Auktion: 522 / Klassische Moderne Teil II am 11.12.2021 in München Lot 469

 

469
Fernand Léger
Gaz de France, Ca. 1954/55.
Gouache und Bleistift
Schätzpreis: € 20.000 - 30.000
+
Gaz de France. Ca. 1954/55.
Gouache und Bleistift.
Rechts unten handschriftlich bezeichnet "1er etat FL". Verso auf einem angehefteten Papier von Madame Léger verifiziert: "Œuvre authentique de F. Leger N. Leger" sowie gestempelt "F.L.". Auf festem Aquarellpapier. 33,4 x 41,3 cm (13,1 x 16,2 in), Blattgröße.
Verso von fremder Hand mit der Nachlassnummer "N°G. 269 - 1" bezeichnet und betitelt. [AR].
• Vorstudie für ein großes Mosaik in Alfortville bei Paris für den Erdgaskonzern Gaz de France
• Nach seiner Rückkehr aus Amerika träumte Léger davon, die grauen Betonfassaden der modernen Großstädte mit Farbe zu beleben
• Seit mehr als 30 Jahren in süddeutschem Privatbesitz
.

Die Authentizität der Arbeit wurde von Irus Hansma, Muri, am 05.11.2021 mündlich bestätigt. Sie wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Papierarbeiten aufgenommen. Die schriftliche Bestätigung lach bei Drucklegung noch nicht vor.

PROVENIENZ: Privatsammlung Baden-Württemberg.

Aufrufzeit: 11.12.2021 - ca. 18.32 h +/- 20 Min.

Im Werk von Fernand Léger spielt der Bezug zur Architektur, zur modernen Großstadt und Technik immer eine zentrale Rolle, was sich unter anderem auf seine frühe Ausbildung in einem Architekturbüro und seine Bekanntschaft mit Le Corbusier zurückführen lässt. Bereits ab 1925 fertigt er die ersten dekorativen Wandgestaltungen an und ist unter anderem an der Dekoration des UNO-Gebäudes in New York beteiligt. Nach der Rückkehr aus den USA, wo Léger sich während des Zweiten Weltkriegs aufhält, träumt er davon, die grauen Betonfassaden der modernen Großstädte mit Farbe zu beleben. In der Vorstudie von „Gaz de France“ trifft seine lebenslange Begeisterung für die baubezogene Kunst schließlich auf den reifen und gelöst wirkenden Stil seines Spätwerks. Das Mosaik wurde nach dem Tod des Künstlers von seiner Frau Nadia Léger fertiggestellt und ist bis heute ein überlebensgroßes Zeugnis seiner großen Leidenschaft für Architektur, Form und Farbe.



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Fernand Léger "Gaz de France"
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Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung bei Folgerechtsabgabe:
Für Originalkunstwerke und Fotographien wird zur Abgeltung des gemäß §26 UrhG anfallenden Folgerechts eine Umlage i.H. von 2,4 % inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer erhoben.