Grund zum Feiern

Die großen Willkommensauktionen in Ketterers
neuem Haus für Kunst
Auktionssaal
München, 15. April 2009, (kk) - Mit bedeutenden Werken des 15.-21. Jahrhunderts in vier großen Willkommensauktionen feiert Ketterer Kunst am 19./20. Juni 2009 das neue Haus für Kunst direkt an der Neuen Messe München. „Es freut mich sehr, dass wir unser Münchner Domizil nun in seiner ganzen Pracht vorstellen dürfen. Wer Kunst hautnah erleben will und eintauchen möchte in die Faszination des Auktionshandels, der ist hier genau richtig”, so Robert Ketterer, Auktionator und Inhaber.
Renoir Im neuen Haus für Kunst:
Pierre-Auguste Renoir
Allée d'arbres (Allée ŕ Cagnes), um 1900.
Öl auf Leinwand.
26 x 32 cm (10,2 x 12,5 in).
Schätzpreis: € 100.000-150.000


Auf über 3500 m˛ können Meisterwerke wie Pierre-August Renoirs Ölgemälde „Allée d'arbres (Allée ŕ Cagnes)” bereits in den Tagen vor den Auktionen aus nächster Nähe und in stilvollem Ambiente betrachtet werden. Mit einer Schätzung von € 100.000-150.000 zählt dieses Werk zu den Glanzlichtern der Juni-Auktion Moderne Kunst. Um 1900, auf dem Gipfel von Renoirs künstlerischer Laufbahn, entstanden zeigt die Arbeit ganz undramatisch das Wesen der Allee in ihrer schattenspendenden Eigenschaft. Wie seine Modelle behandelt Renoir auch die Bäume auf eine liebevolle Weise, die alle Härten und Kontraste ausschließt und so dient die Weichheit seines Malstiles vor allem der Geschlossenheit der bildnerischen Aussage.


Jawlensky Alexej von Jawlensky
Landschaft Genfer See. 1915.
Öl auf Papier mit Leinenprägung auf Karton.
227,4 x 39,1 cm (10,8 x 15,4 in).
Schätzpreis: € 100.000-150.000
Um den Stimmungsgehalt und weniger um topographische Genauigkeit geht es auch Alexej von Jawlensky in seiner „Landschaft Genfer See”, die ebenfalls mit einer Taxe von € 100.000-150.000 zum Aufruf kommt. In diesem um 1915 entstandenen Ölgemälde zeugt der sparsame, aber sichere Farbauftrag von einer Sammlung der bildnerischen Kräfte, wie sie Jawlensky zu eigen ist und wie sie vornehmlich in seinen Meditationen zum Ausdruck kommen.

Mehr als eine Erwähnung wert ist, neben August Mackes Aquarell „Gartenhaus” aus dem Jahr 1914 (Taxe: € 80.000-100.000) auch Ernst Barlachs „Der Geistkämpfer”, ein Lebzeitguss des Künstlers aus dem Jahr 1928, der laut www.artnet.de seit über 25 Jahren nicht mehr auf dem Markt erschienen ist. Die Taxe für die fast 120 cm hohe Bronze, die als Einzelfigur vom Mahnmal der Nikolai-Kirche in Kiel im Maßstab 1:4 entstand und aufgrund ihrer Geschichte eine Besonderheit im Werke Barlachs darstellt, liegt bei € 150.000-250.000.

Für Spannung im Auktionssaal dürfte neben der ebenfalls außergewöhnlichen Bronze von Fritz Klimsch („Elegie”, Taxe: € 25.000-35.000) und Werken u.a. von George Grosz, Max Liebermann und Christian Rohlfs auch ein Ölgemälde von Hanns Bolz sorgen. Nachdem bereits im Dezember 2008 das „Porträt des Kunsthändlers Alfred Flechtheim” desselben Künstlers bei einer Taxe von € 18.000-24.000 einen Erlös von € 77.000* erzielen konnte, darf man dem Aufruf der „Dame mit Hut” (Taxe: € 20.000-30.000) erwartungsvoll entgegen blicken. Viele Arbeiten von Hanns Bolz (1887-1918) gelten als verschollen und so ist es eine kleine Sensation, dass nun ein zweites Werk des Künstlers versteigert werden kann. Schließlich hatte Bolz, der übrigens Pablo Picassos Atelier in Paris von diesem als Nachmieter übernommen hatte, kurz vor seinem Tod testamentarisch verfügt, dass alle seine Bilder vernichtet werden sollen.
Moholy-Nagy László Moholy-Nagy
Landschaft mit Häusern. 1919.
Öl auf Hartfaserpappe.
61 x 86 cm (24 x 33,8 in).
Schätzpreis: € 180.000-240.000.
Anlässlich des 90. Geburtstages des von Walter Gropius gegründeten Bauhauses kommen im Rahmen der Sonderauktion BAUHAUS, die in Kooperation mit dem Münchner Auktionshaus Quittenbaum stattfindet u. a. so hochkarätige Arbeiten wie László Moholy-Nagys „Landschaft mit Häusern” zum Aufruf. Das 1919 in Öl auf Hartfaserplatte gemalte Werk ist mit einer Schätzung von € 180.000-240.000 angesetzt und stellt ein interessantes Beispiel des Übergangs von der realistisch-gegenständlichen Malerei hin zur technisch-geometrischen Kunst dar. Die Spannbreite der Sonderauktion reicht von der angewandten bis zur bildenden Kunst und bietet ein facettenreiches Programm von Gemälden, Papierarbeiten und Skulpturen über Einrichtungsgegenstände und Designobjekte bis hin zum Kunsthandwerk.
Kricke Norbert Kricke
Raumplastik. Um 1960.
Edelstahl auf Granitsockel. Unikat.
Plastik: ca. 60 x 64 x 50 cm
(23,6 x 25,1 x 19,6 in).
Sockel: 10 x 8,2 x8,2 cm
(3,9 x 3,2 x 3,2 in)
Schätzpreis: € 40.000-60.000


Mit einer Schätzung von € 40.000-60.000 ist die ca. 60 x 64 x 50 cm große „Raumplastik” von Norbert Kricke ein wichtiges Werk der Auktion NACH 1945/ Zeitgenössische Kunst. Die Edelstahlarbeit besteht aus aneinandergelöteten Stäben, welche im Zentrum gebündelt nach allen Seiten in den Raum auszuschweifen scheinen. Die filigrane, schwerelos wirkende Plastik ist beispielhaft für die abstrakt-dynamische Formsprache des documenta-Künstlers.

Ebenfalls aus Stahl, doch mit 4 x 2,40 m deutlich monumentaler, ist Andreu Alfaros „Homentage als Constructivistes”. Die beeindruckende Skulptur geht mit einer Schätzung von € 40.000-50.000 an den Start.

Ähnlich hoch bewertet ist mit € 30.000-50.000 auch Rupprecht Geigers „Blaue Form, Rot und Schwarz” aus dem Jahr 1958. Das von den Warm- und Kaltkontrasten des leuchtenden blauen Farbkeils und des pulsierenden schwarz-roten Untergrundes lebende Ölgemälde lässt hier die Form zu einem Gerüst für die reine Farbe werden.

Breakeleer
Adrien de Braekeleer
Gasthausszene in einem Innenhof mit Boule- und
Tric-Trac-Spielern. 1859.
Öl auf Leinwand
76 x 93 cm (29,9 x 36,6 in)
Schätzpreis: € 18.000-24.000
Aufsehen erregend dürfte neben Cai Jins „Banana 47” (Taxe: € 25.000-35.000) auch Sigmar Polkes titellose Arbeit (Taxe: € 30.000-40.000) aus dem Jahr 2000 sein. Mit Hilfe der zum Kürzel reduzierten weißen Rasterpunkte auf schwarzem Grund verweist der Künstler in dieser Acrylarbeit auf sein gegenständliches Frühwerk, während die Spuren der durch Drehung der Leinwand gewonnenen Farbverläufe auf seine Schüttbilder der 1980er Jahre anspielen.

Eröffnet werden die großen Willkommensauktionen mit Werken der Abteilung Alte und Neuere Meister. Zum Aufruf kommen hier, neben ausgewählten Druckgrafiken von Albrecht Dürer, Werke von Adrien de Braekeleer und Jean-Baptiste-Camille Corot ebenso wie von Franz von Defregger, der den Bereich der Münchner Schule anführt.

Die Vorbesichtigung (ausgewählte Werke):
27.-29. Mai Ketterer Kunst, Am Meßberg 1, Hamburg
30. Mai - 6. Juni Ketterer Kunst, Fasanenstr. 70, Berlin
07.-08. JuniF. G. Conzen GmbH, Völklinger Str. 24, Düsseldorf
09.-10. Juni Kunsthandel Michael Draheim, Taunusstr 9, Wiesbaden
Vorbesichtigung (alle Werke):
11.-18. Juni Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, München-Messe
Auktionstermine:
19. JuniAlte und Neuere Meister
im Anschluss Moderne Kunst
20. Juni Bauhaus
im Anschluss NACH 1945/Zeitgenössische Kunst
Ketterer Kunst, Joseph-Wild-Str. 18, München-Messe
Gut zu wissen: Die Versteigerung der Maritimen und Norddeutschen Kunst findet im Rahmen der Auktion Wertvolle Bücher am 18. und 19. Mai 2009 in Hamburg statt. Die Alten und Neueren Meister werden zukünftig, wie die anderen Kunstfachbereiche auch, vierteljährlich in München versteigert.
Presseanfragen: Kundenanfragen:
Ketterer Kunst Ketterer Kunst
Joseph-Wild-Str. 18 Joseph-Wild-Str. 18
81829 München 81829 München
Michaela Derra M.A.
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