Auktion: 533 / Modern Art Day Sale und Sammlung Hermann Gerlinger am 10.12.2022 in München Lot 460

 

460
Erich Heckel
Fabrik, 1913.
Aquarell und Bleistift
Schätzpreis: € 20.000 - 30.000
+
Fabrik. 1913.
Aquarell und Bleistift.
Rechts unten signiert und datiert sowie links unten betitelt. Auf Bütten (mit Wasserzeichen). Ca. 34 x 50,5 cm (13,3 x 19,8 in), blattgroß.
[AR].
• Spannungsvolle Landschaftsszenerie in wirkmächtiger Farbigkeit.
• Eine der seltenen Fabrikdarstellungen Erich Heckels.
• Zum ersten Mal auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com)
.

Das Werk ist im Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen am Bodensee, verzeichnet. Wir danken Frau Renate Ebner und Herrn Hans Geissler für die freundliche Unterstützung.

PROVENIENZ: Nachlass des Künstlers.
Sammlung Hermann Gerlinger, Würzburg (1975 vom Vorgenannten erworben, mit dem Sammlerstempel Lugt 6032).

AUSSTELLUNG: Erich Heckel. Aquarelle und Zeichnungen. Sonderausstellung zur Eröffnung der neuen Otto-Richter-Halle, Würzburg, Oktober/November 1975, Kat.-Nr. 26.
Erich Heckel 1883-1979. Aquarelle. Zeichnungen. Ausstellung zum 100. Geburtstag des Malers, Städtische Galerie, Würzburg, 1983, Kat.-Nr. 40 (m. Farbabb.).
Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum, Schloss Gottorf, Schleswig (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 1995-2001).
Kunstmuseum Moritzburg, Halle an der Saale (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2001-2017).
Im Rhythmus der Natur: Landschaftsmalerei der "Brücke". Meisterwerke der Sammlung Hermann Gerlinger, Städtische Galerie, Ravensburg, 28.10.2006-28.1.2007 (m. Farbabb., S. 106).
Expressiv! Die Künstler der Brücke. Die Sammlung Hermann Gerlinger, Albertina Wien, 1.6.-26.8.2007, Kat.-Nr. 99 (m. Farbabb. S. 167).
Erich Heckel, Einfühlung und Ausdruck, Buchheim Museum, Bernried, 31.10.2020-7.3.2021, verlängert bis 20.6.2021 (m. Farbabb. S. 201).
Buchheim Museum, Bernried (Dauerleihgabe aus der Sammlung Hermann Gerlinger, 2017-2022).

LITERATUR: Heinz Spielmann (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Sammlung Hermann Gerlinger, Stuttgart 1995, S. 202, SHG-Nr. 253 (m. Farbabb.).
Hermann Gerlinger, Katja Schneider (Hrsg.), Die Maler der Brücke. Bestandskatalog Sammlung Hermann Gerlinger, Halle (Saale) 2005, S. 196f., SHG-Nr. 442 (m. Farbabb.).

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 17.50 h +/- 20 Min.

Eine selten bei ihm zu entdeckende Motivik präsentiert uns Erich Heckel in dem vorliegenden Aquarell. Der im sächsischen Döbeln geborene Künstler hat während seiner Schaffenszeit nur wenige Fabrikbauten in Gemälden und Aquarellen festgehalten. Unter anderem in dem Gemälde "Ziegelei am Wasser", das wie unsere Darstellung aus dem Jahr 1913 stammt, zeigt er uns eine dieser Produktionsstätten – die Einbettung des Gebäudes in die Landschaft ist jedoch eine deutlich andere als bei dem hier angebotenen Blatt.
In unserem Aquarell scheint das Fabrikgebäude für Heckel von eher geringer Bedeutung zu sein. Nur einen relativ kleinen Teil der Bildfläche nutzt der Künstler für die Darstellung des Bauwerks. Dem Himmel verleiht er hingegen eine starke und kraftvolle Präsenz: Die beinahe bedrohlich wirkenden aufziehenden Wolken, die von den bräunlich-gelben Rauchsäulen der Schornsteine unterbrochen werden, tragen maßgeblich zum aussagekräftigen Charakter der Darstellung bei. Im Zusammenspiel mit weiteren Faktoren wie der spannungsvollen Farbgebung vermittelt uns Heckel die Stimmung und die Besonderheiten der vorgefundenen Landschaft. [AM]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Erich Heckel "Fabrik"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.