Auktion: 519 / Kunst nach 1945 / Zeitg. Kunst II am 19.06.2021 in München Lot 441

 
441
Ernst Wilhelm Nay
Onyx, 1963.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 60.000 - 70.000
+
Objektbeschreibung
Onyx. 1963.
Öl auf Leinwand.
Scheibler 1060. Rechts unten signiert und datiert. Verso nochmals signiert und auf dem Keilrahmen handschriftlich signiert, datiert und betitelt. Sowie mit durchgestrichener Datierung "1960". 82 x 70 cm (32,2 x 27,5 in).
[SL].
• Nay erzeugt durch die Überlagerung von runden Scheiben und Farben eine besondere Bilddynamik.
• Reizvolle Oberflächenstruktur durch pastosen Farbauftrag.
• Der Künstler zählt zu den wichtigsten Malern der deutschen Nachkriegskunst
.

PROVENIENZ: Galerie Orangerie-Reinz, Köln.
Privatsammlung Rheinland.
Privatsammlung Baden-Württemberg (seit 2019).

AUSSTELLUNG: Ernst Wilhelm Nay, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen von 1932 bis heute, Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath, Frankfurt a. M. 1960, Kat.-Nr. 33.
Ernst Wilhelm Nay, Galerie Günther Franke, München 1963, Kat.-Nr. 4 (verso auf dem Keilrahmen mit Galeriestempel).
Ernst Wilhem Nay 1902–1968, Galerie Orangerie-Reinz, Köln 1981, Kat. o. S., mit Abb.

Aufrufzeit: 19.06.2021 - ca. 13.11 h +/- 20 Min.

Essay
Nay beginnt um das Jahr 1961 einzelne Scheibenformationen mit Vehemenz zu durchstreichen. Dieses spontane in temperamentvollen Pinselstrichen durchgeführte Geste macht ihm den Weg frei für eine neue, kraftvolle Dramatik seiner Bildgestaltung, die dann etwa Mitte 1963 mit dem Aufkommen des Motivs der „Augen“ zu einer neuen Bildfindung innerhalb des großen Werkkomplex der Scheibenmotive führt. Unser Werk gehört zu den ersten Bildern dieser Werkgruppe, in dem der Künstler energetisch und kraftvoll den Übergang durchsetzt. Kräftiges Rot in Kontrast zu Blau und einem verhaltenen Grün über Gelb verbindet Nay mit kraftvollem schwarzem Pinselduktus und vereint die Farbfelder zu einer neugewonnenen bewegt malerischen Freiheit.
Den Titel „Onyx“ verwendet Ernst Wilhelm Nay für eine Komposition (Scheibler 949, „Verbleib unbekannt“), die er 1960 datiert und im selben Jahr im Frankfurter Kunstkabinett Hanna Becker vom Rath mit der Katalog-Nummer „33“ ausstellt. Eine entsprechende Notiz auf dem Keilrahmen „1960“ durchstreicht der Künstler und datiert das Werk neu, nachdem er das frühere Werk übermalt, aber den Titel beibehält. (MvL)
 


Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Ernst Wilhelm Nay "Onyx"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 32 % Aufgeld
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 32 %, Teilbeträge über € 500.000 27 % Aufgeld
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 500.000: 25 % Aufgeld zuzügl. der gesetzlichen Umsatzsteuer
Zuschläge über € 500.000: Teilbeträge bis einschließlich € 500.000 25%, Teilbeträge über € 500.000 20 % Aufgeld, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Bei Objekten, deren Künstler nicht bereits vor mindestens 70 Jahren verstorben ist, fällt eine Folgerechtsumlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer an.