155
Piero Dorazio
Epte violet, 1990.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
155
Piero Dorazio
Epte violet, 1990.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
Piero Dorazio
1927 - 2005
Epte violet. 1990.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt. Auf dem Keilrahmen mit dem Stempel des Studio Piero Dorazio, dort mit der handschriftlichen Werknummer "2341" bezeichnet. 200 x 181 cm (78,7 x 71,2 in). [EH/CH].
• Piero Dorazio ist einer der wichtigsten Protagonisten der abstrakten Nachkriegskunst in Italien.
• Dynamischer Bildkörper durch Farbe, rhythmische Strukturen, Licht und Transparenz.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Teilnahme an der documenta II und III.
• Werke des Künstlers befinden sich u. a. in den Sammlungen des Museums für Konkrete Kunst, Ingolstadt, des Museums Folkwang, Essen, und des Museum of Modern Art, New York.
Mit einer Fotoexpertise des Archivio Piero Dorazio, Mailand. Das Werk ist im Archivio Piero Dorazio, Mailand, dokumentiert.
PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland (2004 direkt vom Künstler erworben).
AUSSTELLUNG: Piero Dorazio. Bilder 1989-1990, Galerie im Erker, St. Gallen, 30.6.-29.9.1990 (S. 23 m. Farbabb.).
Piero Dorazio, Retrospektive 1946-2002, Galerie Aras, Ravensburg, 13.5.-15.11.2002 (auf dem Keilrahmen mit einem Stempel).
Piero Dorazio. Das Große Fest Der Farben, Galerie Valentien, Stuttgart, 2004 (m. Abb. auf dem Cover sowie S. 5, auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
"Ich habe den ganz eigenen Traum von einer 'Methode', die Farbe so einzusetzen, dass durch die Kombination der verschiedenen Ebenen der 'Farberfahrung', die Materie und die Poesie der Farbe miteinander verwoben werden können."
Piero Dorazio, 1962, zit. nach: Annette Papenberg-Weber, Piero Dorazio, Basel 2002, S. 123f.
Aufrufzeit: 05.12.2026 - ca. 14.13 h +/- 20 Min.
1927 - 2005
Epte violet. 1990.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt. Auf dem Keilrahmen mit dem Stempel des Studio Piero Dorazio, dort mit der handschriftlichen Werknummer "2341" bezeichnet. 200 x 181 cm (78,7 x 71,2 in). [EH/CH].
• Piero Dorazio ist einer der wichtigsten Protagonisten der abstrakten Nachkriegskunst in Italien.
• Dynamischer Bildkörper durch Farbe, rhythmische Strukturen, Licht und Transparenz.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Teilnahme an der documenta II und III.
• Werke des Künstlers befinden sich u. a. in den Sammlungen des Museums für Konkrete Kunst, Ingolstadt, des Museums Folkwang, Essen, und des Museum of Modern Art, New York.
Mit einer Fotoexpertise des Archivio Piero Dorazio, Mailand. Das Werk ist im Archivio Piero Dorazio, Mailand, dokumentiert.
PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland (2004 direkt vom Künstler erworben).
AUSSTELLUNG: Piero Dorazio. Bilder 1989-1990, Galerie im Erker, St. Gallen, 30.6.-29.9.1990 (S. 23 m. Farbabb.).
Piero Dorazio, Retrospektive 1946-2002, Galerie Aras, Ravensburg, 13.5.-15.11.2002 (auf dem Keilrahmen mit einem Stempel).
Piero Dorazio. Das Große Fest Der Farben, Galerie Valentien, Stuttgart, 2004 (m. Abb. auf dem Cover sowie S. 5, auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
"Ich habe den ganz eigenen Traum von einer 'Methode', die Farbe so einzusetzen, dass durch die Kombination der verschiedenen Ebenen der 'Farberfahrung', die Materie und die Poesie der Farbe miteinander verwoben werden können."
Piero Dorazio, 1962, zit. nach: Annette Papenberg-Weber, Piero Dorazio, Basel 2002, S. 123f.
Aufrufzeit: 05.12.2026 - ca. 14.13 h +/- 20 Min.
Farbe — Licht — Dynamik
"Epte Violet" ist in mehrfacher Hinsicht ein überaus beeindruckendes Gemälde. Mit starker Farbpräsenz und großer Dynamik führt uns dieses Werk zu den relevanten Themen des künstlerischen Schaffens von Piero Dorazio: Farbe - Licht - Dynamik. Piero Dorzio, der sich, wie so viele seiner Zeitgenossen, als ein Suchender nach dem II.Weltkrieg auf den Weg zu einer neuen künstlerischen Ausdrucksweise macht, findet in den späten 50er Jahren als seinen Weg die Farbe. Er findet die Farbe in restloser Befreitheit von allem Gegenständlichen. Ihr weist er verschiedene Zustände zu: Linie, Streifen, Bogen. Diese wiederum werden verschränkt, überlagert, transparent geschichtet. Piero Dorazio lässt in diesen konsequent und variantenreich erkundeten Bildgestaltungen einen neuen Raum in seinen Kompositionen entstehen, der sich optisch nicht nur in verschiedene Richtungen, sondern sich auch in eine gefühlte zeitliche Dimension ausdehnt.
"Epte Violet" zeigt über dem intensiven violetten Grund ein mehrschichtiges Feld von feinen, leicht schräg von rechts oben nach links unten parallel verlaufenden Farblinien. Sie sind mit dem Pinsel gezogen, also in sich leicht unregelmäßig und locker. Keine der Linien behält die selbe Farbe des Anfangs bis zum Ende, so vollzieht sich ein Wechsel von Grün zu Blau zu Rosa oder von Gelb zu Weiß. Die Bildfläche insgesamt unterliegt einer klaren Ordnung: eine überschlägige Teilung lässt sich zwischen dunkleren Linien links oben gegenüber helleren Linien rechts unten feststellen; dort dominiert dunkles Blau hier helles Gelb und Weiß. Rhythmik entsteht durch die Parallelität der Striche in verschiedenen Neigungswinkeln. Doch all das darf keine konstruktive Erläuterung sein. Es geht um die Wirkung der Farbe, die dynamisierende Belebung der Fläche.
"Epte Violet" — Das Unmalbare zeigen
Als Betrachter sucht man gerne einen Rückhalt im Titel. "Epte Violet" erschließt sich nicht unbedingt aus einer Übersetzung heraus. Eine Möglichkeit mag der Fluss "Epte" sein, ein Nebenfluss der Seine nahe von Giverny, der für Claude Monet mehrfach Motiv war. Vielleicht lässt sich flirrenes Licht im Raum assoziieren. Claude Monet hat für sich eine der großen Herausforderungen als Künstler folgendermaßen formuliert: „Ich möchte die Luft malen, in der sich die Brücke, das Haus und das Boot befinden. Die Schönheit der Luft, in der sie sich befinden – und das ist nichts anderes als das Unmögliche.“ (zit.nach: https://claudemonetgiverny.fr/decouvrir/citations/ gelesen 30.10.26 15:33) Piero Dorazio ist es gelungen Farbe, Licht und Bewegung auf die Leinwand zu bringen, ohne sich einer Sache zu bedienen. [EH]
"Epte Violet" ist in mehrfacher Hinsicht ein überaus beeindruckendes Gemälde. Mit starker Farbpräsenz und großer Dynamik führt uns dieses Werk zu den relevanten Themen des künstlerischen Schaffens von Piero Dorazio: Farbe - Licht - Dynamik. Piero Dorzio, der sich, wie so viele seiner Zeitgenossen, als ein Suchender nach dem II.Weltkrieg auf den Weg zu einer neuen künstlerischen Ausdrucksweise macht, findet in den späten 50er Jahren als seinen Weg die Farbe. Er findet die Farbe in restloser Befreitheit von allem Gegenständlichen. Ihr weist er verschiedene Zustände zu: Linie, Streifen, Bogen. Diese wiederum werden verschränkt, überlagert, transparent geschichtet. Piero Dorazio lässt in diesen konsequent und variantenreich erkundeten Bildgestaltungen einen neuen Raum in seinen Kompositionen entstehen, der sich optisch nicht nur in verschiedene Richtungen, sondern sich auch in eine gefühlte zeitliche Dimension ausdehnt.
"Epte Violet" zeigt über dem intensiven violetten Grund ein mehrschichtiges Feld von feinen, leicht schräg von rechts oben nach links unten parallel verlaufenden Farblinien. Sie sind mit dem Pinsel gezogen, also in sich leicht unregelmäßig und locker. Keine der Linien behält die selbe Farbe des Anfangs bis zum Ende, so vollzieht sich ein Wechsel von Grün zu Blau zu Rosa oder von Gelb zu Weiß. Die Bildfläche insgesamt unterliegt einer klaren Ordnung: eine überschlägige Teilung lässt sich zwischen dunkleren Linien links oben gegenüber helleren Linien rechts unten feststellen; dort dominiert dunkles Blau hier helles Gelb und Weiß. Rhythmik entsteht durch die Parallelität der Striche in verschiedenen Neigungswinkeln. Doch all das darf keine konstruktive Erläuterung sein. Es geht um die Wirkung der Farbe, die dynamisierende Belebung der Fläche.
"Epte Violet" — Das Unmalbare zeigen
Als Betrachter sucht man gerne einen Rückhalt im Titel. "Epte Violet" erschließt sich nicht unbedingt aus einer Übersetzung heraus. Eine Möglichkeit mag der Fluss "Epte" sein, ein Nebenfluss der Seine nahe von Giverny, der für Claude Monet mehrfach Motiv war. Vielleicht lässt sich flirrenes Licht im Raum assoziieren. Claude Monet hat für sich eine der großen Herausforderungen als Künstler folgendermaßen formuliert: „Ich möchte die Luft malen, in der sich die Brücke, das Haus und das Boot befinden. Die Schönheit der Luft, in der sie sich befinden – und das ist nichts anderes als das Unmögliche.“ (zit.nach: https://claudemonetgiverny.fr/decouvrir/citations/ gelesen 30.10.26 15:33) Piero Dorazio ist es gelungen Farbe, Licht und Bewegung auf die Leinwand zu bringen, ohne sich einer Sache zu bedienen. [EH]
Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Piero Dorazio "Epte violet"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 2.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 34 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 29 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 22 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.
Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 2.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 29 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 4.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 4.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.
Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 2.000.000 Euro: hieraus Aufgeld 34 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 29 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
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Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.000.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 23 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.000.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
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Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
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Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
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weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
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Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.
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