Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000113
126000113
Günther Förg
Ohne Titel, 2006.
Acryl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000113
Günther Förg
Ohne Titel, 2006.
Acryl auf Leinwand
Schätzpreis: € 120.000 - 150.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Günther Förg
1952 - 2013
Ohne Titel. 2006.
Acryl auf Leinwand.
Links oben signiert und datiert. 150,5 x 130,5 cm (59,2 x 51,3 in). [AW].
• Kraftvolle Komposition von geheimnisvoll leuchtender Farbigkeit und spannungsvoll kontrastreicher Flächenstruktur.
• Förgs intuitiv geschaffene "Gitterbilder" gehören zu den Höhepunkten seines Œuvres.
• Kunsthistorische Tradition: Er abstrahiert Motive und Gestus aus Edvard Munchs Spätwerk und Paul Klees Aquarellen ab der 1910er Jahre.
• Aktuell sind Arbeiten Günther Förgs in der Fondation Beyeler in Riehen sowie in einer Einzelausstellung im Neuen Museum Nürnberg zu sehen.
Das Werk ist im Archiv Günther Förg unter der Nummer WVF.06.B.0091 registriert. Wir danken Herrn Michael Neff vom Estate Günther Förg für die freundliche Bestätigung der Authentizität dieser Arbeit.
PROVENIENZ: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck (verso auf dem Keilrahmen mit zwei Galerieetiketten).
Privatsammlung (vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Hessen (vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Günther Förg. Bilder/Paintings 1974-2007, Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck, 2007 (m. Abb. S. 17).
Eine Art Salon, Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Wien, 2013.
1952 - 2013
Ohne Titel. 2006.
Acryl auf Leinwand.
Links oben signiert und datiert. 150,5 x 130,5 cm (59,2 x 51,3 in). [AW].
• Kraftvolle Komposition von geheimnisvoll leuchtender Farbigkeit und spannungsvoll kontrastreicher Flächenstruktur.
• Förgs intuitiv geschaffene "Gitterbilder" gehören zu den Höhepunkten seines Œuvres.
• Kunsthistorische Tradition: Er abstrahiert Motive und Gestus aus Edvard Munchs Spätwerk und Paul Klees Aquarellen ab der 1910er Jahre.
• Aktuell sind Arbeiten Günther Förgs in der Fondation Beyeler in Riehen sowie in einer Einzelausstellung im Neuen Museum Nürnberg zu sehen.
Das Werk ist im Archiv Günther Förg unter der Nummer WVF.06.B.0091 registriert. Wir danken Herrn Michael Neff vom Estate Günther Förg für die freundliche Bestätigung der Authentizität dieser Arbeit.
PROVENIENZ: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck (verso auf dem Keilrahmen mit zwei Galerieetiketten).
Privatsammlung (vom Vorgenannten erworben).
Privatsammlung Hessen (vom Vorgenannten erworben).
AUSSTELLUNG: Günther Förg. Bilder/Paintings 1974-2007, Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Innsbruck, 2007 (m. Abb. S. 17).
Eine Art Salon, Galerie Elisabeth & Klaus Thoman, Wien, 2013.
Günther Förgs künstlerische Entwicklung ist zugleich ein fortwährender Dialog mit der Kunstgeschichte. Bereits in den 1970er-Jahren wird der früh verstorbene Blinky Palermo zu einer prägenden Referenz für den 1952 in Füssen geborenen Künstler. Später erweitert sich sein künstlerischer Horizont um die Einflüsse des amerikanischen Action- und Color-Field-Painting eines Willem de Koonings oder Barnett Newmans. Förg adaptiert diese Vorbilder jedoch nicht einfach, sondern transformiert sie in charakteristischer Weise: Er entlehnt formale und farbliche Elemente, um sie in sein eigenes, facettenreiches Werk zu integrieren und weiterzuentwickeln.
Eine besondere Bedeutung im Œuvre Förgs haben seine Gitterbilder der 1990er-Jahre, zu denen auch unsere leuchtende Komposition zählt. Zwei gegensätzliche kunsthistorische Quellen spielen hier eine zentrale Rolle: die linearen Strukturen Paul Klees, die ab 1913 in dessen Aquarellen auftauchen, und das Spätwerk Edward Munchs. Während Klees Arbeiten kleinformatig und zeichnerisch bleiben und Munchs Gemälde gegenständlich sind, entwickelt Förg daraus monumentale, rein malerische Kompositionen. Er überführt diese kunsthistorischen Impulse in eine abstrakte Bildsprache, die durch den Kontrast von Fläche und Struktur eine einzigartige Farbintensität entfaltet. Unsere Arbeit veranschaulicht besonders eindrucksvoll die Wirkung dieser Gitterstrukturen: Auf den ersten Blick dominiert ein scheinbar undurchdringliches Raster aus schwarzen, vertikalen und horizontalen Linien. Durch einen unregelmäßigen Farbauftrag erscheinen die Linien jedoch durchscheinend, was durch den rötlichen Untergrund noch verstärkt wird. Hinter diesem dunklen Gitter öffnet sich ein leuchtend grüner Hintergrund, der wie ein durchbrochener Farbfeldraum wirkt. Im unteren Bilddrittel entsteht durch eine weitere, kontrastreiche Gitterebene eine räumliche Tiefe, die dem Bild eine fast surreal anmutende Komponente verleiht. Auf den zweiten Blick scheint es, als blicke man durch ein Fenster oder eine Glasfront - eine optische Illusion, die Förgs meisterhafte Beherrschung von Farbe und Struktur unterstreicht.
So vereint der bereits 2013 verstorbene Förg in seiner Malerei scheinbar unvereinbare Gegensätze: Sie ist zugleich Hommage an die Kunstgeschichte und radikale Neuerfindung, systematische Komposition und spontane Intuition, kunsthistorische Referenz und eigenständige künstlerische Aussage. In jedem Werk wird die Farbe zum eigentlichen Protagonisten - nicht als bloßer Träger von Form, sondern als eigenständiges, lebendiges Element. Seine vibrierende Farbgebung und die meisterhafte Beherrschung von Kontrasten machen jedes Bild zu einem einzigartigen visuellen Erlebnis und unterstreichen Günther Förgs Position als einen der bedeutendsten Maler der Gegenwart. [AW]
Eine besondere Bedeutung im Œuvre Förgs haben seine Gitterbilder der 1990er-Jahre, zu denen auch unsere leuchtende Komposition zählt. Zwei gegensätzliche kunsthistorische Quellen spielen hier eine zentrale Rolle: die linearen Strukturen Paul Klees, die ab 1913 in dessen Aquarellen auftauchen, und das Spätwerk Edward Munchs. Während Klees Arbeiten kleinformatig und zeichnerisch bleiben und Munchs Gemälde gegenständlich sind, entwickelt Förg daraus monumentale, rein malerische Kompositionen. Er überführt diese kunsthistorischen Impulse in eine abstrakte Bildsprache, die durch den Kontrast von Fläche und Struktur eine einzigartige Farbintensität entfaltet. Unsere Arbeit veranschaulicht besonders eindrucksvoll die Wirkung dieser Gitterstrukturen: Auf den ersten Blick dominiert ein scheinbar undurchdringliches Raster aus schwarzen, vertikalen und horizontalen Linien. Durch einen unregelmäßigen Farbauftrag erscheinen die Linien jedoch durchscheinend, was durch den rötlichen Untergrund noch verstärkt wird. Hinter diesem dunklen Gitter öffnet sich ein leuchtend grüner Hintergrund, der wie ein durchbrochener Farbfeldraum wirkt. Im unteren Bilddrittel entsteht durch eine weitere, kontrastreiche Gitterebene eine räumliche Tiefe, die dem Bild eine fast surreal anmutende Komponente verleiht. Auf den zweiten Blick scheint es, als blicke man durch ein Fenster oder eine Glasfront - eine optische Illusion, die Förgs meisterhafte Beherrschung von Farbe und Struktur unterstreicht.
So vereint der bereits 2013 verstorbene Förg in seiner Malerei scheinbar unvereinbare Gegensätze: Sie ist zugleich Hommage an die Kunstgeschichte und radikale Neuerfindung, systematische Komposition und spontane Intuition, kunsthistorische Referenz und eigenständige künstlerische Aussage. In jedem Werk wird die Farbe zum eigentlichen Protagonisten - nicht als bloßer Träger von Form, sondern als eigenständiges, lebendiges Element. Seine vibrierende Farbgebung und die meisterhafte Beherrschung von Kontrasten machen jedes Bild zu einem einzigartigen visuellen Erlebnis und unterstreichen Günther Förgs Position als einen der bedeutendsten Maler der Gegenwart. [AW]
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