Auktion: 528 / Klassische Moderne am 11.06.2022 in München Lot 405

 

405
Gabriele Münter
Sommertag, Ca. 1903.
Öl auf Leinwand, auf Leinwand kaschiert
Schätzpreis: € 30.000 - 40.000
+
Sommertag. Ca. 1903.
Öl auf Leinwand, auf Leinwand kaschiert.
Verso mit dem Nachlassstempel sowie einem Etikett mit der teils handschriftlichen und teils gestempelten Nummer "L 595". 18 x 29 cm (7 x 11,4 in).

• Entstanden während des Sommeraufenthaltes in Kallmünz mit der "Phalanx"-Klasse.
• Diese frühesten, kleinen Ölskizzen gelten als entscheidende Meilensteine im Werk Gabriele Münters.
• Lückenlose Provenienz
.

Mit einer schriftlichen Bestätigung der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung vom 4. März 2020. Das Gemälde wird in das Werkverzeichnis der Gemälde von Gabriele Münter aufgenommen.

PROVENIENZ: Aus dem Nachlass Gabriele Münter (1962-1966).
Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung (1966-1973).
Kunsthandel Franz Resch (1973 vom Vorgenannten erworben).
Sammlung W. Grovermann, Augsburg (1973 vom Vorgenannten erworben).
Collectio Artium, Augsburg (vom Vorgenannten geerbt).
Privatsammlung Saarland.

AUSSTELLUNG: Schöne Aussichten. Der Blaue Reiter und der Impressionismus, Franz Marc Museum, Kochel, 22.3-19.7.2015, S. 195 u. Farbabb. S. 83.
Gabriele Münter. Malen ohne Umschweife, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 31.10.2017-13.1.2018; Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, 3.5.-19.8.2018, und Museum Ludwig, Köln, 15.9.-13.1.2019, Kat.-Nr. 36 mit Farbabb. S. 57.

Aufrufzeit: 11.06.2022 - ca. 17.06 h +/- 20 Min.

Die "Phalanx" ist nicht nur die private Malschule, an der Kandinsky ab 1901 lehrt, an der dann Gabriele Münter seine Schülerin wird und deren persönliche Verbindung beginnt, sondern die "Phalanx" ist vorallem eine Künstlergruppe, die von progressiven Münchner Künstlern wie Kandinsky und Wilhelm Hüsgen gegründet wird, um ein Gegengewicht zu dem übermächtigen Akademismus eines Franz von Lenbach im München der Prinzregentenzeit zu schaffen. Bei den von der "Phalanx" organisierten Ausstellungen sind auch Werke von französischen Malern der Avantgarde wie Claude Monet, Paul Signac oder Félix Vallotton zu sehen. Deren Gedanken der Pleinair-Malerei setzt Kandinsky in seiner Malklasse mit Malaufenthalten 1902 in Kochel und 1903 in Kallmünz um. In der Gegend um Kallmünz ist wohl unsere schöne, frühe Flusslandschaft entstanden. Gabriele Münter gelingt es vortrefflich, die atmosphärische Stimmung des Sommertages in allen Facetten einzufangen. Sehr schön ist hier auch die Eigenart des Farbauftrages mit einem kleinen Spachtel zu sehen. Die Farbe ist direkt auf die Leinwand aufgetragen und die Farbtöne auf der Leinwand nebeneinandergesetzt, teils ineinandergezogen und vermischt. So entsteht eine in ihrer Oberflächenstruktur äußerst bewegte Darstellung, wie sie nur in diesen frühen, kleinformatigen Gemälden Gabriele Münters zu finden ist. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Gabriele Münter "Sommertag"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke von Künstlern die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.