Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000029
126000029
Hermann Max Pechstein
Kiefernwald nach dem Regen, 1919.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000029
Hermann Max Pechstein
Kiefernwald nach dem Regen, 1919.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Hermann Max Pechstein
1881 - 1955
Kiefernwald nach dem Regen. 1919.
Öl auf Leinwand.
Rechts oben monogrammiert und datiert. Verso mit Konturen eines Aktes in blauer Farbe. 101 x 80,5 cm (39,7 x 31,6 in).
• Entstanden unmittelbar nach dem Erster Weltkrieg, in einer besonders produktiven Phase von Hermann Max Pechstein.
• Nidden: ein für den Künstler über viele Jahre zentraler Inspirationsort.
• Das Motiv transformiert die Waldlandschaft zu einem verdichteten Bildraum.
• Pechstein malt die Natur als elementare, nahezu erhabene Kraft.
• Seit über 30 Jahren Teil der selben Privatsammlung.
Mit einer Fotoexpertise von Max K. Pechstein, Hamburg, Mai 1987 (in Kopie).
PROVENIENZ: Galerie Gurlitt, Berlin (bis 1923: Kommission).
van Diemen-Lilienfeld Galleries, Leipzig/Berlin/New York (bis 1957/58).
Peter Josten, New York (1957/58, vom Vorgenannten erworben).
Kleemann Galleries, New York (ca. 1960; verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Carl Laemmle, Jr., Beverly Hills (seit den 60er Jahren).
Jeffrey Horvitz, Hallandall, Florida.
Galerie Neher, Essen (1987).
Privatsammlung Schweiz (seit 1987, vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Blickpunkte. Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert, Galerie Neher, Essen, 20.9.-28.11.1987 (m. Farbabb., S. 123).
LITERATUR: Aya Soika, Max Pechstein. Das Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. 2: 1919-1954, München 2011, WVZ-Nr. 1919/23 (m. Abb.).
--
Sotheby's, New York, 14.5.1980, Los 232 (m. Abb.).
Sotheby's, New York, 21.5.1982, Los 340 (m. Abb.).
Sotheby's, London, 7440. Auktion, 8./9.12.1997, Los 67 (m. Abb.).
1881 - 1955
Kiefernwald nach dem Regen. 1919.
Öl auf Leinwand.
Rechts oben monogrammiert und datiert. Verso mit Konturen eines Aktes in blauer Farbe. 101 x 80,5 cm (39,7 x 31,6 in).
• Entstanden unmittelbar nach dem Erster Weltkrieg, in einer besonders produktiven Phase von Hermann Max Pechstein.
• Nidden: ein für den Künstler über viele Jahre zentraler Inspirationsort.
• Das Motiv transformiert die Waldlandschaft zu einem verdichteten Bildraum.
• Pechstein malt die Natur als elementare, nahezu erhabene Kraft.
• Seit über 30 Jahren Teil der selben Privatsammlung.
Mit einer Fotoexpertise von Max K. Pechstein, Hamburg, Mai 1987 (in Kopie).
PROVENIENZ: Galerie Gurlitt, Berlin (bis 1923: Kommission).
van Diemen-Lilienfeld Galleries, Leipzig/Berlin/New York (bis 1957/58).
Peter Josten, New York (1957/58, vom Vorgenannten erworben).
Kleemann Galleries, New York (ca. 1960; verso auf dem Keilrahmen mit dem Etikett).
Carl Laemmle, Jr., Beverly Hills (seit den 60er Jahren).
Jeffrey Horvitz, Hallandall, Florida.
Galerie Neher, Essen (1987).
Privatsammlung Schweiz (seit 1987, vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Blickpunkte. Deutsche Kunst im 20. Jahrhundert, Galerie Neher, Essen, 20.9.-28.11.1987 (m. Farbabb., S. 123).
LITERATUR: Aya Soika, Max Pechstein. Das Werkverzeichnis der Ölgemälde, Bd. 2: 1919-1954, München 2011, WVZ-Nr. 1919/23 (m. Abb.).
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Sotheby's, New York, 14.5.1980, Los 232 (m. Abb.).
Sotheby's, New York, 21.5.1982, Los 340 (m. Abb.).
Sotheby's, London, 7440. Auktion, 8./9.12.1997, Los 67 (m. Abb.).
1919 entsteht das Gemälde "Kiefernwald nach dem Regen" von Hermann Max Pechstein. Es steht in Mitten einer enorm produktiven Schaffensphase, die auf die Erschütterung des Ersten Weltkriegs folgt. Nach seiner Rückkehr aus dem Krieg verbringt Pechstein erst wieder den Sommer 1919 in Nidden auf der Kurischen Nehrung, dem Ort, den er bereits zehn Jahre vorher, 1909, als Malerparadies für sich entdeckt. Pechstein erinnert sich später: "Im Frühjahr 1919 begab ich mich nach Nidden hinauf, bangen Herzens, inwieweit ich droben auf der Kurischen Nehrung noch für einen Maler erträgliche Zustände vorfinden würde. Bang auch vor dem Wiedersehen mit der Landschaft und den Menschen, die ich 1909 als ein für mich fruchtbares Neuland entdeckt hatte. Gewiss, es hatte sich viel verändert, aber es tat doch wohl, freudig begrüßt zu werden von den alten Fischerfreunden." (zit. nach: Max Pechstein. Erinnerungen. Stuttgart 1993, S. 106f.). Trotz dieser anfänglichen Unsicherheit, zieht der geliebte Ort ihn schnell wieder in seinen Bann und es entsteht eine Fülle an neuen Gemälden. Nahezu tranceartig arbeitet Pechstein unentwegt an seinen Bildern. "Alles ersäuft bei mir in Farbe, mein Gehirn ist nur mit Bildern gefüllt und jagt mich die Idee des zu malenden von einem Ort zum anderen (…)." (zit. nach: Brief an P. Fechter, Nidden, 2.10.1919; Kopie Archiv Krüger, Berlin (Original im Getty Archive, Los Angeles).
Gerade aus diesem vorsichtigen Neubeginn und der darauf folgenden Euphorie entsteht eine besondere Spannung, die wir auch in "Kiefernwald nach dem Regen" erkennen können. Die Komposition verdichtet das Motiv des Waldes zu einem vibrierenden Farbspiel. Das Dunkel der Stämme kontrastiert mit den leuchtenden, vom Regen gesättigten Grün- und Blautönen der Bäume und des Himmels und schafft eine geheimnisvolle, fast märchenhafte Stimmung. Die Natur erscheint als etwas Erhabendes von elementarer Kraft.
Hermann Max Pechstein prägt als Mitglied der Künstlergruppe "Brücke" die Moderne bzw. den Expressionismus. Er trägt wesentlich dazu bei, Farbe eine ganz eigene eigenständige Ausdruckskraft zu geben. Seine zahlreichen Studienaufenthalte in Nidden an der Kurischen Nehrung beeinflussen maßgeblich sein künstlerisches Œuvre. Die intensive Auseinandersetzung mit der Natur führt zu einer Reihe eindrucksvoller Landschaftsdarstellungen, in denen der Maler in besonderer Art und Weise seine Empfindungen festhält. [MH]
Gerade aus diesem vorsichtigen Neubeginn und der darauf folgenden Euphorie entsteht eine besondere Spannung, die wir auch in "Kiefernwald nach dem Regen" erkennen können. Die Komposition verdichtet das Motiv des Waldes zu einem vibrierenden Farbspiel. Das Dunkel der Stämme kontrastiert mit den leuchtenden, vom Regen gesättigten Grün- und Blautönen der Bäume und des Himmels und schafft eine geheimnisvolle, fast märchenhafte Stimmung. Die Natur erscheint als etwas Erhabendes von elementarer Kraft.
Hermann Max Pechstein prägt als Mitglied der Künstlergruppe "Brücke" die Moderne bzw. den Expressionismus. Er trägt wesentlich dazu bei, Farbe eine ganz eigene eigenständige Ausdruckskraft zu geben. Seine zahlreichen Studienaufenthalte in Nidden an der Kurischen Nehrung beeinflussen maßgeblich sein künstlerisches Œuvre. Die intensive Auseinandersetzung mit der Natur führt zu einer Reihe eindrucksvoller Landschaftsdarstellungen, in denen der Maler in besonderer Art und Weise seine Empfindungen festhält. [MH]
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