Auktion 417, Kunst des 15.-19. Jahrhunderts
Über 40% Neukäufer
München, 21. November 2014, (kk) Für einen gelungenen Auftakt zum Jubiläumsfinale in München sorgte die Auktion Alte Meister & Kunst des 19. Jahrhunderts. „Besonders erfreulich”, so Firmenchef Robert Ketterer, „ist die Tatsache, dass neben langjährigen Kunden auch über 40% der Käufer zum ersten Mal als solche in Aktion traten und damit diese Sparte neu beleben.”
 

Spitzweg
Carl Spitzweg
In Erwartung der Zeitung,
um 1865/70, (Ausschnitt)
Öl auf Holz, 29,3 x 21,8 cm
Erlös: € 91.500*
Top 5

€ 91.500* Aufruf: € 65.000
Nr. 334: Carl Spitzweg
In Erwartung der Zeitung

€ 60.000* Aufruf: € 750
Nr. 309: Carl Blechen -(zugeschr.)
Blick von Capri auf die Bucht von Neapel ...

€ 47.500* Aufruf: € 28.000
Nr. 12: Albrecht Dürer
Der Reiter (Ritter, Tod und Teufel)

€ 36.000*  Aufruf: € 24.000
Nr. 330: J.G. Meyer von Bremen
Das Blindekuhspiel

€ 27.500*  Aufruf: € 450
Nr. 124: Süddeutschland
Porträt eines bärtigen Mannes


So war denn auch der glückliche Gewinner beim Wettstreit um das Top-Los des Tages ein Neukunde. Carl Spitzwegs bezauberndes Idyll „In Erwartung der Zeitung” (Los 334) hatte es dem Privatsammler aus der Schweiz ganz besonders angetan, doch erst nach einem langen und hitzigen Bietgefecht konnte sich der Eidgenosse vor allem gegen die deutsche Konkurrenz bei einem Erlös von € 91.500* durchsetzen.

Für eine kleine Überraschung sorgte das Ölgemälde „Blick von Capri auf die Bucht von Neapel mit dem Vesuv in der Ferne”, schnellte es doch bis auf den Erlös von € 60.000*.

Sehr bemerkenswert war zudem ein halbes Dutzend Ölstudien des Dresdner Künstlers Gustav Friedrich Papperitz (Lose 266, 268, 270, 273, 275, 278), das nicht nur vollständig, sondern auch durchweg mit guten und sehr guten Steigerungen veräußert wurde, wobei vor allem eine „Wolkenstudie” (Los 278), die die Innenseite des hinteren Umschlags des Kataloges ziert, hervorzuheben ist. Trotz des fast ausschließlich aus deutschsprachigen Landen kommenden tatkräftigen Engagements - neben schriftlichen Geboten waren neun Telefonleitungen zugeschaltet - wurde die kleinformatigen Arbeit schließlich dem britischen Händler für € 15.000* (Aufruf: € 1.500) zugesprochen, der bereits zuvor gegen heftige Konkurrenz bei einer „Pflanzenstudie” (Los 275) desselben Künstlers erfolgreich war. Hier reichten ihm bereits € 13.750* zum Abschluss.

Ebenfalls ganz oben auf der Liste der Begehrlichkeiten stand ein Ölgemälde von Johann Georg Meyer von Bremen. „Das Blindekuhspiel”, ein stimmungsvolles Werk in feiner Detailausführung, das auch den Titel des Katalogs schmückt, war vor allem im deutschsprachigen Raum sehr begehrt. Ein österreichischer Sammler hob die Arbeit bei einerm Aufruf von € 24.000 bis auf den Erlös von € 36.000*.

Weitere wichtige Ergebnisse erzielten u.a.:
Losnr. Küstler (Technik) Titel Aufruf    Erlös
401 Wopfner (Öl) Verschiffung der Heuernte € 3.500 € 25.000*
357 Baum (Öl) Bäume im Frühling € 19.000 € 23.750*
394 Gaul (Bronze) Drei Pinguine € 9.000 € 22.500*
327 Georgi (Öl) Blick auf Bethlehem € 16.000 € 22.500*
389 Defregger (Öl) Beim Vorlesen € 9.000 € 21.250*
290 Kobell (Öl) Bauer und Hitenkinder € 12.000 € 15.000*
406 Adler (Öl) Der Blumenkranz € 7.500 € 15.000*

An der Spitze der Alten Meister steht Albrecht Dürer, der mit einem halben Dutzend Arbeiten (Lose 7-12), die lückenlos und mit hervorragenden Steigerungen abgesetzt wurden, vertreten war. Besonders beeindrucken konnte sein Kupferstich „Der Reiter (Ritter, Tod und Teufel)” (Los 12), der es einer niedersächsischen Stiftung angetan hatte. Mühelos hob sie die Arbeit von aufgerufenen € 28.000 bis auf den Erlös von € 47.500*. Damit ließ sie nicht nur den Saal und das übrigens bei allen angebotenen Dürer-Werken sehr gut gefüllte Auftragsbuch hinter sich zurück, sondern auch die aus dem Rest Deutschlands und den USA telefonisch zugeschalteten Interessenten.

Über ein halbes Dutzend Telefonleitungen mit Bietern aus Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien und den USA lief auch beim Aufruf einer aus Süddeutschland stammenden Kreidezeichnung heiß. Das „Porträt eines bärtigen Mannes” (Los 124), das im Rahmen der Sonderauktion „Aus der ehemaligen Sammlung Wilhelm Laaff” zum Aufruf kam, kletterte in kürzester Zeit von € 600 auf den stolzen Erlös von € 27.500*, den ein norditalienischer Privatsammler bewilligte.

Sehr hoch im Kurs stand zudem eine „Figurenstudie” (Los 102), die aus derselben Kollektion stammte und die sich der englische Handel am Telefon gegen starke private Konkurrenz aus Deutschland, Frankreich, Liechtenstein und den USA für den Erlös von € 26.250* sicherte.

Abgerundet wird die Offerte der Alten Kunst neben einer in Öl auf Holz gemalten „Madonna mit Kind und dem Johannesknaben” (Los 131) aus Süddeutschland, die ein britischer Sammler mit dem Erlös von € 10.000* gegen engagierte Konkurrenz aus Deutschland und Italien verteidigte und Bernardo Bellottos (Canaletto) Radierung „Der Altmarkt in Dresden” (Los 51), die für den Erlös von € 9,400* (Aufruf: € 8.600) an einen südwestdeutschen Privatmann ging, u.a. von zwei druckgrafischen Arbeiten Harmensz. Rembrandt van Rijns. Sie wurden bei einer runden Verdoppelung ihres Aufrufs für € 8.100* (Los 40) respektive 4.750* (Los 39) nach Berlin bzw. Marokko abgegeben.

Weitere schöne Ergebnisse dieser Abteilung:
Losnr. Küstler (Technik) Titel Aufruf    Erlös
132 Verbruggen (Öl) Großes Blumenstillleben € 6.000 € 9.375*
007 Dürer (Kupferstich) Die heilige Familie ... € 3.200 € 9.375*
094 Rottenhammer
(Federzeichnung)
Anbetung der Hirten € 6.400 € 8.750*
117 Anwander
(Federzeichnung)
Entwurf für Deckengemälde € 800 € 5.000*
033 Callot (Radierungen) Misre de la Guerre € 1.600 € 5.000*

Die bei den Auktionen unverkauften Objekte können bis 19. Dezember 2014 im Nachverkauf erworben werden. Ergebnislisten zur Auktion sind telefonisch unter 089-552440 erhältlich.

* Der gerundete Erlös entspricht dem Zuschlagspreis + 25 % Aufgeld bei Zuschlägen bis € 500.000.
Auf den Teil des Zuschlagspreises, der € 500.000 übersteigt, wird ein Aufgeld von + 20 % berechnet und zu dem Aufgeld hinzuaddiert, das bis zu dem Teil des Zuschlagspreises bis € 500.000 anfällt.
Ketterer Kunst hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1954 als einer der wichtigsten Kunst- und Buchversteigerer mit dem Stammsitz in München und einer Dependance in Hamburg etabliert. Galerieräume in Berlin und Repräsentanzen in Heidelberg, Düsseldorf und Modena, Italien tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei. Außerdem finden immer wieder Ausstellungen, Sonder- und Benefizauktionen sowie permanente Online-Auktionen unter www.ketterer-internet-auktion.de statt. Robert Ketterer ist Inhaber und Geschäftsführer von Ketterer Kunst.

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