Auktion: 553 / Contemporary Art Day Sale am 07.06.2024 in München Lot 123002014

 

123002014
Karl Hartung
Liegender, 1935/1938.
Bronze mit schwarzbrauner Patina
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Liegender. 1935/1938.
Bronze mit schwarzbrauner Patina.
Auf der Standfläche mit dem Gießerstempel "Guss W. Füssel Berlin" sowie mit der Bezeichnung "10". Aus einer Auflage von 6 Lebzeitgüssen und 1 AP-Exemplar. Ca. 24,5 x 42,5 x 24,5 cm (9,6 x 16,7 x 9,6 in).
Gegossen von der Kunstgiesserei Füssel, Berlin (mit dem Gießerstempel). [JS].

• Lebzeitguss.
• Progressive Formensprache und radikal moderne Ästhetik.
• Konzentration, Reduktion, Sinnlichkeit und Makellosigkeit in perfekter Symbiose.
• Essenz des Menschlichen – Hartungs meisterliche Neuinterpretation der klassischen Motivik des "Liegenden Aktes".
• Mit seinem sanften organischen Formenschwung ist Hartungs "Liegender" der fulminante Auftakt einer von Hartung als "vegetative Formen" bezeichneten Folge von anthropomorphen Plastiken.
• Weitere Güsse dieser Bronze befinden sich in der Sammlung des Sprengel Museums, Hannover, sowie im Nachlass des Künstlers.
• Hartungs "Liegender" war sowohl auf der documenta I 1955 als auch 1956 auf der Biennale in Venedig vertreten
.

PROVENIENZ: Privatsammlung Österreich (in den 1970er Jahren aus dem Nachlass des Künstlers erworben).

AUSSTELLUNG: (wohl jeweils ein anderes Exemplar)
Karl Hartung. Plastik und Grafik, Galerie Gerd Rosen, Berlin, 1946.
Karl Hartung, Haus am Waldsee, Berlin, 1952, Kat.-Nr. 10 (m. Abb.).
Karl Hartung, Kestnergesellschaft, Hannover, 1953, Kat.-Nr. 6.
Deutsche Bildhauer, Städtisches Museum, Wuppertal, 1955, Kat.-Nr. 37.
documenta I. Kunst des XX. Jahrhunderts, Museum Fridericianum, Kassel, 1955, Kat.-Nr. 205.
Deutsche Kunstpreisträger seit 1945, Städtische Kunsthalle, Recklinghausen, 1956, Kat.-Nr. 39 (m. Abb.).
XXVIII. Biennale di Venezia, Venedig, 1956, Kat.-Nr. 106.
Deutscher Künstlerbund. Zehnte Ausstellung, Haus der Kunst, München, 1960, Kat.-Nr. 378.
Kunstdiktatur gestern und heute, Galerie S Ben Wargin, Berlin, 1963 (m. Abb.).
Für Karl Hartung, Badischer Kunstverein (Gedächtnisausstellung innerhalb der 15. Deutschen Künstlerbund-Ausstellung), Karlsruhe, 1967, Kat.-Nr. 2.
Karl Hartung 1908-1967. Eine Werkübersicht zum 80. Geburtstag, Galerie Pels-Leusden, Berlin, 1988.
Karl Hartung, Werke und Dokumente, Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, 1998, Kat. m. Abb., S. 101.
Henry Moore: A European Impulse / Impuls für Europa, LWL Museum für Kunst und Kultur, Münster, 2016/17, Kat. m. Abb., S. 107.

LITERATUR: (wohl jeweils ein anderes Exemplar)
Markus Krause, Karl Hartung 1908-1967. Metamorphosen von Mensch und Natur. Monographie und Werkverzeichnis, München 1998, WVZ-Nr. 158.
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Ulrich Gertz, Plastik der Gegenwart (Die Kunst unserer Zeit, Bd. 8), Berlin 1953, S. 65 (m. Abb.).
Hanns Theodor Flemming, Der Bildhauer Karl Hartung, in: Die Kunst und das schöne Heim, 53. Jg., 1955, H. 6, S. 207-209 (m. Abb.).
Heinz R. Fuchs, Plastik der Gegenwart (Kunst der Welt. Ihre geschichtlichen, soziologischen und religiösen Grundlagen), Baden-Baden 1970, S. 93 (m. Abb.).
Walter Hess, Karl Hartung, in: Das Kunstwerk, 14. Jg., 1961, H. 9, o.S. (m. Abb.).
Katharina Schneider, Reichtum figürlicher Phantasie. Der Bildhauer Karl Hartung (1908-1967), in: Weltkunst. Aktuelle Zeitschrift für Kunst und Antiquitäten, 58. Jg., 1988, H. 21, S. 3287-3289 (m. Abb.).
Markus Krause, zit. nach: Karl Hartung 1908-1967. Metamorphosen von Mensch und Natur, München 1991, S. 71.




123002014
Karl Hartung
Liegender, 1935/1938.
Bronze mit schwarzbrauner Patina
Schätzpreis: € 50.000 - 70.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.