Auktion: 438 / Kunst nach 1945 II am 09.12.2016 in München Lot 543


543
Sol LeWitt
Forms derived from a Cube, 1991.
Farbserigrafie
Schätzung:
€ 15.000
Ergebnis:
€ 20.000

(inkl. Käuferaufgeld)
Forms derived from a Cube. 1991.
Mappe von 12 Farbserigrafien.
Online catalogue raisonné Sol LeWitt Prints 1991.15. Jeweils signiert und nummeriert. Aus einer Auflage von 35 Exemplaren. Auf festem Velin von Somerset (ohne Wasserzeichen). Jeweils 76,2 x 76,2 cm (30 x 30 in). Papier: jeweils 81,2 x 81,2 cm (31,9 x 31,9 in).
Gedruckt von Keizo Tasaka, Watanabe Studios, New York. Herausgegeben von Achenbach Graphics, Düsseldorf 1991.

Wie die Pop-Art ist auch die Minimal-Art eine genuin amerikanische Kunstrichtung, welche durch die künstlerische Konfrontation mit der kunsthistorischen Tradition, allem voran dem abstrakten Expressionismus der Nachkriegszeit, zu einer vollkommen neuartigen Bildsprache findet. Während Andy Warhol etwa in seinen 1962/63 geschaffenen malbuchartigen "Do-it-yourself"-Bildern eine beißende Persiflage auf die zeitgenössische Vorstellung von Malerei entworfen hat und der zentralen Bedeutung der künstlerischen Handschrift eine klare Absage erteilt, so hat auch Sol LeWitt, einer der Protagonisten der Minimal-Art, mit jenem traditionellen Charakteristikum der Malerei gebrochen. Sol LeWitt verdrängt alles Gestische aus seinem Werk und führt die künstlerische Schaffenskraft - wie auch in der vorliegenden Arbeit - an die Grenzen der formalen Reduktion. LeWitts frühe, großformatige Wandzeichnungen, in denen er dynamische Linienstrukturen über die Fläche ausbreitet und die er zum Teil durch Assistenten ausführen lässt, gehören zu den konzeptuell fortschrittlichsten Arbeiten der 1960er Jahre. Großen Wert hat LeWitt darauf gelegt, dass sein Werk als "konzeptuell" bezeichnet wird, und auf diese Weise unmissverständlich ein Gegenkonzept zu der expressiven Gestik des Farbauftrages entworfen, die für das Action-Painting und den abstrakten Expressionismus charakteristisch ist.



543
Sol LeWitt
Forms derived from a Cube, 1991.
Farbserigrafie
Schätzung:
€ 15.000
Ergebnis:
€ 20.000

(inkl. Käuferaufgeld)