52
Lyonel Feininger
Masch. Brief an Thekla Hess, mit Orig.-Zeichnung, 1952.
Aquarell
Schätzpreis: € 3.500 - 4.000
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Lyonel Feininger
Masch. Brief an Thekla Hess, mit Orig.-Zeichnung, 1952.
Aquarell
Schätzpreis: € 3.500 - 4.000
Unfall an der Staffelei
Lyonel Feininger
Maschinenschriftlicher Brief mit aquarellierter Orig.-Zeichnung. New York, 10. Dezember 1952. 1 1/2 S. 27,5 : 21,5 cm.
• Inhaltsreicher Brief an die bedeutende Mäzenin Thekla Hess
• Mit "Ghostie"-Zeichnung
• Feiningers "Ghosties" wurden weder ausgestellt noch verkauft, sondern ausschließlich verschenkt
• Eindrucksvolles Dokument von Feiningers ungebrochener Hingabe an die Ölmalerei im New Yorker Exil
• Wichtiges Zeugnis seiner lebenslangen Verbundenheit mit der Bauhaus-Förderin Thekla Hess
Privater, mit seinem familären Spitznamen "Papileo" unterschriebener Brief an die Kunstsammlerin Thekla Hess ("Dear Tek“). Feininger schreibt aus seinem späten Exil in New York und bedankt sich zunächst herzlich für einen "Tree Cake" (Baumkuchen) aus Deutschland, der als Dankeschön für ein Aquarell des vergangenen Sommers geschickt wurde.
Besonders bemerkenswert sind Feiningers offene Worte zu seiner anhaltenden Arbeitswut im hohen Alter, die jedoch von einem unglücklichen Unfall an der Staffelei unterbrochen wurde:
"I came back, just filled with new plans for catching up in my long-neglected oil-painting. And, as it happened, I had at once ordered paints, canvas and Keil-Rahmen, die schweremenge, and was standing in front of my easel, just about to begin work, when I stepped on the foot of my easel and it slid away from me .. and I had a bad fall which hurt my ankle so that I had to give up all thought of work and lie for three weeks with 'Essig-Sauerw Tonerde' wrappings."
Im zweiten Teil des Briefes äußert sich Feininger humorvoll, aber auch melancholisch über die altersbedingten Beschwerden (er war zu diesem Zeitpunkt 81 Jahre alt), erwähnt eine überstandene Gürtelrose aus dem Jahr 1939 und seine Seh- und Hörprobleme. Dennoch betont er seine ungebrochene Leidenschaft für die Kunst und die Musik:
"Well, it is all in the day's work when one gets past '80', and my left ear is also quite deaf, so that I have to be shouted at sometimes. But I can still enjoy my BACH at the piano. Das ist ja die Hauptsache."
Auf der Rückseite erklärt er, daß er in diesem Jahr aufgrund seiner Malerei keine Zeit für das Basteln seiner berühmten Spielzeugfiguren ("figures and little houses") hat. Abschließend berichtet er voller Vorfreude vom anstehenden Besuch seines Sohnes Laurence, einem bekannten Musikwissenschaftler:
"We expect Laurence here on January 4th, he will fly from Rome, and stay on for two months in New York .. On November 2nd he gave a choir recital in Essen with his boys, and it was a most unusual occasion; a Mass by Benevoli .."
Die Mischung aus englischer Sprache mit eingestreuten deutschen Begriffen ("Keil-Rahmen", "Essig-Sauerw Tonerde", "Das ist ja die Hauptsache") ist charakteristisch für Feiningers multikulturelle Biographie.
- ZUSTAND: Mit 2 schmalen Hinterlegungen an den beiden Falzrändern. Sehr gut erhalten. - PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.
Typescript letter with orig. "Ghostie" drawing. A detailed and private letter to the prominent patron Thekla Hess, showing his unwavering dedication to oil painting during his exile in New York. 1 1/2 pages. Sheet size 27,5 : 21,5 cm. - Two small backed spots at margins of folding. Fine and well-preserved letter.
Lyonel Feininger
Maschinenschriftlicher Brief mit aquarellierter Orig.-Zeichnung. New York, 10. Dezember 1952. 1 1/2 S. 27,5 : 21,5 cm.
• Inhaltsreicher Brief an die bedeutende Mäzenin Thekla Hess
• Mit "Ghostie"-Zeichnung
• Feiningers "Ghosties" wurden weder ausgestellt noch verkauft, sondern ausschließlich verschenkt
• Eindrucksvolles Dokument von Feiningers ungebrochener Hingabe an die Ölmalerei im New Yorker Exil
• Wichtiges Zeugnis seiner lebenslangen Verbundenheit mit der Bauhaus-Förderin Thekla Hess
Privater, mit seinem familären Spitznamen "Papileo" unterschriebener Brief an die Kunstsammlerin Thekla Hess ("Dear Tek“). Feininger schreibt aus seinem späten Exil in New York und bedankt sich zunächst herzlich für einen "Tree Cake" (Baumkuchen) aus Deutschland, der als Dankeschön für ein Aquarell des vergangenen Sommers geschickt wurde.
Besonders bemerkenswert sind Feiningers offene Worte zu seiner anhaltenden Arbeitswut im hohen Alter, die jedoch von einem unglücklichen Unfall an der Staffelei unterbrochen wurde:
"I came back, just filled with new plans for catching up in my long-neglected oil-painting. And, as it happened, I had at once ordered paints, canvas and Keil-Rahmen, die schweremenge, and was standing in front of my easel, just about to begin work, when I stepped on the foot of my easel and it slid away from me .. and I had a bad fall which hurt my ankle so that I had to give up all thought of work and lie for three weeks with 'Essig-Sauerw Tonerde' wrappings."
Im zweiten Teil des Briefes äußert sich Feininger humorvoll, aber auch melancholisch über die altersbedingten Beschwerden (er war zu diesem Zeitpunkt 81 Jahre alt), erwähnt eine überstandene Gürtelrose aus dem Jahr 1939 und seine Seh- und Hörprobleme. Dennoch betont er seine ungebrochene Leidenschaft für die Kunst und die Musik:
"Well, it is all in the day's work when one gets past '80', and my left ear is also quite deaf, so that I have to be shouted at sometimes. But I can still enjoy my BACH at the piano. Das ist ja die Hauptsache."
Auf der Rückseite erklärt er, daß er in diesem Jahr aufgrund seiner Malerei keine Zeit für das Basteln seiner berühmten Spielzeugfiguren ("figures and little houses") hat. Abschließend berichtet er voller Vorfreude vom anstehenden Besuch seines Sohnes Laurence, einem bekannten Musikwissenschaftler:
"We expect Laurence here on January 4th, he will fly from Rome, and stay on for two months in New York .. On November 2nd he gave a choir recital in Essen with his boys, and it was a most unusual occasion; a Mass by Benevoli .."
Die Mischung aus englischer Sprache mit eingestreuten deutschen Begriffen ("Keil-Rahmen", "Essig-Sauerw Tonerde", "Das ist ja die Hauptsache") ist charakteristisch für Feiningers multikulturelle Biographie.
- ZUSTAND: Mit 2 schmalen Hinterlegungen an den beiden Falzrändern. Sehr gut erhalten. - PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland.
Typescript letter with orig. "Ghostie" drawing. A detailed and private letter to the prominent patron Thekla Hess, showing his unwavering dedication to oil painting during his exile in New York. 1 1/2 pages. Sheet size 27,5 : 21,5 cm. - Two small backed spots at margins of folding. Fine and well-preserved letter.
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Lyonel Feininger "Masch. Brief an Thekla Hess, mit Orig.-Zeichnung"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 34 % Aufgeld.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 34 %, Teilbeträge über € 200.000 29 % Aufgeld.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.
Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 27 %.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 27%, Teilbeträge über € 200.000 22 % Aufgeld.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.
Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
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Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 34 % Aufgeld.
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Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
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