idealisierten Schönheitssymbole, sondern Momentaufnahmen eines unaufhaltsamen Verfalls. Ihre perfekte Darstellung verweist auf die vanitas-Thematik – ein zentrales Motiv der Kunstgeschichte. Die Tulpe selbst ist dabei ein vielschichtiges Symbol: Im Osmanischen Reich steht sie für göttliche Vollkommenheit, im 17. Jahrhundert wird sie zum Spekulationsobjekt der "Tulpenmanie", und in der Romantik gilt sie als Zeichen vollkommener Liebe. Heute symbolisiert sie Hoffnung und Neuanfang, während Künstler wie Jeff Koons sie als Kommentar zu Konsum und Kunstmarkt nutzen.
Mit ihrer beeindruckenden Auslotung zwischen Realität und Illusion zählen Karin Kneffels Stillleben zu den faszinierendsten Phänomenen der zeitgenössischen Malerei, da sie Grenzen zwischen Realität und Illusion auf bemerkenswerte Weise ausloten und damit die Tradition des Genres neu definieren. Sie verbinden die technische Virtuosität alter Meister mit einer zeitgenössischen Reflexion über das Sehen. In einer von digitalen Bilderfluten geprägten Welt erinnert uns Kneffel daran, dass Malerei mehr ist als bloße Reproduktion: Sie ist eine Einladung, die Welt langsamer, präziser und mit meditativer Aufmerksamkeit zu betrachten. Ihr Tulpenstillleben ist nicht nur ein Meisterwerk des Hyperrealismus, sondern auch eine Hommage an die Komplexität des Sichtbaren und die kunsthistorische Vergangenheit. Unser Tulpenstillleben von 2013 verkörpert dabei paradigmatisch ihren künstlerischen Ansatz: eine fast schon obsessive Auseinandersetzung mit der Oberfläche der Dinge, die zugleich eine tiefgründige Reflexion über Wahrnehmung und Repräsentation offenbart. Karin Kneffels Malerei ist kein bloßes Abbild der Realität, sondern eine inszenierte Überhöhung des Alltäglichen – ein Spiel mit Licht, Materialität und Fragilität. In extremer Nahsicht auf die Tulpen und durch die beinahe fotografische Schärfe entsteht eine fast schon unheimliche Intimität, die uns als Betrachter zwingt, sich mit der Materialität des Bildes auseinanderzusetzen. [AW]
Besonders bemerkenswert ist ihre Fähigkeit, das Ephemere einzufangen: Die Tulpen sind keine idealisierten Schönheitssymbole, sondern Momentaufnahmen eines unaufhaltsamen Verfalls. Ihre perfekte Darstellung verweist auf die vanitas-Thematik – ein zentrales Motiv der Kunstgeschichte. Die Tulpe selbst ist dabei ein vielschichtiges Symbol: Im Osmanischen Reich steht sie für göttliche Vollkommenheit, im 17. Jahrhundert wird sie zum Spekulationsobjekt der "Tulpenmanie", und in der Romantik gilt sie als Zeichen vollkommener Liebe. Heute symbolisiert sie Hoffnung und Neuanfang, während Künstler wie Jeff Koons sie als Kommentar zu Konsum und Kunstmarkt nutzen.
Mit ihrer beeindruckenden Auslotung zwischen Realität und Illusion zählen Karin Kneffels Stillleben zu den faszinierendsten Phänomenen der zeitgenössischen Malerei, da sie Grenzen zwischen Realität und Illusion auf bemerkenswerte Weise ausloten und damit die Tradition des Genres neu definieren. Sie verbinden die technische Virtuosität alter Meister mit einer zeitgenössischen Reflexion über das Sehen. In einer von digitalen Bilderfluten geprägten Welt erinnert uns Kneffel daran, dass Malerei mehr ist als bloße Reproduktion: Sie ist eine Einladung, die Welt langsamer, präziser und mit meditativer Aufmerksamkeit zu betrachten. Ihr Tulpenstillleben ist nicht nur ein Meisterwerk des Hyperrealismus, sondern auch eine Hommage an die Komplexität des Sichtbaren und die kunsthistorische Vergangenheit. Unser Tulpenstillleben von 2013 verkörpert dabei paradigmatisch ihren künstlerischen Ansatz: eine fast schon obsessive Auseinandersetzung mit der Oberfläche der Dinge, die zugleich eine tiefgründige Reflexion über Wahrnehmung und Repräsentation offenbart. Karin Kneffels Malerei ist kein bloßes Abbild der Realität, sondern eine inszenierte Überhöhung des Alltäglichen – ein Spiel mit Licht, Materialität und Fragilität. In extremer Nahsicht auf die Tulpen und durch die beinahe fotografische Schärfe entsteht eine fast schon unheimliche Intimität, die uns als Betrachter zwingt, sich mit der Materialität des Bildes auseinanderzusetzen. [AW]
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