Auktion: 534 / Contemporary Art Day Sale am 09.12.2022 in München Lot 141

 

141
Jannis Kounellis
Senza titolo, 2008/2009.
Assemblage. Stahl, Wollmantel
Schätzpreis: € 60.000 - 80.000
+
Senza titolo. 2008/2009.
Assemblage. Stahl, Wollmantel.
100 x 100 cm (39,3 x 39,3 in).

• Mitbegründer der Arte-Povera-Bewegung.
• Charakteristische Verwendung assoziationsreicher Materialien
• Teilnehmer der documenta 5 (1972), und documenta 7 (1982) in Kassel.
• Zwischen 1974 und 2013 war Kounellis acht Mal auf der Biennale in Venedig vertreten.
• Das Walker Art Center, Minneapolis (MN), zeigt in Zusammenarbeit mit dem Museo Jumex, Mexico City, aktuell eine große Retrospektive des Künstlers.
• Seine Werke sind u. a. in der Sammlung des MUSEION, Bozen, des Centre Pompidou, Paris, des Guggenheim Museums, New York und des MoCA, Los Angeles, vertreten
.

Mit einer Fotobestätigung der Galleria Fumagalli, Bergamo, und Jannis Kounellis.

PROVENIENZ: Privatsammlung Italien (seit 2011, Galleria Fumagalli, Bergamo).

AUSSTELLUNG: Jannis Kounellis, Galleria Fumagalli, Bergamo, 26.5. - 26.9.2009.

Aufrufzeit: 09.12.2022 - ca. 14.24 h +/- 20 Min.

Der Kunst von Jannis Kounellis wohnt stets ein sehr poetischer Kern inne. Auch wenn die Materialien düster und schwer erscheinen, ist die erzeugte Wirkung von großer Feingliedrigkeit. So verwendet er hier Eisen und Stoff, genauer einen schweren, schwarzen Wollmantel. Allein durch diese beiden so gegensätzlichen Materialien werden vielfältige Assoziationen wachgerufen. Ganz im Sinne der Arte Povera, deren großer Initiator und Vertreter er ist, wird mit wenigen, prägnanten Mitteln gearbeitet. Der Gegensatz von weichem, wolligem, wärmegebendem Stoff und kaltem, unbiegsamem Stahl ist ein dialektisches Wirkungsgefüge. Zugleich wird der entschwundene Mensch wie auf einem Bild an der Wand fixiert. Kounellis presst den Mantel zwischen zwei schweren Eisenplatten zusammen, er nimmt ihm den Raum und gibt ihm den Raum zugleich als Präsentation zurück. Es entstehen kollektive Erinnerungsbilder von größter Wirkung. Die Arbeit war 2009 im Rahmen der Ausstellung "Jannis Kounellis a Bergamo" in der Galleria Fumagalli, Bergamo, ausgestellt. Mit der dortigen, raumbezogen Installation wurde Kounellis für den damals für 2011 geplanten Pavillon des Vatikans auf der 54. Biennale von Venedig vorgeschlagen. Letztlich nahm der Vatikan aber erst ab der 55. Biennale 2013 mit anderen Künstlern an der weltweit bedeutenden Schau teil. [EH]



 

Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung zu Jannis Kounellis "Senza titolo"
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Auf den Teil des Zuschlagspreises, der 2.500.000 Euro übersteigt, wird ein Aufgeld von 15 % erhoben und zu dem Aufgeld, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis 2.500.000 Euro anfällt, hinzuaddiert.
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Berechnung der Folgerechtsvergütung:
Für Werke lebender Künstler oder von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, fällt gemäß § 26 UrhG eine Folgerechtsvergütung in folgender Höhe an:
4% des Zuschlags ab 400,00 Euro bis zu 50.000 Euro,
weitere 3 % Prozent für den Teil des Zuschlags von 50.000,01 bis 200.000 Euro,
weitere 1 % für den Teil des Zuschlags von 200.000,01 bis 350.000 Euro,
weitere 0,5 Prozent für den Teil des Zuschlags von 350.000,01 bis 500.000 Euro und
weitere 0,25 Prozent für den Teil Zuschlags über 500.000 Euro.
Der Gesamtbetrag der Folgerechtsvergütung aus einer Weiterveräußerung beträgt höchstens 12.500 Euro.

Die Folgerechtsvergütung ist umsatzsteuerfrei.