Auktion: 612 / Evening Sale am 04.12.2026 in München → Lot 126000794
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126000794
Fritz Koenig
Landschaft I, 1964.
Bronze mit schwarz-grüner Patina
Schätzpreis: € 80.000 - 120.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000794
Fritz Koenig
Landschaft I, 1964.
Bronze mit schwarz-grüner Patina
Schätzpreis: € 80.000 - 120.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Fritz Koenig
1924 - 2017
Landschaft I. 1964.
Bronze mit schwarz-grüner Patina.
Mit dem eingeschlagenem Monogramm. Unikat. 17 x 97 x 52 cm (6,6 x 38,1 x 20,4 in). [AW].
• Unikat.
• Landschaft wird bei Fritz Koenig zur kraftvollen, fragmentarischen Abstraktion.
• 1964: Teilnahmen an der documenta III in Kassel und der XXXII. Biennale in Venedig sowie Berufung an die Technische Universität München.
• Im selben Jahr entsteht auch "Große Landschaft I", heute vor der TU München.
• Bronzen Koenigs befinden sich in bedeutenden Museen und Sammlungen, darunter die Peggy Guggenheim Collection, Venedig, die Neue Nationalgalerie, Berlin, und das Museum of Modern Art, New York.
PROVENIENZ: Privatsammlung Baden-Württemberg (direkt vom Künstler erworben).
Privatsammlung (vom Vorgenannten erworben).
LITERATUR: Dietrich Clarenbach, Fritz Koenig. Skulpturen. Werkverzeichnis, München 2003, WVZ-Nr. 339 (o. Abb.).
1924 - 2017
Landschaft I. 1964.
Bronze mit schwarz-grüner Patina.
Mit dem eingeschlagenem Monogramm. Unikat. 17 x 97 x 52 cm (6,6 x 38,1 x 20,4 in). [AW].
• Unikat.
• Landschaft wird bei Fritz Koenig zur kraftvollen, fragmentarischen Abstraktion.
• 1964: Teilnahmen an der documenta III in Kassel und der XXXII. Biennale in Venedig sowie Berufung an die Technische Universität München.
• Im selben Jahr entsteht auch "Große Landschaft I", heute vor der TU München.
• Bronzen Koenigs befinden sich in bedeutenden Museen und Sammlungen, darunter die Peggy Guggenheim Collection, Venedig, die Neue Nationalgalerie, Berlin, und das Museum of Modern Art, New York.
PROVENIENZ: Privatsammlung Baden-Württemberg (direkt vom Künstler erworben).
Privatsammlung (vom Vorgenannten erworben).
LITERATUR: Dietrich Clarenbach, Fritz Koenig. Skulpturen. Werkverzeichnis, München 2003, WVZ-Nr. 339 (o. Abb.).
Fritz Koenigs plastisches Werk ist von der Suche nach einer Form geprägt, in der sich geometrische Ordnung und organisches Leben verbinden. Besonders deutlich zeigt sich dieses Spannungsverhältnis in der Werkgruppe der "Landschaften", zu der auch die vorliegende Arbeit "Landschaft I" zählt. Seit den 1960er Jahren entwickelt Koenig hier ein abstraktes Formenvokabular, das Natur nicht mimetisch abbildet, sondern ihre elementaren Strukturen und Kräfte in eine konzentrierte plastische Sprache überführt.
Als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit prägt Koenig die Entwicklung der modernen Skulptur maßgeblich. Internationale Anerkennung erhält er 1958 mit der Teilnahme an der XXIX. Biennale in Venedig sowie 1959 an der documenta II in Kassel. Einen besonderen Höhepunkt markiert das Jahr 1964: Koenig nimmt an der documenta 3 in Kassel und an der XXXII. Biennale in Venedig teil und wird zugleich auf den Lehrstuhl für Plastisches Gestalten an der Architekturfakultät der Technischen Universität München berufen. Ein weiterer Faktor für seine weltweite Bekanntheit als Bildhauer sind seine Arbeiten im öffentlichen Raum. Darunter die "Große Kugelkaryatide N.Y." (1968/1972) für die Brunnenanlage des World Trade Centers, die heute nur wenig beschädigt als Mahnmal für die Terroranschläge von 2001 in den 9/11 Memorial Park in New York integriert ist.
Die "Landschaften" aus der gleichnamigen Serie sind durch blockhafte, klar gegliederte Körper bestimmt. Ihre geschlossenen Volumina wirken zugleich statisch und bewegt. Sie erinnern an gewachsene Gesteinsformationen, tektonische Schichtungen oder andere Naturformationen, die sich aus miteinander verbundenen Elementen zusammensetzen. Landschaft wird dabei nicht als Abbild eines äußeren Naturraums verstanden, sondern als Sinnbild eines schöpferischen Prinzips, in dem Ordnung, Wachstum und Bewegung ineinander greifen.
Wesentlich ist die Spannung zwischen geometrischer Strenge und dem Verweis auf das Körperliche. Obwohl Koenig die Natur zunehmend abstrahiert, bleibt sein Formenvokabular stets unmittelbar erfahrbar. Die plastische Masse besitzt Gewicht und Präsenz, zugleich scheinen die einzelnen Elemente dynamisch aufeinander zu reagieren. Es entsteht so der Eindruck einer verdichteten, in sich geschlossenen Welt.
Für die Wirkung der Landschaften ist auch die Wahl des Materials entscheidend. Während Koenig in seinen früheren Arbeiten der Bronze den Vorzug gibt, wendet er sich später zunehmend dem spröderen Eisen zu, dessen widerstandsfähige Oberfläche und kantige Struktur die blockhafte Formensprache unterstützen. Eine größere Variante der hier angebotenen "Landschaft I" befindet sich auf dem Campus der Technischen Universität München. [AW]
Als einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit prägt Koenig die Entwicklung der modernen Skulptur maßgeblich. Internationale Anerkennung erhält er 1958 mit der Teilnahme an der XXIX. Biennale in Venedig sowie 1959 an der documenta II in Kassel. Einen besonderen Höhepunkt markiert das Jahr 1964: Koenig nimmt an der documenta 3 in Kassel und an der XXXII. Biennale in Venedig teil und wird zugleich auf den Lehrstuhl für Plastisches Gestalten an der Architekturfakultät der Technischen Universität München berufen. Ein weiterer Faktor für seine weltweite Bekanntheit als Bildhauer sind seine Arbeiten im öffentlichen Raum. Darunter die "Große Kugelkaryatide N.Y." (1968/1972) für die Brunnenanlage des World Trade Centers, die heute nur wenig beschädigt als Mahnmal für die Terroranschläge von 2001 in den 9/11 Memorial Park in New York integriert ist.
Die "Landschaften" aus der gleichnamigen Serie sind durch blockhafte, klar gegliederte Körper bestimmt. Ihre geschlossenen Volumina wirken zugleich statisch und bewegt. Sie erinnern an gewachsene Gesteinsformationen, tektonische Schichtungen oder andere Naturformationen, die sich aus miteinander verbundenen Elementen zusammensetzen. Landschaft wird dabei nicht als Abbild eines äußeren Naturraums verstanden, sondern als Sinnbild eines schöpferischen Prinzips, in dem Ordnung, Wachstum und Bewegung ineinander greifen.
Wesentlich ist die Spannung zwischen geometrischer Strenge und dem Verweis auf das Körperliche. Obwohl Koenig die Natur zunehmend abstrahiert, bleibt sein Formenvokabular stets unmittelbar erfahrbar. Die plastische Masse besitzt Gewicht und Präsenz, zugleich scheinen die einzelnen Elemente dynamisch aufeinander zu reagieren. Es entsteht so der Eindruck einer verdichteten, in sich geschlossenen Welt.
Für die Wirkung der Landschaften ist auch die Wahl des Materials entscheidend. Während Koenig in seinen früheren Arbeiten der Bronze den Vorzug gibt, wendet er sich später zunehmend dem spröderen Eisen zu, dessen widerstandsfähige Oberfläche und kantige Struktur die blockhafte Formensprache unterstützen. Eine größere Variante der hier angebotenen "Landschaft I" befindet sich auf dem Campus der Technischen Universität München. [AW]
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