Auktion: 534 / Kunst nach 1945 / Contemporary Art am 09.12.2022 in München Lot 121003085

 

121003085
Gerhard Hoehme
Ohne Titel, 1960.
Mischtechnik auf Papier, auf Holz aufgezogen
Schätzpreis: € 18.000 - 24.000
+
Ohne Titel. 1960.
Mischtechnik auf Papier, auf Holz aufgezogen.
Links unten signiert und datiert. 100 x 65,5 cm (39,3 x 25,7 in).

• Gerhard Hoehme leistet mit seinem Œuvre einen wesentlichen Beitrag zum deutschen Informel
• Entstanden 1960, im Jahr seines Aufenthaltes an der Villa Massimo in Rom und der Berufung an die Kunstakademie in Düsseldorf.
1960 entsteht auch der "Römische Brief" (Staatsgalerie Stuttgart)
• Teilnahme an der documenta II in Kassel im Jahr 1959
• 2020 zeigte die Kunstakademie Düsseldorf, wo Hoehme einst selbst studiert und gelehrt hat, zum Gedenken an den 100. Geburtstag des Künstlers eine große Retrospektive
.

Die Arbeit ist im Archiv der Gerhard und Margarethe Hoehme-Stiftung registriert. Wir danken Herrn Kay Heymer für die freundliche Auskunft.

PROVENIENZ: Privatsammlung Rheinland (vom Künstler erhalten, seitdem in Familienbesitz).
Sammlung Niedersachsen.

1959 wird der Künstler auf die Documenta II in Kassel eingeladen, ein Jahr später, 1960, hält er sich als Stipendiant ein Jahr in der Villa-Massimo in Rom auf. In dieser Zeit findet das Skripturale verstärkt Niederschlag in seinen Werken, der gestisch-spontane Charakter tritt gegenüber der konzeptionellen Komposition in den Hintergrund. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Austausch mit Künstlern wie Cy Twombly, den er über Jean-Paul Wilhelm kennenlerte. Das schöne großformatige Blatt aus dem Jahr 1960 entsteht in den Anfangszeiten dieser wichtigen Schaffensphase von Gerhard Hoehme, die letztlich zu seinen Briefbildern führt. Im selben Jahr nimmt Hoehme zudem eine Professur an der Kunstakademie Düsseldorf an, die er bis 1984 innehat. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Gerhard Hoehme "Ohne Titel"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.