Auktion: 534 / Contemporary Art Day Sale am 09.12.2022 in München Lot 149

 

149
Rainer Fetting
Slava in ochre leather jacket, 1998.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 30.000 - 40.000
+
Slava in ochre leather jacket. 1998.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert, datiert und betitelt sowie mit der Nummer "F 319" und der Größen- und Technikangabe bezeichnet. 200 x 100 cm (78,7 x 39,3 in).

• Eindringliches Bildnis des Künstlers und Aktivisten Slava Mogutin.
• Er zählt zu den wiederkehrenden Modellen in Rainer Fettings wegweisenden Männerbildnissen.
• Erstmals auf dem internationalen Kunstmarkt angeboten (Quelle: artprice.com).
• Vergleichbare Werke des Künstlers befinden sich in großen Museumssammlungen wie etwa dem Städel Museum, Frankfurt a. Main, oder der Berlinischen Galerie
• Das Vincent van GoghHuis in Zundert zeigte bis Juni 2022 die Ausstellung "Rainer Fetting ziet van Gogh"
.

Die Authentizität der vorliegenden Arbeit wurde vom Künstler bestätigt. Wir danken für die freundliche Auskunft.

PROVENIENZ: Galerie Deschler, Berlin (verso auf dem Keilrahmen mit dem Galeriestempel).
Privatsammlung Norddeutschland.

LITERATUR: Fetting, Köln 2009, Nr. 328 (m. Farbabb. S. 308).

Aufrufzeit: 09.12.2022 - ca. 14.35 h +/- 20 Min.

Der aus Russland stammende Künstler und Aktivist Slava Mogutin verlässt Mitte der 1990er Jahre aufgrund homophober Verfolgung sein Heimatland und erhält in den USA politisches Asyl. Ab 1998/99 arbeitet er mit Rainer Fetting zusammen und zählt neben Desmond Cadogan, Raoul Dumas und Ole Möller zu den wiederkehrenden Modellen des Künstlers, der mit seinen Männerbildnissen im expressiven Malstil der "Neuen Wilden" ab den 1970er Jahren Aufmerksamkeit erregt. Bis heute entstehen zahlreiche Porträts und Bildnisse von Slava Mogutin, darunter auch ein Werk aus der bekannten "New York Cops"-Serie aus den frühen 2000er Jahren. In einem Interview aus dem Jahr 2019 berichtet er über die Zusammenarbeit mit Rainer Fetting: "It's always very inspiring to work with Rainer. [..] The fact that he was the pioneer of gender and of queer discourse in contemporary queer and contemporary German art [..] that's something that very few people can say about their work." (Slava Mogutin on Rainer Fetting, 2019, www.robertgrunenberg.com/rainer-fetting-voices)
In "Slava with ochre leather jacket" dominiert das Ocker der Lederjacke die Farbpalette. Lediglich Kopf und Hände heben sich farblich ab, geben dem Körper Halt im erdigen Farbraum. Wie für den Künstler so typisch konzentriert sich die Darstellung und der Bildausschnitt ganz auf den Porträtierten, der umgebende Raum bleibt undefiniert. Mit einem kleinen roten Punkt deutet Rainer Fetting eine Zigarette im Mundwinkel an, betont dadurch die lässige Haltung von Slava Mogutin, der mit seinem eindringlichen und doch undurchdringbaren Blick die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Mit fließendem Pinselstrich und pastosem Farbauftrag entsteht ein anmutiges Bildnis von starker Körperlichkeit, das keinen Anspruch auf eine fotorealistische Wiedergabe erhebt, sondern vielmehr, wie es Slava Mogutin beschreibt, die Wirkung einer "metaphysical portrait zone" entfaltet. [AR]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Rainer Fetting "Slava in ochre leather jacket"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten, Folgerechtsvergütung fällt an.

Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlagspreis bis 500.000 Euro: hieraus Aufgeld 32 %.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 27 % berechnet und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.

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Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 20 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer, derzeit 19 %, erhoben. Als Ausnahme hiervon wird bei gedruckten Büchern der ermäßigte Umsatzsteuersatz von derzeit 7 % hinzugerechnet.

Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.

Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.