Auktion: 532 / 19th Century Art am 10.12.2022 in München Lot 347

 

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Franz von Stuck
Herrenbildnis (Heinrich Butzer), 1921.
Syntonos-Tempera auf Leinwand, auf Holztafel de...
Schätzpreis: € 4.000 - 6.000
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Herrenbildnis (Heinrich Butzer). 1921.
Syntonos-Tempera auf Leinwand, auf Holztafel der Gebrüder Oberndorfer aufgelegt.
Nicht bei Voss. Rechts unten signiert und datiert. 60 x 50 cm (23,6 x 19,6 in).
Im Original-Künstlerrahmen.

PROVENIENZ: Sammlung Dr. Heinrich und Martha Butzer, Dortmund (seither in Familienbesitz).

AUSSTELLUNG: Dauerleihgabe Villa Stuck, München, 1991-2021 (Inv.-Nr. G-L 91 1-4).
Franz von Stuck. Gemälde, Zeichnungen, Plastik aus Privatbesitz, Augustinermuseum Freiburg, 1994 (außer Katalog).

LITERATUR: Jo-Anne Birnie Danzker (Hrsg.) und Barbara Hardtwig, Franz von Stuck. Die Sammlung der Villa Stuck, Eurasburg 1997, Kat.-Nr. 23 (m. Abb. S. 103).

Aufrufzeit: 10.12.2022 - ca. 15.32 h +/- 20 Min.

Über seine symbolistischen und mythologischen Szenen hinaus macht sich Franz von Stuck vor allem als hervorragender Porträtist einen Namen. Er porträtiert vorzugsweise Schauspielerinnen und Damen der feinen Gesellschaft Münchens sowie die eigene Tochter Mary, doch sein Ruf reicht deutschlandweit darüber hinaus. Auch der erfolgreiche Dortmunder Bauunternehmer Heinrich Butzer (1884–1965) gibt 1921 sein Porträt in Auftrag. Wohl aufgrund des sehr überzeugenden Ergebnisses ergehen an Stuck weitere Aufträge zu Porträts seiner Gattin Martha (1923) sowie der drei Kinder. Stuck verwendete, ebenso wie sein Kollege und Konkurrent Franz von Lenbach, als Vorlage von ihm selbst oder seiner Frau Mary im eigenen Studio angefertigte Fotografien, sodass die Dargestellten nicht während des gesamten Malprozesses im Atelier präsent sein mussten. Ein solches Vorgehen ist dabei auch den veränderten Sehgewohnheiten geschuldet, in einer Zeit, in der die Malerei in Konkurrenz zur Fotografie unter Druck gerät. Die Fotografien dienten nicht nur als bildliche Gedächtnisstütze, Stuck nutzte sie intensiv zur technischen Vorbereitung seiner Gemälde. Die im Nachlass vorhandene Fotografie von Martha Butzer beispielsweise weist daher auf der Vorderseite charakteristische Ritzspuren auf sowie auf der Rückseite eine Kohlezeichnung entlang der Gesichtskonturen mit Pfeil und Maßangaben. Dennoch optimiert Stuck für die Gemälde oftmals die Gesichts- und Körperproportionen und passt das Erscheinungsbild der Dargestellten an die bildnerische Wirkung und das zeitgenössische Schönheitsideal an. Stuck bedient sich dabei der 1893 in Fürth produzierten Syntonos-Tempera-Farben, die der Oberfläche einen matten, freskoartigen Eindruck verleihen und somit auf die Malerei der Renaissance, Stucks großes Vorbild, verweisen. [KT]



 

Aufgeld und Steuern zu Franz von Stuck "Herrenbildnis (Heinrich Butzer)"
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