Auktion: 611 / Day Sale am 05.12.2026 in München → Lot 126000512
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126000512
Imi Knoebel
Anima Mundi 18-4, 2020.
Acryl auf Aluminium, 4-teilig
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000512
Imi Knoebel
Anima Mundi 18-4, 2020.
Acryl auf Aluminium, 4-teilig
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Imi Knoebel
1940
Anima Mundi 18-4. 2020.
Acryl auf Aluminium, 4-teilig.
Auf einer der Tafel verso signiert "Imi" und datiert. Alle 4 Tafeln verso mit einem Etikett, dort typografisch betitelt und bezeichnet. Unikat. Jeweils 37 x 29 x 5,8 cm (14,5 x 11,4 x 2,2 in). Insgesamt ca. 37 x 176 x 5,8
[JS].
• Unikat aus einer der zentralen "Anima-Mundi"- Werkserien von Imi Knoebel.
• Mehrteiligkeit macht Knoebels serielles Denken und Arbeiten in besonderer Weise erfahrbar.
• Reduzierte Ästhetik: Knoebel verleiht den in den Raum hinausragenden Aluminiumkörpern durch den feinen Pinselduktus ein "malerisches Inkarnat".
• Zuletzt waren Werke des Künstlers u. a. in der Ausstellung "Imi Knoebel. Green Flag" im White Cube, Hongkong (2023), und in der Ausstellung "Balance" im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin (2022), zu sehen.
• Knoebels Arbeiten befinden u. a. im Museum of Modern Art, New York, im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin, in der Pinakothek der Moderne, München, und in der Albertina Wien.
PROVENIENZ: Atelier des Künstlers.
Galerie Fahnemann, Berlin (vom Vorgenanten).
Sammlung Bayern (2021 vom Vorgenannten).
1940
Anima Mundi 18-4. 2020.
Acryl auf Aluminium, 4-teilig.
Auf einer der Tafel verso signiert "Imi" und datiert. Alle 4 Tafeln verso mit einem Etikett, dort typografisch betitelt und bezeichnet. Unikat. Jeweils 37 x 29 x 5,8 cm (14,5 x 11,4 x 2,2 in). Insgesamt ca. 37 x 176 x 5,8
[JS].
• Unikat aus einer der zentralen "Anima-Mundi"- Werkserien von Imi Knoebel.
• Mehrteiligkeit macht Knoebels serielles Denken und Arbeiten in besonderer Weise erfahrbar.
• Reduzierte Ästhetik: Knoebel verleiht den in den Raum hinausragenden Aluminiumkörpern durch den feinen Pinselduktus ein "malerisches Inkarnat".
• Zuletzt waren Werke des Künstlers u. a. in der Ausstellung "Imi Knoebel. Green Flag" im White Cube, Hongkong (2023), und in der Ausstellung "Balance" im Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, Berlin (2022), zu sehen.
• Knoebels Arbeiten befinden u. a. im Museum of Modern Art, New York, im Hamburger Bahnhof, Museum für Gegenwart, Berlin, in der Pinakothek der Moderne, München, und in der Albertina Wien.
PROVENIENZ: Atelier des Künstlers.
Galerie Fahnemann, Berlin (vom Vorgenanten).
Sammlung Bayern (2021 vom Vorgenannten).
Seit Ende der 1980er Jahre konzentriert sich Imi Knoebel ganz auf die Wirkung der Farbe. Um sich nicht von formalen Fragen ablenken zu lassen, entscheidet er sich für ein gleichbleibendes Fünferschema innerhalb eines Rechtecks, das in den theoretischen Überlegungen des Künstlers einem menschlichen Porträt ähnelt. Dieses entwickelt Knoebel ausgehend von der Porträt-Werkfolge in seiner um 2010 einsetzenden, berühmten "Anima Mundi"-Werkfolge weiter. Die fünf Teile jedes Bildes sind nicht nur farblich voneinander abgesetzt, sie werden auch durch Fugen des unter dem feinen farblichen Duktus liegenden Aluminiumkörpers akzentuiert, um so den Eigenwert der einzelnen Farbfelder zu steigern. Die en face gesehene Fläche lässt noch schwach an die schematisierten Gesichtszüge eines menschlichen Antlitzes denken. Dabei geht es weniger um die Abbildung realer Personen, sondern vielmehr um die übergeordnete Idee der Porträtmalerei. Wie bereits in den berühmten Porträtserien Andy Warhols angelegt, variiert die stets neu zusammengesetzte Farbkombination und ihr spezifisches Zusammenspiel den Charakter des jeweiligen Farbkörpers. Knoebel hat die zeichenhafte Vereinfachung des menschlichen Antlitzes, wie sie in Jawlenskys berühmten "Meditationen" bereits innerhalb der Vorkriegsmoderne in entscheidender Weise angelegt war, künstlerisch auf die Spitze getrieben. Kein malerischer Duktus, keine Binnenstrukturen lenken in Knoebels einzigartig konsequenten Schöpfungen mehr von der alleinigen Wirkung der Farbe ab, und doch gelingt ihm allein durch die körperliche Einbindung der Malfläche das scheinbare Paradoxon, die figürliche Assoziation des menschlichen Gesichtes trotz der streng geometrischen Bildanlage beim Betrachter weiterhin aufrechtzuerhalten. [JS]
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