Auktion: 530 / Evening Sale / Sammlung Hermann Gerlinger am 10.06.2022 in München Lot 48

 

48
Horst Antes
Figur Maja, 1960.
Eiöltempera auf Nessel
Schätzpreis: € 100.000 - 150.000
+
Figur Maja. 1960.
Eiöltempera auf Nessel.
Antes 1960-11. Rechts unten signiert und datiert. Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt. 122 x 75,5 cm (48 x 29,7 in).

Figur Maja: ein 'Signature Piece' der frühen Figuration von Horst Antes.
• Beeindruckende, internationale Ausstellungshistorie.
• Schon im Entstehungsjahr in der Kunsthalle Darmstadt ausgestellt.
• Zum ersten Mal auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Arbeiten des Künstlers befinden sich in zahlreichen internationalen Sammlungen, wie u. a. der des Salomon R. Guggenheim Museum, New York, und der Hamburger Kunsthalle
.

PROVENIENZ: Sammlung Kurt Deschler, Ulm.
Sammlung Henny und Rolf Schmücking, Braunschweig.
Privatsammlung Nordrhein-Westfalen.

AUSSTELLUNG: Rot im Bild, Kunsthalle Darmstadt, 18.6.-24.7.1960, Kat.-Nr. 4, m. Abb.
Junger Westen 61. Kunstpreis Junger Westen, Städtische Kunsthalle, Recklinghausen, 15.4.-22.5.1961.
Sammlung Deschler, Ulmer Museum, Ulm, 5.2.-5.3.1961.
II.e Biennale de Paris, Musée d'Art moderne de la Ville de Paris, 29.6.-5.11.1961, Kat.-Nr. 5, m. Abb.
III.e Biennale de Paris, Prix des jeunes artistes, Musée d'Art moderne de la Ville de Paris, 28.9.-9.11.1963, Kat.-Nr., 13 m. Abb.
Horst Antes, Ulmer Museum, Ulm, 15.12.1963-19.1.1964.
Horst Antes, Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 7.2.-1.3.1964.
The Eighth International Art Exhibition of Japan, Metropolitan Art Gallery, Tokio / Kyoto / Takamatsu / Nagoto u.weitere Orte, 10.5.1965-11.7.1966.
13 Aspekte deutscher Kunst der Gegenwart, Städtisches Museum, Schwäbisch Hall, 28.5.-6.6.1966, und Kulturamt Böblingen, 23.10.-6.11.1966.
AKT 68. Bilder, Skulpturen, Graphik deutscher Künstler, Städtische Kunsthalle, Recklinghausen, 12.10.-17.11.1968.
Sonderschau. Neue Tendenzen, 5. ART Basel, 19.6.-24.6.1974.
Horst Antes. Zeit Räume, Kunstverein Göttingen, 25.7.-5.9.1992, m. Abb. S. 32.
Antes. Bilder 1959-1993, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Haus der Kunst, München / Von der Heydt-Museum, Wuppertal, 27.8.1993-5.6.1994, Kat.-Nr. 5, m. Abb S. 35.
Horst Antes. Arbeiten, Sammlungen 1959-1995, Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais, Karlsruhe / Kunsthalle Emden, Stiftung Henri Nannen, Emden, 17.11.1995-5.5.1996, Kat.-Nr. 47, m. Farbabb. S. 50.
Figur Wolkenfänger. Horst Antes und der malerische Aufbruch in den 1960er Jahren, Sprengel Museum, Hannover, 24.3.-16.6.2002, m. Farbabb. S. 59.
Horst Antes. Aus der Sammlung Großhaus. Arbeiten von 1959 bis 2002, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen, Schloss Gottorf, Schleswig, 6.4.-6.7.2003, Kat.-Nr. 5, m. Farbabb. S. 36 u. Abb. S. 20.
Horst Antes, Malerei 1958-2010, Martin-Gropius-Bau, Berlin, 14.6.-16.9.2013, m. Farbabb. S. 47.


"In den frühen Bildern um 1960 bricht er Tabus und öffnet den Blick für eine Welt voller Möglichkeiten. [..] Ihn bezwingt die Entschiedenheit zu großer Monumentalität auf kleinem Format und die Kühnheit, mit glühenden Farben erotische Versuchung zu spüren (Frühling, Maya)."
Herwig Guratzsch, in: Ausst.-Kat. Schloss Gottorf, Schleswig 2003, S.13.

Aufrufzeit: 10.06.2022 - ca. 18.34 h +/- 20 Min.

Auf dem Weg zu den charakteristischen "Kopffüßlern“ entstehen zwischen etwa 1959 und 1963 farbintensive Gemälde, in denen sich Horst Antes bereits dem Figürlichen zuwendet, dafür aber noch recht freie und aus dem Informel kommende Ausdrucksformen wählt. Darunter sind vorallem weibliche Figuren, einige mit rot-orangefarbigen Körpern, die auf den ersten Blick recht undefiniert und abstrakt erscheinen. In ihrer explosiven Farbgebung sind sie von gefühlsstarker Ausdruckskraft. Schon in diesen frühen Werken zeigt sich die Bedeutung, die Horst Antes als erneuernde Kraft der figurativen Malerei in der Kunst haben wird. Vereinfachte Arme, Hände und Augen als Pars pro Toto lassen deutlich die menschliche Figur erkennen. Hier bleibt im Ungewissen, ob es sich um eine oder um zwei aneinandergeschmiegte Figuren handelt. Die dezidiert reduzierten Formen verbinden sich mit den farblich gesteigerten Werten zu einer beeindruckenden Komposition. In unserem Gemälde finden sich die Anfänge der Figur des Kopffüßlers, der über viele Jahre das Hauptmotiv von Horst Antes sein wird. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsabgabe zu Horst Antes "Figur Maja"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 25 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke von Künstlern die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.