Auktion: 610 / Rare Books am 23.11.2026 in Hamburg → Lot 426000413

426000413
Sebastian Brant
Stultifera navis, 1497.
Inkunabel
Schätzpreis: € 2.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
426000413
Sebastian Brant
Stultifera navis, 1497.
Inkunabel
Schätzpreis: € 2.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Narren
Sebastian Brant
Stultifera navis. Übersetzt aus dem Deutschen ins Lateinische von Jakob Lochner. Augsburg, Joh. Schönsperger, 1. April 1497.
Lateinische Übersetzung der reich illustrierten Satire auf die Narrheiten und Schwächen des Menschen. Seltene Ausgabe bei Schönsperger in Augsburg.
Augsburger Nachdruck der ersten lateinischen Ausgabe, die einen Monat zuvor, am 1. März 1498 bei Bergmann in Basel erschienen war. Im Unterschied zu dieser im kleineren Format gedruckt und mit Nachschnitten der berühmten Dürerschen Illustrationen (vgl. Schreiber).
Brants Narrenschiff erschien erstmals 1494 in deutscher Sprache und wurde 1497 von seinem Schüler Jakob Lochner ins Lateinische übersetzt. "The woodcut illustrations created for the Das Narrenschiff are of immense density and tenseness. Since there was no iconographical tradition for this newly conceived text, the subjects and scenes of the illustrations had to be created entirely new. The images presented are of such convincing force that their equal in design had never before been seen" (De Simone). Die Basler Ausgabe, die hier nachgedruckt ist, war das erste literarische Werk, das die Entdeckung der Neuen Welt erwähnt - was nicht verwundert, da es Bergmann war, der 1493 die erste deutsche Ausgabe des Kolumbusbriefes veröffentlichte.
EINBAND: Neuer Pergamentband unter Verwendung einer alten Notenhandschrift. 8vo. 15 : 11 cm. - ILLUSTRATION: Mit 114 (st. 119) Textholzschnitten, davon 6 wiederholt. - KOLLATION: 145 (st. 148) Bll. 30 Zeilen. - ZUSTAND: Fehlen der Titel und das erste Textbl. (a1-2) sowie Bl. VI (a7). - Etw. fleckig, Kopfsteg eng beschnitten (tlw. Foliierung angeschnitten), wenige Ecken ergänzt, erstes Textbl. mit altem Eintrag (tls. durchgestrichen).
LITERATUR: GW 5056. - Hain 3748. - Goff B 1088. - BMC II, 370. - BSB B-818. - Schreiber 3569. - Ges. f. Typenkunde 494. - Vgl. PMM 37.
Richly illustrated satire on the follies and weaknesses of mankind, Sebastian Brant's main work, one of the greatest book successes in German literature. Very rare piracy incunabulum edition published by Schönsperger in Augsburg, printed in smaller size and with woodcuts after the famous illustrations by Dürer. Mod. vellum using an early manuscript with notes. 145 (of 148) leaves. Lacking title, a2 and a7. - Some staining, upper margin cropped close (partly affecting leave numbers), entry by old hand on first text leaf (partly crossed out). (R)
Sebastian Brant
Stultifera navis. Übersetzt aus dem Deutschen ins Lateinische von Jakob Lochner. Augsburg, Joh. Schönsperger, 1. April 1497.
Lateinische Übersetzung der reich illustrierten Satire auf die Narrheiten und Schwächen des Menschen. Seltene Ausgabe bei Schönsperger in Augsburg.
Augsburger Nachdruck der ersten lateinischen Ausgabe, die einen Monat zuvor, am 1. März 1498 bei Bergmann in Basel erschienen war. Im Unterschied zu dieser im kleineren Format gedruckt und mit Nachschnitten der berühmten Dürerschen Illustrationen (vgl. Schreiber).
Brants Narrenschiff erschien erstmals 1494 in deutscher Sprache und wurde 1497 von seinem Schüler Jakob Lochner ins Lateinische übersetzt. "The woodcut illustrations created for the Das Narrenschiff are of immense density and tenseness. Since there was no iconographical tradition for this newly conceived text, the subjects and scenes of the illustrations had to be created entirely new. The images presented are of such convincing force that their equal in design had never before been seen" (De Simone). Die Basler Ausgabe, die hier nachgedruckt ist, war das erste literarische Werk, das die Entdeckung der Neuen Welt erwähnt - was nicht verwundert, da es Bergmann war, der 1493 die erste deutsche Ausgabe des Kolumbusbriefes veröffentlichte.
EINBAND: Neuer Pergamentband unter Verwendung einer alten Notenhandschrift. 8vo. 15 : 11 cm. - ILLUSTRATION: Mit 114 (st. 119) Textholzschnitten, davon 6 wiederholt. - KOLLATION: 145 (st. 148) Bll. 30 Zeilen. - ZUSTAND: Fehlen der Titel und das erste Textbl. (a1-2) sowie Bl. VI (a7). - Etw. fleckig, Kopfsteg eng beschnitten (tlw. Foliierung angeschnitten), wenige Ecken ergänzt, erstes Textbl. mit altem Eintrag (tls. durchgestrichen).
LITERATUR: GW 5056. - Hain 3748. - Goff B 1088. - BMC II, 370. - BSB B-818. - Schreiber 3569. - Ges. f. Typenkunde 494. - Vgl. PMM 37.
Richly illustrated satire on the follies and weaknesses of mankind, Sebastian Brant's main work, one of the greatest book successes in German literature. Very rare piracy incunabulum edition published by Schönsperger in Augsburg, printed in smaller size and with woodcuts after the famous illustrations by Dürer. Mod. vellum using an early manuscript with notes. 145 (of 148) leaves. Lacking title, a2 and a7. - Some staining, upper margin cropped close (partly affecting leave numbers), entry by old hand on first text leaf (partly crossed out). (R)
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