Auktion: 532 / 19th Century Art am 10.12.2022 in München Lot 304

 

304
Carl Spitzweg
Straße in Kairo, Türk´ findet eine Rose, Um 1851.
Öl auf Leinwand, kaschiert auf dünnem Karton
Schätzpreis: € 8.000 - 10.000
+
Straße in Kairo, Türk´ findet eine Rose. Um 1851.
Öl auf Leinwand, kaschiert auf dünnem Karton.
Wichmann 434. Rechts unten mit dem Signaturfragment. 19 x 12,5 cm (7,4 x 4,9 in).

Wir danken Herrn Detlef Rosenberger, der das Werk im Original begutachtet hat, für die freundliche Auskunft.

PROVENIENZ: Privatsammlung Tschechien.

LITERATUR: Siegfried Wichmann, Carl Spitzweg, Straße in Kairo, Türk' findet Rose Dokumentation, Starnberg-München, R.f.v.u.a.K. 1989, S. 32, Bayerische Staatsbibliothek München, Inv.-Nr. Ana 656 SW 28.
Siegfried Wichmann, Carl Spitzweg. Kunst, Kosten und Konflikte, Frankfurt/Berlin 1991, S. 318, Nr. 105 (Verkaufsverzeichnis).
Vgl. auch Wichmann WVZ 273 ausgeführte Version um 1838.

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 14.35 h +/- 20 Min.

Politische Ereignisse rücken das Thema des Orients im 19. Jahrhunderts auch in das künstlerische und malerische Bewusstsein. Besonders die das Osmanische Reich betreffenden Umwälzungen wie bspw. Die Befreiung Griechenlands, die Eroberung Algeriens durch Frankreich 1830 sowie die Ausbildung von Nationalstaaten auf dem Balkan werden in Zeitungen und Karikaturen thematisiert. Daneben hält sich eine geographisch diffuse, romantisierte Vorstellung einer luxuriösen orientalischen Welt, die in der Malerei Nordafrika, Ägypten, die Levante, Türkei und teils sogar Indien miteinschließt. Berühmte Maler wie Eugène Delacroix, Alexandre Decamps und Eugène Fromentin prägen ab 1830 die orientalistische Malerei in Frankreich, die Spitzweg während seiner Reise nach Paris und weiter zur Weltausstellung nach London 1851 gesehen hat. Hier besucht er auch die osmanisch-türkischen Pavillons mit Stoffen, Kleidung, Kunsthandwerk und einem eigens für diese Präsentation nachgebauten Basar. In der Folge entstehen einige Gemälde, die zeigen wie anregend die Reise für Spitzwegs Phantasie und Kreativität gewesen ist. Inspiration für bereits früher entstandene Zeichnungen und Motive bezieht er auch aus Napoleon Bonapartes Schrift „Description de l’Egypte“ von 1809. Die Idee des Harems und der tabuisierten Erotik fasziniert die westlichen Künstler dabei nachhaltig. So inszeniert Spitzweg auch hier traumhaft-schwelgerisch in dunstigem Licht die heimliche Gasse, in der dem Spaziergänger im gelben Kaftan die Blume der Liebe in die Hände fällt. [KT]



 

Aufgeld und Steuern zu Carl Spitzweg "Straße in Kairo, Türk´ findet eine Rose"
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