Auktion: 612 / Evening Sale am 04.12.2026 in München → Lot 126001147
126001147
Gabriele Münter
Narvik Hafen, 1916.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 140.000 - 180.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126001147
Gabriele Münter
Narvik Hafen, 1916.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 140.000 - 180.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Gabriele Münter
1877 - 1962
Narvik Hafen. 1916.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen betitelt. Verso mit dem verblassten Nachlassstempel sowie handschriftlich und typografisch auf einem Etikett mit der Nachlassnummer "L. 470" bezeichnet. 47,5 x 64,2 cm (18,7 x 25,2 in).
NORWEGEN Eine der seltenen norwegischen Landschaften in Münters Werk.
WERKVERZEICHNIS Bestätigt von der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, Aufnahme ins Werkverzeichnis.
NACHLASS Aus dem Nachlass der Künstlerin, verso mit Stempel und Nummer "L. 470".
AUSSTELLUNG In der renommierten Galerie "Der Sturm" 1917 gezeigt .
Mit einer schriftlichen Bestätigung der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, vom 10. Dezember 2012 (in Kopie). Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis der Gemälde von Gabriele Münter aufgenommen.
PROVENIENZ: Nachlass der Künstlerin.
Privatsammlung Norddeutschland.
Privatsammlung Österreich(2012 vom Vorgenannten erworben, Ketterer Kunst).
AUSSTELLUNG: Der Sturm, 58. Ausstellung. Gösta Adrian-Nilsson, Paul Klee, Gabriele Münter. Gemälde und Aquarelle, Zeichnungen, Berlin, Dez. 1917, Kat.-Nr. 79 (verso mit dem Etikett).
Maleriudstilling. Gabriele Münter-Kandinsky, Københavns Ny Kunstsal, Kopenhagen, Okt. 1919 (verso mit dem Etikett).
Gabriele Münter 1908-1933, Wanderausstellung Bremen / Bochum 1933, Jena / Eisennach 1934, Altenburg / Stuttgart 1935, Nr. 28a (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Galerie Valentien, Königsbau, Stuttgart, o.J., Nr. 18 (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
LITERATUR: Ketterer Kunst, München, Auktion 400, Moderne Kunst, 8.12.2012, Los 42.
"Mit diesen Ausstellungen hatte die Rezeption Münters in Skandinavien einen Höhepunkt erreicht. Die Künstlerin wurde sowohl durch die Kritik als auch durch die skandinavische Kunstszene als internationale Avantgardistin anerkannt."
Isabelle Jansen, Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife, München 2017/18, S. 244.
1877 - 1962
Narvik Hafen. 1916.
Öl auf Leinwand.
Rechts unten signiert und datiert. Auf dem Keilrahmen betitelt. Verso mit dem verblassten Nachlassstempel sowie handschriftlich und typografisch auf einem Etikett mit der Nachlassnummer "L. 470" bezeichnet. 47,5 x 64,2 cm (18,7 x 25,2 in).
NORWEGEN Eine der seltenen norwegischen Landschaften in Münters Werk.
WERKVERZEICHNIS Bestätigt von der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, Aufnahme ins Werkverzeichnis.
NACHLASS Aus dem Nachlass der Künstlerin, verso mit Stempel und Nummer "L. 470".
AUSSTELLUNG In der renommierten Galerie "Der Sturm" 1917 gezeigt .
Mit einer schriftlichen Bestätigung der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, vom 10. Dezember 2012 (in Kopie). Die Arbeit wird in das Werkverzeichnis der Gemälde von Gabriele Münter aufgenommen.
PROVENIENZ: Nachlass der Künstlerin.
Privatsammlung Norddeutschland.
Privatsammlung Österreich(2012 vom Vorgenannten erworben, Ketterer Kunst).
AUSSTELLUNG: Der Sturm, 58. Ausstellung. Gösta Adrian-Nilsson, Paul Klee, Gabriele Münter. Gemälde und Aquarelle, Zeichnungen, Berlin, Dez. 1917, Kat.-Nr. 79 (verso mit dem Etikett).
Maleriudstilling. Gabriele Münter-Kandinsky, Københavns Ny Kunstsal, Kopenhagen, Okt. 1919 (verso mit dem Etikett).
Gabriele Münter 1908-1933, Wanderausstellung Bremen / Bochum 1933, Jena / Eisennach 1934, Altenburg / Stuttgart 1935, Nr. 28a (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Galerie Valentien, Königsbau, Stuttgart, o.J., Nr. 18 (auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
LITERATUR: Ketterer Kunst, München, Auktion 400, Moderne Kunst, 8.12.2012, Los 42.
"Mit diesen Ausstellungen hatte die Rezeption Münters in Skandinavien einen Höhepunkt erreicht. Die Künstlerin wurde sowohl durch die Kritik als auch durch die skandinavische Kunstszene als internationale Avantgardistin anerkannt."
Isabelle Jansen, Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife, München 2017/18, S. 244.
Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges wirft für Gabriele Münter alle Pläne um: Ihr Lebensgefährte Kandinsky muss Deutschland umgehend verlassen. Es wird letztlich ein folgenreiches und dauerndes Zerwürfnis zwischen den beiden. Münter begibt sich ebenfalls auf Reisen und kommt durch die Vermittlung der Galeristin und Förderin Nell Walden, einer gebürtigen Schwedin, nach Stockholm. Hier findet Münter zu einer feineren, eigenen Malweise, die eine wesentliche Weiterentwicklung der fruchtbaren Murnauer Jahre darstellt. Von Stockholm aus unternimmt sie 1916 eine ausgedehnte Reise nach Norwegen und bis in den hohen Norden nach Narvik.
Es sind zwei Fassungen der Ansicht des Hafens von Narvik bekannt, die sich bis auf minimale Veränderungen in der Figurenstaffage – mit und ohne Hund – und der Büsche im Vordergrund kaum voneinander unterscheiden (vgl. A. Hoberg/H. Friedel (Hrsg.), Gabriele Münter 1877–1962. Retrospektive, Ausst.-Kat. Lenbachhaus München und Schirn Kunsthalle Frankfurt a. Main 1992/93, Kat.-Nr. 151 (L. 544)).
Unsere Version mit dem originalen Aufkleber der Kunstausstellung in der Galerie "Der Sturm" muss die frühere Fassung sein, worauf möglicherweise auch die niedrigere Werknummer hindeutet. Nach Notizen und Skizzen, die Münter in Narvik macht, ist diese Fassung wohl noch 1916 in Stockholm entstanden. Im Textbeitrag zum Katalog der Gabriele-Münter-Ausstellung 1992/93 werden beide Fassungen vermischt, denn nur unsere Fassung ist signiert und datiert. Die andere und wohl später entstandene ist nur signiert. Allein die Tatsache, dass Münter mehrere, nahezu identische Fassungen malt, spricht für den hohen Stellenwert, den das Sujet für sie hatte. Die Anlage der Komposition entspricht jener der späteren Staffelseebilder. Die Sicht von oben dehnt eine Perspektive, die Münter nie real nachempfunden hat. Die große Parallele des Weges im Vordergrund markiert einen räumlichen Abstand von der eigentlichen Sicht auf den Hafen. Wiederholungen gleicher Sujets kommen bei Münter vor, allerdings oft mit einschneidenderen Variationen als im vorliegenden Sujet. [EH]
Es sind zwei Fassungen der Ansicht des Hafens von Narvik bekannt, die sich bis auf minimale Veränderungen in der Figurenstaffage – mit und ohne Hund – und der Büsche im Vordergrund kaum voneinander unterscheiden (vgl. A. Hoberg/H. Friedel (Hrsg.), Gabriele Münter 1877–1962. Retrospektive, Ausst.-Kat. Lenbachhaus München und Schirn Kunsthalle Frankfurt a. Main 1992/93, Kat.-Nr. 151 (L. 544)).
Unsere Version mit dem originalen Aufkleber der Kunstausstellung in der Galerie "Der Sturm" muss die frühere Fassung sein, worauf möglicherweise auch die niedrigere Werknummer hindeutet. Nach Notizen und Skizzen, die Münter in Narvik macht, ist diese Fassung wohl noch 1916 in Stockholm entstanden. Im Textbeitrag zum Katalog der Gabriele-Münter-Ausstellung 1992/93 werden beide Fassungen vermischt, denn nur unsere Fassung ist signiert und datiert. Die andere und wohl später entstandene ist nur signiert. Allein die Tatsache, dass Münter mehrere, nahezu identische Fassungen malt, spricht für den hohen Stellenwert, den das Sujet für sie hatte. Die Anlage der Komposition entspricht jener der späteren Staffelseebilder. Die Sicht von oben dehnt eine Perspektive, die Münter nie real nachempfunden hat. Die große Parallele des Weges im Vordergrund markiert einen räumlichen Abstand von der eigentlichen Sicht auf den Hafen. Wiederholungen gleicher Sujets kommen bei Münter vor, allerdings oft mit einschneidenderen Variationen als im vorliegenden Sujet. [EH]
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