Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000462
126000462
Karin Kneffel
Pflaumen, 1998.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000462
Karin Kneffel
Pflaumen, 1998.
Öl auf Leinwand
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Karin Kneffel
1957
Pflaumen. 1998.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert und datiert. 203 x 299,5 cm (79,9 x 117,9 in).
• Sinnliche Opulenz und verführerische Präsenz im Monumentalformat.
• Karin Kneffel par exellence: virtuoses Früchtestillleben von fotorealistischer Präzision und suggestiver Haptik.
• Die Obstdarstellungen sind die gefragtesten Werke der Künstlerin auf dem internationalen Auktionsmarkt (Quelle: artprice.com).
• Karin Kneffel gehört zum Künstlerkader der renommierten Gagosian Gallery.
• Seit über 25 Jahren im selben Familienbesitz.
• Aktuell sind Arbeiten der Künstlerin von Februar bis August 2026 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen.
PROVENIENZ: Galerie von Braunbehrens, München.
Privatsammlung Deutschland (2001 vom Vorgenannten erworben).
"Kneffels Bilder haben ihre Bedeutung ausschließlich in sich selbst, sie folgen jenseits des Abbildlichen ihren eigenen Gesetzen als Kunstwerk."
Brigitte Reinhardt, Karin Kneffel. Verführung und Distanz, Köln 2006, S. 29.
1957
Pflaumen. 1998.
Öl auf Leinwand.
Verso auf der Leinwand signiert und datiert. 203 x 299,5 cm (79,9 x 117,9 in).
• Sinnliche Opulenz und verführerische Präsenz im Monumentalformat.
• Karin Kneffel par exellence: virtuoses Früchtestillleben von fotorealistischer Präzision und suggestiver Haptik.
• Die Obstdarstellungen sind die gefragtesten Werke der Künstlerin auf dem internationalen Auktionsmarkt (Quelle: artprice.com).
• Karin Kneffel gehört zum Künstlerkader der renommierten Gagosian Gallery.
• Seit über 25 Jahren im selben Familienbesitz.
• Aktuell sind Arbeiten der Künstlerin von Februar bis August 2026 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen.
PROVENIENZ: Galerie von Braunbehrens, München.
Privatsammlung Deutschland (2001 vom Vorgenannten erworben).
"Kneffels Bilder haben ihre Bedeutung ausschließlich in sich selbst, sie folgen jenseits des Abbildlichen ihren eigenen Gesetzen als Kunstwerk."
Brigitte Reinhardt, Karin Kneffel. Verführung und Distanz, Köln 2006, S. 29.
Das Gemälde "Pflaumen" aus dem Jahr 1998 von Karin Kneffel ist ein charakteristisches Beispiel für die präzise, nahezu hyperrealistische Malweise der Künstlerin, die sich zwischen Fotorealismus und malerischer Inszenierung bewegt. Die Darstellung zeigt dicht gedrängte Pflaumen im Geäst, umgeben von üppigem Blattwerk. Durch die Makro-Perspektive wird der Bildraum verdichtet und die Grenzen zwischen naturalistischer Wiedergabe und künstlerischer Komposition bewusst verwischt. Das Obst erscheint zum Greifen nah.
Ikonografisch lässt sich das Motiv in die Tradition des Stilllebens einordnen, insbesondere in die Fruchtstillleben der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt sich Karin Kneffel mit dem klassischen Genre des Früchtestilllebens. Ihre Früchte, wie hier die Pflaumen, porträtiert sie in vielfachen Variationen immer in extremer Nahsicht und in hyperrealistischer Perfektion. Bekannt sind ihre eine perfekte Illusion erzeugenden Früchte-Bilder, die überdimensioniert das Obst ins Zentrum der Darstellung setzen. Kneffels Malerei bewahrt eine geheimnisvolle Distanz, trotz der unmittelbaren Präsenz der Darstellung. Mit diesen Werken hat Karin Kneffel das Früchtestillleben auf ein neues Level gehoben und gibt ihm seine Daseinsberechtigung in der zeitgenössischen Kunst zurück. Im Unterschied zu den historischen Vorbildern verzichtet Kneffel allerdings weitgehend auf symbolische Überfrachtung zugunsten einer nüchterneren, fast analytischen Darstellung. Die überdimensionierte Perspektive und die Detailgenauigkeit lenken den Blick auf die Materialität der Oberfläche und die Wahrnehmungsprozesse selbst.
Darüber hinaus kann das monumentale Gemälde im Kontext zeitgenössischer Bildkulturen gelesen werden: Die Nähe zu fotografischer Ästhetik sowie die Übersteigerung des Sichtbaren reflektieren den Einfluss reproduzierter Bilder in der modernen Kunst. "Pflaumen" agiert somit nicht nur als naturalistische Darstellung, sondern auch als kritische Auseinandersetzung mit Realität, Abbild und Inszenierung.
Karin Kneffel studierte unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Gerhard Richter, dessen Einfluss sich vor allem in der Auseinandersetzung mit fotografischen Bildvorlagen zeigt. Heute zählt sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Deutschlands. Ihr Werk ist international in renommierten Sammlungen vertreten und zeichnet sich durch die Verbindung von technischer Virtuosität, konzeptueller Reflexion und einer eigenständigen Weiterentwicklung realistischer Malerei aus. Aktuell zeigt beispielsweise das Museum Frieder Burda in Baden-Baden eine Ausstellung, die Arbeiten Karin Kneffels präsentiert. [KA/MH]
Ikonografisch lässt sich das Motiv in die Tradition des Stilllebens einordnen, insbesondere in die Fruchtstillleben der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts. Seit Mitte der 1990er Jahre beschäftigt sich Karin Kneffel mit dem klassischen Genre des Früchtestilllebens. Ihre Früchte, wie hier die Pflaumen, porträtiert sie in vielfachen Variationen immer in extremer Nahsicht und in hyperrealistischer Perfektion. Bekannt sind ihre eine perfekte Illusion erzeugenden Früchte-Bilder, die überdimensioniert das Obst ins Zentrum der Darstellung setzen. Kneffels Malerei bewahrt eine geheimnisvolle Distanz, trotz der unmittelbaren Präsenz der Darstellung. Mit diesen Werken hat Karin Kneffel das Früchtestillleben auf ein neues Level gehoben und gibt ihm seine Daseinsberechtigung in der zeitgenössischen Kunst zurück. Im Unterschied zu den historischen Vorbildern verzichtet Kneffel allerdings weitgehend auf symbolische Überfrachtung zugunsten einer nüchterneren, fast analytischen Darstellung. Die überdimensionierte Perspektive und die Detailgenauigkeit lenken den Blick auf die Materialität der Oberfläche und die Wahrnehmungsprozesse selbst.
Darüber hinaus kann das monumentale Gemälde im Kontext zeitgenössischer Bildkulturen gelesen werden: Die Nähe zu fotografischer Ästhetik sowie die Übersteigerung des Sichtbaren reflektieren den Einfluss reproduzierter Bilder in der modernen Kunst. "Pflaumen" agiert somit nicht nur als naturalistische Darstellung, sondern auch als kritische Auseinandersetzung mit Realität, Abbild und Inszenierung.
Karin Kneffel studierte unter anderem an der Kunstakademie Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Gerhard Richter, dessen Einfluss sich vor allem in der Auseinandersetzung mit fotografischen Bildvorlagen zeigt. Heute zählt sie zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Deutschlands. Ihr Werk ist international in renommierten Sammlungen vertreten und zeichnet sich durch die Verbindung von technischer Virtuosität, konzeptueller Reflexion und einer eigenständigen Weiterentwicklung realistischer Malerei aus. Aktuell zeigt beispielsweise das Museum Frieder Burda in Baden-Baden eine Ausstellung, die Arbeiten Karin Kneffels präsentiert. [KA/MH]
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